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Fastnacht Oberursel Narren umkurven die Vorstadt

Die Narren in Oberursel werden 2013 neue Wege beschreiten. Eine neue Streckenführung für den Taunuskarnevalszug soll für mehr Sicherheit am Weg sorgen. An einigen Punkten in der Stadt wurde es in der Vergangenheit zuweilen gefährlich eng.

06.12.2012 10:25
Jürgen Streicher
Der Marktplatz bleibt den Narren trotz gefährlicher Enge. Vorstadt und Untere Hainstraße aber werden zukünftig rausgenommen. Foto: Storch

Die Narren in Oberursel werden 2013 neue Wege beschreiten. Eine neue Streckenführung für den Taunuskarnevalszug soll für mehr Sicherheit am Weg sorgen. An einigen Punkten in der Stadt wurde es in der Vergangenheit zuweilen gefährlich eng.

Traditionalisten können sich das gar nicht vorstellen. Der Taunuskarnevalszug ohne die Untere Hainstraße und die Vorstadt, das wäre ein karnevalistisches Ausbluten der Innenstadt beim Höhepunkt der närrischen Kampagne. Traditionelle Treffpunkte, die sich über Jahrzehnte etabliert haben, würden wegfallen. Immer schon, „seit Orschelgedenken“, wie es auch der Vereinsring nennt, zieht der närrische Lindwurm am Fastnachtssonntag entlang dieser Achse des Frohsinns Richtung Adenauerallee.

Und doch, auch die im Narrenrat organisierten Karnevalvereine vom Frohsinn bis zum Club Geselligkeit Humor (CluGeHu) Weißkirchen haben die geplante Änderung positiv aufgenommen, heißt es in einer Mitteilung des Vereinsrings zur neuen Streckenführung, die dieser mit „Taunus-Karnevalszug 2013 auf neuen Wegen“ überschrieben hat.

Hintergrund der Streckenänderung sind vor allem Sicherheitsbedenken. Ein für Zuschauer und Teilnehmer gefahrloses Durchfahren neuralgischer Punkte sei nicht mehr möglich, so die Argumentation von Polizei, Ordnungsamt, Feuerwehr, Rotes Kreuz und Verkehrsüberwachungsclub. Die Behörden gehen dabei von „stetig steigenden Besucherzahlen“ aus, über die es allerdings keine gesicherten Erhebungen gibt. Die Zuschauerzahl wird seit vielen Jahren immer wieder mit rund 40.000 angegeben. Andere Stimmen beklagten zuletzt einen Rückgang der Besucherzahlen, die sehr wetterabhängig sind.

Schwierige enge Kurven

Problematisch für die tatsächlich immer größer werdenden Festwagen sind die Einfahrt von der Eppsteiner Straße in die Untere Hainstraße und aus dieser hinaus in die Vorstadt. Der enge Kurvenradius erfordert viel Geschick der Fahrer, gefährliche Situationen am Straßenrand bleiben dabei nicht aus. In der überarbeiteten Zugordnung sind daher die Maximalmaße der Fahrzeuge auch genau vorgegeben. Drei Meter breit, vier Meter hoch und neun Meter lang darf ein Einzelfahrzeug sein. Sattelkraftfahrzeuge dürfen nicht länger als 15 Meter sein, bei Zügen (Lkw und Anhänger) ist bei 18 Meter Schluss.

Aufgrund der Sicherheitsbedenken hatten sich die Vertreter der Veranstalter und der Sicherheitsorgane bei der Nachbetrachtung des letzten Taunuskarnevalszuges mit 135 Zugnummern aus der ganzen Region für eine geänderte Zugstrecke ausgesprochen. Sie habe den Vorteil, 200 Meter länger als bisher zu sein. Vor allem der Epinay-Platz mit seiner Freifläche soll beim Höhepunkt der Fastnachtssaison im Taunus mit Rahmenprogramm und Open-Air-Gastronomie aufgewertet und zu einem der stimmungsvollsten Orte werden.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Fastnacht Rhein-Main
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