Lade Inhalte...

Flüchtlinge in Frankfurt Besorgte Bürger sollen anpacken

Flüchtlingshelfer Yousif Toma appelliert an „besorgte Bürger“: „Sich Sorgen machen, bringt gar nichts. Packt mit an, wir integrieren euch!“ Derweil spricht Integrationsdezernentin Eskandari-Grünberg vom Lackmustest einer Demokratie.

Flüchtlinge (Symbolfoto). Foto: dpa

Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) hat beim Frühjahrsempfang der „PartnerInnen für Integration“ am Montagabend im Römer die „Geburt der Demokratie“ ausgerufen. „Der Umgang mit Neuzugewanderten, der Umgang mit Vielfalt und Toleranz, er ist der Lackmustest einer Demokratie – unserer Demokratie“, sagte die Stadträtin vor rund 200 Gästen.

Nach den jüngsten Wahlerfolgen der rechtspopulistischen AfD, Übergriffen auf Flüchtlinge und Morddrohungen gegen die Bürgermeister von Neu-Isenburg und Dreieich müssten demokratische Werte und integrationspolitische Errungenschaften entschlossen verteidigt werden. „Demokratie ist nur dann möglich, wenn es ein gemeinsames ‚Wir‘ gibt, in dem wir uns gegenseitig als Menschen achten und uns der Vielfalt unserer Gesellschaft bewusst sind“, betonte die Stadträtin. Dabei brauche es „Geburtshelfer“ für die Demokratie, sagte sie an die anwesenden Gäste aus der Integrationsarbeit gewandt und mit Verweis auf die weiteren Redner des Abends, die stellvertretende Vorsitzende des Kinderhilfswerks Unicef Deutschland, Ann-Kathrin Linsenhoff und den ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer Yousif Toma.

Linsenhoff betonte, man müsse sich der geflüchteten Kinder annehmen, die besonders unter dem Leben in Massenunterkünften litten. Toma erntete Applaus mit seinem Appell an „besorgte Bürger“: „Sich Sorgen machen, bringt gar nichts. Packt mit an, wir integrieren euch!“

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen