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Fall Elisa Henzler ermittelt

Das Kultusministerium rollt den Fall der von ihrem Sportlehrer missbrauchten "Elisa" noch einmal neu auf. In der FR hatte die damals 15-Jährige ihre Geschichte von Schwangerschaft und Abtreibung erzählt.

Elisa war jahrelang in psychologischer Behandlung. Foto: dpa

Im Fall der von ihrem Sportlehrer missbrauchten Schülerin Elisa (Name geändert) wird weiter ermittelt. Das Kultusministerium hat am Donnerstag das Staatliche Schulamt angewiesen, das Disziplinarverfahren weiterzuführen und nicht, wie beabsichtigt, mit Ablauf des gestrigen Tages einzustellen. Nun soll Elisa dazu noch einmal gehört werden.

Elisa hatte vor gut einem Jahr – 15 Jahre nach den Geschehnissen – in der Frankfurter Rundschau ihre Geschichte erzählt. Sie war 14, als sie von dem Lehrer schwanger wurde. Kurz nach ihrem 15. Geburtstag hatte eine Lehrerin sie zur Abtreibung begleitet. Auch der Schulleiter wusste Bescheid, unternahm aber nichts. Bis heute wurde keiner der drei Verantwortlichen belangt. Erst aufgrund der Veröffentlichung in der FR wurden Ermittlungen aufgenommen.

„Meine Mandantin wird die Einladung zur Anhörung wohl annehmen“, sagte ihre Rechtsanwältin Sibylle Schwarz der FR. Bei einer disziplinarrechtlichen Verurteilung würde dem Sportlehrer die Pension gestrichen. „Wir gehen davon aus, dass allein schon die sexuelle Beziehung zu einer Minderjährigen dafür ausreicht“, sagte Schwarz. Der Lehrer ist erkrankt und befindet sich nicht mehr im aktiven Schuldienst.

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