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Fasching in Frankfurt Frankfurter Umzug aus Sicht der Polizei

Die Frankfurter Polizei erlebt den Faschingsumzug als völlig problemlos. Am Rande des Umzugs fliegen "Polenböller", eine Frau wird unsittlich berührt und eine eine Ordnerin leicht verletzt.

08.02.2016 07:56
Die Kanoniere sind nicht die einzigen, die für Knallerei beim Umzug sorgen. Polizisten beschlagnahmen "Polenböller" am Rande des Fastnachts-Treibens. Foto: Rolf Oeser

Pünktlich um 12:11 Uhr startete der Frankfurter Fastnachtsumzug. Nach Ansicht der Polizei verlief er völlig problemlos.

Auf dem Römerberg wurde um etwa 14:30 Uhr eine 16-Jährige von einem Mann unsittlich berührt und zeigte den Vorfall noch vor Ort an, wie die Polizei mitteilte. Kurz darauf nahmen die Beamten aufgrund der Personenbeschreibung einen 48-Jährigen in der Limpurger Gasse fest. Der Tatverdächtige ist jordanischer Staatsangehöriger und wohnt in Offenbach. Die Ermittlungen gegen ihn dauerten noch an, teilte die Behörde mit. Weitere Straftaten rund um den Faschingsumzug  wurden bisher nicht bekannt.

Ordnungswidrigkeiten jedoch gab es häufiger. Gegen 13 Uhr zündeten drei Männer sogenannte "Polenböller" in der Berliner Straße. Der Umzug war zu diesem Zeitpunkt noch nicht an der Stelle angelangt. Der noch verbliebene Böller wurde sichergestellt und den Männern Platzverweise erteilt, so die Polizei. "Polenböller" wurden nicht für den deutschen Markt produziert und unterliegen daher auch nicht den hiesigen Sicherheitsbestimmungen. Die in Osteuropa gekauften Kracher verfügen über eine deutlich größere Sprengkraft als die für den deutschen Markt produzierten Feuerwerkskörper und bergen ein höheres Fehlzündungsrisiko.

Wegen unpassender Verkleidung sprachen Beamte noch vor Beginn des Umzugs auf der Zeil drei Karnevalisten an. Sie hatten sich für den Umzug eine martialische Verkleidung als "Einzelkämpfer" mit unechten Waffen-Magazinen angelegt. Nach einem Gespräch mit den Einsatzkräften sahen sie ein, dass es sich um eine eher unpassende Verkleidung handelt und verließen die Örtlichkeit.

Der eigentliche Fastnachtsumzug verlief nach bisherigem Kenntnisstand völlig problemlos. Lediglich eine Ordnerin wurde leicht am Fuß verletzt, nachdem ihr ein Motivwagen darüber fuhr. (nl)

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Fastnacht Rhein-Main
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