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Fastnacht in Rhein-Main Fastnachtsumzüge fallen aus

Der Straßenkarneval wird wegen Unwetters vielerorts abgesagt. Auch der Frankfurter Umzug „Klaa Paris“ findet wegen des weiterhin zu erwartenden Wetters mit Sturmböen und starken Regenschauern nicht statt.

Stürmisches Wetter am Rosenmontag. Foto: christoph boeckheler*

Wegen Sturm- und Unwetterwarnungen sind am Rosenmontag in vielen Städten im Rhein-Main-Gebiet und in ganz Hessen die traditionellen Fastnachtsumzüge abgesagt worden. In Mainz, Marburg, Neu-Isenburg, Seligenstadt (Kreis Offenbach), Hünfeld (Landkreis Fulda), Kiedrich (Rheingau-Taunus-Kreis) und weiteren Orten mussten die Narren ganz auf den beliebten Straßenkarneval verzichten, weil die Verantwortlichen die Umzüge teils in Absprache mit der Polizei aus Sicherheitsgründen abgesagt hatten.

Der Deutsche Wetterdienst hatte am Montag für Hessen Sturmböen bis zur Stärke 10 mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern vorhergesagt. Außerdem warnte der Dienst mit Sitz in Offenbach vor starken Gewittern. Vielerorts fiel zum Teil kräftiger Regen.

Verkürzte Routen

In Frankfurt fiel der Fastnachtsumzug für Kinder über die Leipziger Straße bis zum Kirchplatz aus, zu dem die Kinderwerkstatt Bockenheim des Vereins für soziale Arbeit eigentlich 600 bis 700 kostümierte Kinder erwartet hatte. Man habe sich „schweren Herzens“ in letzter Minute dazu entschieden, den Umzug ausfallen zu lassen, sagte die Geschäftsführerin des Veranstalters, Gabriele Mlynek, der Frankfurter Rundschau. Auch die geplanten Kinderumzüge im alten Ortskern von Sindlingen und in Griesheim fanden wegen der Unwetterwarnungen nicht statt.

Wie die Stadt Frankfurt am Montag mitteilte, ist auch der für Dienstag geplante Umzug in „Klaa Paris“ wegen des weiterhin zu erwartenden Wetters mit Sturmböen und starken Regenschauern abgesagt. Dietmar Pontow, der Vorsitzende der Zuggemeinschaft Klaa Paris, sagte dazu, man wolle angesichts der aktuellen Unwetterwarnung keine Risiken eingehen und werde den Umzug durch Heddernheim zum Schutz der Teilnehmer ausfallen lassen. „Das Risiko war einfach zu groß“, sagte Thomas Dresch, der zweite Vorsitzende der Zuggemeinschaft, der FR. Normalerweise rechne man bei dem Umzug mit bis zu 100 000 Besuchern, sagte Dresch. Der beliebte Straßenumzug, der als einer der Höhepunkt des närrischen Treibens in Frankfurt gilt, solle aber nach Ostern nachgeholt werden.

In anderen hessischen Städten, etwa in Fulda, Mülheim am Main (Kreis Offenbach) und Herbstein (Vogelsbergkreis) konnten die närrischen Züge dagegen durch die Straßen ziehen – wenn auch in abgespeckter Form. In Fulda waren geschmückte Fastnachtswagen und Fahnen verboten, in Herbstein musste die Strecke des traditionellen Springerzuges wegen des schlechten Wetters verkürzt werden.

Wildpark geschlossen

Am Frankfurter Flughafen wurde wegen des Wetters am Montagnachmittag mit Behinderungen und Verzögerungen im Flugverkehr gerechnet. Ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport riet allen Reisenden, sich vor Beginn einer Reise im Internet oder bei der jeweiligen Fluglinie über mögliche Änderungen zu informieren.

In Frankfurt wurden aus Sicherheitsgründen auch alle städtischen Friedhöfe geschlossen. Wie die Stadt mitteilte, müsse auch in Parks und anderen Grünanlagen mit Sturmschäden wie etwa herabstürzenden Ästen gerechnet werden. Man rate daher allen Spaziergängern zu besonderer Vorsicht.

Die Deutsche Bahn strich wegen des ausgefallenen Rosenmontagszugs ihre Zusatzfahrten nach Mainz. Am frühen Nachmittag gab es noch keine Meldungen wegen sturmbedingten Oberleitungsstörungen oder umgestürzten Bäumen, wie eine Konzernsprecherin der FR sagte.
(mit fle, jur, elm, dpa)

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