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Kinderfaschingsumzug in Bockenheim Kleine Narren im süßen Regen

Rund 300 Mädchen und Jungen sind am Rosenmontag beim Kinderfaschingsumzug in Bockenheim dabei.

12.02.2018 20:01
Andreas Flammang
Kinderfaschingsumzug
Eine Menge Süßes für die Kleinen. Foto: Rolf Oeser

Einmal durch die Stadt laufen und sich von Passanten mit Süßigkeiten bewerfen lassen: Was nach einem unerfüllbaren Traum klingt, wurde für rund 300 Kinder am Rosenmontag in Bockenheim wahr. Beim Kinderfaschingsumzug des Vereins für soziale Arbeit/Kinderwerkstatt Bockenheim gingen sie über die Leipziger Straße.

Dabei gibt es einen großen Unterschied zu herkömmlich Faschingsumzügen: Die Anwohner und Geschäftsleute stehen am Rand der Straße und schmeißen die Süßigkeiten zu den vorbeiziehenden kleinen Robotern, Füchsen und Einhörner.

Mit einer Kiste voller Gummibären unter dem Arm verteilt auch Anja Herch. Vor der Metzgerei Waibel, wo sie seit 19 Jahren als Verkäuferin arbeitet, wirft sie Süßes in die Menge. Den ganz Kleinen drückt sie etwas in die Hand. „Normalerweise bekommen die Kinder eine Scheibe Fleischwurst bei uns“, sagt sie. Ihr Chef habe die Kiste gesponsert. Sie versucht an Rosenmontag immer dabei zu sein. „Das ist ein tolles Erlebnis, die Kleinen können kostümiert durch die Straßen ziehen.“ Manche kämen auch noch nach dem Zug vorbei, um die Reste einzusammeln.

Der Dschungel-Themenwagen des Vereins fährt vorne weg. Laute Musik bringt die Kinder zum Tanzen. Über ein Mikrofon wird die Stimmung zusätzlich angeheizt. „Wollt ihr Süßes“ wird – selbstverständlich – mit einem lauten „Ja!“ beantwortet. Auch andere Kindereinrichtungen nehmen teil. Von der Seite steuert Dorothea Zumkley ebenfalls Süßigkeiten bei. Sie trägt einen auffälligen pinkfarbenen Hut. Seit rund 25 Jahren engagiert sie sich in dem Verein, der den Zug organisiert. „Schön ist, dass die Kinder hier bei uns nicht nur rumstehen“, sagt sie.

Immer wieder regnet es Süßes, da Anwohner auch aus dem zweiten Stock schmeißen. „Meine Söhne sind hier schon mitgegangen“, sagt Britta Schwill. Sie lebt seit rund 30 Jahren in Bockenheim. Bunt und voller Blumen verkleidet, wartet sie nun mit Nachbarn am Straßenrand auf den Umzug. Eine Tüte voller Süßes haben sie auch. „Gerade die Familien-Unternehmen und Cafés geben viel“, sagt sie.

Am Kirchplatz stoppt der Zug. Hier gibt es zum Abschluss umsonst Kreppel und Kakao. Die fünfjährige Prinzessin Mila ist gerade angekommen. Sie scheint zufrieden mit der Ausbeute, besonders mit den Süßigkeiten. „Für die Kinder ist das toll, die haben hier immer Spaß“, sagt ihre Mutter Kerstin Trautmann. Sie sind schon oft dabei gewesen.

Ferdinand Schmökel, Vorstand des Vereins für soziale Arbeit/Kinderwerkstatt Bockenheim, zieht eine positive Bilanz, als er auf dem Kirchplatz steht. „Die Unterstützung wächst, auch die neuen Geschäfte auf der Straße machen immer häufiger mit“, sagt er.

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