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Fall Odette Krempin Gar keine Prinzessin?

Odette Krempin gerät immer mehr in Bedrängnis. Neben dem Vorwurf des Spendenbetrug prüfen jetzt auch Frankfurter Ethnologen, ob ihr Adelstitel echt ist. Von Georg Leppert

WIRECENTER
Odette Maniema Krempin Honorarkon-sulin Kongo Foto: Boeckheler

Nun wird der Fall Odette Krempin auch noch zum Politikum. Die Grünen im hessischen Landtag nehmen die Verdächtigungen gegen die Honorarkonsulin der Demokratischen Republik Kongo zum Anlass, ein neues Sammlungsgesetz zu fordern. Das derzeit gültige Gesetz läuft zum Ende des Jahres aus. Die Grünen fordern eine Neufassung, in der die Spendenaufsicht für Sammlungen, die über einen Landkreis hinausgehen, beim Innenministerium angesiedelt wird.

Der Fall Krempin zeige deutlich, "dass eine funktionierende Spendenaufsicht dringend gebraucht wird", sagt der innenpolitische Sprecher der Grünen, Jürgen Frömmrich.

Krempin wird vorgeworfen, Spenden für ihr Deutsch-Afrikanisches Jugendwerk zu sammeln, obwohl diese Organisation nicht das Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) trägt. Unter anderem soll sie damit geworben haben, dass das Jugendwerk ein Krankenhaus im Kongo betreibe. Die Hilfsorganisation Cap Anamur sagt hingegen, sie sei verantwortlich für das Krankenhaus, das Jugendwerk habe damit nichts zu tun. Krempin bestreitet die Vorwürfe. In der kommenden Woche will sie eine Pressekonferenz geben.

Unterdessen ist auch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft in Frankfurt hellhörig geworden. Sie bewilligte dem Deutsch-Afrikanischen Jugendwerk im September eine Spende über 10.000 Euro. Damit unterstützt die Stiftung die Hausaufgabenhilfe des Vereins am Frankfurter Berg. "Die Stiftung hat die aktuelle Presseberichterstattung zum Anlass genommen, einen vorzeitigen Nachweis der Mittelverwendung anzufordern", sagt Lena Setzer, Referentin für Kommunikation.

Zugleich wurde am Freitag ein weiteres Gerücht laut. So hieß es, die in Frankfurt lebende Odette Krempin sei gar keine Prinzessin, wie sie stets behauptet hat. Mittlerweile beschäftigen sich Frankfurter Ethnologen mit der Frage, wann jemand im Kongo einen Adelstitel tragen darf.

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