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Aschermittwoch in Frankfurt Janine Wissler gibt sich kämpferisch

Janine Wissler, OB-Kandidatin der Frankfurter Linken, wirbt beim Aschermittwoch ihrer Partei für die Umverteilung des Reichtums.

Linke in Frankfurt
Janine Wissler, die OB-Kandidatin der Linken, sprach im Nordend. (Archivbild) Foto: peter-juelich.com

Die OB-Kandidatin der Linken, Janine Wissler, hat beim politischen Aschermittwoch ihrer Partei davor gewarnt, die gesellschaftlichen Verhältnisse als alternativlos zu begreifen, sich mit der Armut im reichen Frankfurt abzufinden. Noch spekulierten die einen mit Wohnungen, während andere kein Dach über den Kopf hätten, seien Rentner gezwungen, Flaschen zu sammeln. Doch statt die Ursachen von Armut, Elend und Obdachlosigkeit zu bekämpfen, schikaniere die Stadtverwaltung Menschen noch, die auf der Straße leben, kritisierte Wissler.

In einer kämpferischen Rede machte Wissler, die in der Fastnacht als Robin Hood zu sehen war, klar, dass sie als OB-Kandidatin wie auf landes- und bundespolitischer Ebene für eine grundlegend andere Gesellschaft kämpft. „Wir müssen die Eigentumsverhältnisse ändern“, sagte sie in der sehr vollen Gaststätte Odyssee im Nordend – und warb etwa für einen anderen Kurs in der Wohnungspolitik. Noch werde in der Stadt jede Menge Unfug gebaut, beteilige sich selbst die städtische Wohnungsgesellschaft ABG an Spekulation, statt, wie das ihre Aufgabe sei, fast ausschließlich geförderten Wohnraum zu schaffen, kritisierte Wissler. Dabei sei der Bedarf an günstigen Wohnungen in der Stadt riesig. Jeder zweite Frankfurter habe Anspruch auf eine Sozialwohnung.

Amtsinhaber Peter Feldmann (SPD) sehe zwar die Probleme und spreche sie an. Doch die Situation für die Wohnungssuchenden habe sich eher verschlechtert. Fast schon mitleidig klang Wissler, als sie auf Bernadette Weyland (CDU) zu sprechen kam. Die trete in jedes Fettnäpfchen. Den als unabhängiger Kandidat antretenden früheren FDP-Stadtrat Volker Stein nannte Wissler dagegen einen Hetzer, der Konflikte ethnisiere und so Ressentiments schüre.

Nicht gelten ließ Wissler Vorwürfe, manche ihrer Vorschläge seien unrealistisch. Gerade erst habe sich doch das Gegenteil gezeigt. Sie habe für den kostenlosen ÖPNV geworben – und schon prüfe die Bundesregierung, wie dieser möglich sei.

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