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Flüchtlingsheim in Florstadt Steinwürfe auf Asylheim aufgeklärt

Zwei Jugendliche gestehen, Steine auf eine Flüchtlingsunterkunft und einen Gebietsraum in Florstadt (Wetteraukreis) geworfen zu haben. Fingerabdrücke haben die Ermittler auf die Spur der 16- und 17-Jährigen gebracht.

Symbolfoto Polizei
Polizei im Einsatz (Symbolfoto). Foto: dpa

Zwei Wochen nach den Steinwürfen auf eine Flüchtlingsunterkunft und einen islamischen Gebetsraum in Florstadt sind die Täter gefasst: Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilten, haben zwei 16 und 17 Jahre alte Jugendliche aus Florstadt die Taten gestanden. Am Mittwoch hatte die Polizei ihre Wohnungen durchsucht und dabei unter anderem ihre Smartphones beschlagnahmt.

Wie es weiter hieß, waren die Ermittler durch Nachbarschaftsbefragungen und Fingerabdrücke auf die Spur der Jugendlichen gekommen. Gegen sie wird wegen der Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen, wegen Sachbeschädigung und Volksverhetzung ermittelt. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Gießen der Frankfurter Rundschau sagte, gebe es bislang keine Hinweise darauf, dass die beiden „irgendwie in der rechten Szene aktiv sind“.

Vor zwei Wochen hatten Unbekannte in der Nacht faustgroße Zierkieselsteine gegen die Fensterscheiben der Unterkunft und des Gebetsraums der lokalen Ahmadiyya-Gemeinde geschleudert, mehrere Fenster zerstört und einen Sachschaden von rund 2000 Euro angerichtet. Im Ortskern von Florstadt waren zudem handbeschriebene Zettel mit Neonazi-Parolen wie „SS“, „NPD“ und „Tötet Ausländer“ gefunden worden. Die Taten hatten hessenweit für Empörung und Entsetzen gesorgt.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Zuwanderung Rhein-Main

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