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European Neighbours day Die Menschen von Nebenan

Senioren, die zusammen Akrten spielen, Kinder, die um die Wette flitzen. Hausfrauen, die sich austauschen. Griesheim feierte den European Neighbours Day. Von Greta Zimmermann

Angeregte Unterhaltungen, spielende Kinder, die um die Bänke rennen und hier und da jemand, der zur fröhlichen Akkordeonmusik von Willi Möller mitsingt. So feiern die Griesheimer ihren European Neighbours Day 2009 vor und im Nachbarschaftstreff des Internationalen Bunds in der Zingelwiese 21.

Vor zehn Jahren wurde die Initiative, die besonders die Nachbarn in den Großstädten zusammenbringen soll, in Paris ins Leben gerufen. Vergangenes Jahr haben sich deshalb mehr als acht Millionen Menschen in 22 Ländern getroffen, um den Tag gebührend zu feiern. Seit 2007 beteiligt sich auch die Stadt Frankfurt mit ihrem Projekt "Aktive Nachbarschaft" an der Initiative. Mit ihrem Quartiersmanagement in den Siedlungen versuchen sie, sich seitdem um alle im Stadtteil, ob Jung oder Alt, zu kümmern.

In Griesheim gehören deshalb natürlich sowohl der Seniorentreff als auch die ganz Kleinen des Mini Club zu den Beteiligten im Nachbarschaftskonzept. Auch fünf weitere Gruppen haben sich mit der Zeit in Griesheim zusammengetan. Darunter die Frauengruppe von Safiye Özer. "Ich möchte, dass die Hausfrauen nicht nur zu Hause sitzen müssen, sondern durch Ausflüge oder kreative Angebote auch mal etwas für sich machen", erklärt Özer. Da hauptsächlich ausländische Frauen an den Treffen teilnehmen, sei es auch eine Möglichkeit die Deutsche Sprache etwas besser zu lernen. Um ein bisschen mehr Hilfe beim Lernen kümmert sich auch der Lernpoint, der von Nimet Virit geleitet wird. Mit Nachhilfe und Elternberatung versuchen sie, die Kinder und Jugendlichen im Stadtteil gut durch deren Schulzeit zu bringen. Der vierte im Bunde ist die Arbeitsgemeinschaft Mietverein Bizonale Siedlung Frankfurt am Main. Während die Nachbarschaft beim European Neighbours Day mit Gegrilltem verwöhnt wird, versucht der Verein normalerweise für die Rechte der Bewohner in der Bizonalen Siedlung zu kämpfen. "Es ist schön, einen Tag mit den verschiedenen Gruppen zu verbringen und so die Möglichkeit zu bekommen, auch einmal diejenigen in der Nachbarschaft zu sehen, die man sonst nicht kennt und sie beraten kann", berichtet Norbert Englisch. Die Quartiersmanagerinnen Pia Etlingen und Silja Polzin sind mit ihrer Arbeit in Greisheim zufrieden. "Wir sind sehr begeistert über so viel aktive Menschen im Stadtteil", berichtet Etlingen. In Zukunft wird sich Koordinator Horst Grauel allein um die Nachbarschaftsgruppen kümmern. Stadtteilbotschafter Serkan Rahman, der alle sechs bis acht Wochen einen Generationentalk veranstaltet, bringt schließlich noch einmal Jung und Alt etwas näher zusammen und befragte die Menge, wie sie den Tag für Nachbarschaft erlebt haben.

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