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Europaviertel Grüne Speiche ins Gallus

Im Europaviertel gibt es jetzt gleich drei Parks, in denen sich die Quartiersbewohner erholen können: den noch nicht fertigen Europagarten und den Nördlichen Taschenpark und Zeppelinpark, beide gerade freigegeben. Beide Parks sind über eine neue Brücke miteinander verbunden.

Die beiden neuen Parks im Europaviertel sind jeweils einen Hektar groß und für Fußgänger gut miteinander verbunden. Foto: Christoph Boeckheler

Was gibt es Schöneres als am Tag der Umwelt Parks zu eröffnen?, fragte sich Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) am gestrigen Mittwoch. Sie hatte das Vergnügen, gleich zwei Grünflächen für die Öffentlichkeit freizugeben. Im Europaviertel gibt es von nun an nicht nur den (noch nicht fertigen) Europagarten, sondern auch den sich daran anschließenden Nördlichen Taschenpark und den Zeppelinpark. Beide Flächen sind mit einer neuen Brücke über die Straße der Nationen verbunden.

Die Parks sind jeweils einen Hektar groß, bieten viel Grasfläche, ein paar junge Bäume, Bänke und Spielgeräte für Kinder und Erwachsene. Letztere machen bereits von den Fitnessgeräten Gebrauch. Kinder und Jugendliche können sich auf einem umzäunten Fußball- und Basketballfeld austoben. Entworfen wurden die Parks vom Frankfurter Büro BWP Endreß Landschaftsarchitekten. Der Ortsbeirat soll sich nun einen Namen für die nur provisorisch als Taschenpark bezeichnete Grünfläche überlegen.

An den Zeppelinpark schließt sich im Norden der Rebstockpark an, der im Jahr 2005 eröffnet wurde. Die Verbindung der Grünflächen sei Ergebnis eines Klimaplans, erklärte Heilig. Da sich die Stadt im Sommer aufheize, sollen die Parks das Stadtklima fördern auch in sozialer Hinsicht.

Ein Drittel des Viertels ist grün

Darüber hinaus soll auch der Grüngürtel erweitert werden: strahlenartig in die Region und speichenartig in die Innenstadt hinein. Den Teil einer solchen Speiche bilden nun Rebstock-, Zeppelin- und Taschenpark. Somit kann man nun von der Nidda bis ins Gallus durch viel Grün fahren. Um den Lückenschluss zu verdeutlichen, fuhr Heilig gestern zusammen mit Vertretern des Quartiersentwicklers und Investors Aurelis per E-Bike vom Rebstockbad ins Europaviertel.

Laut Thaddäus Zajac, Geschäftsführer der Aurelis, soll künftig ein Drittel des Europaviertels aus Grünflächen bestehen. Kernstück wird der sechs Hektar große Europagarten sein. Für die Verlängerung der Stadtbahn und den Autoverkehr soll er untertunnelt werden. Bis 2016 plant Aurelis seine Fertigstellung. Im Herbst wird dort die Urban Lounge entstehen, ein Veranstaltungsort für das Viertel mit Restaurant, Infostelle, Sonnenterrasse und Aussichtsplattform.

Im Süden, entlang der Schwalbacher Straße, wird der zweite Taschenpark entstehen. Zuständig für dieses Projekt ist die CA Immo, Quartiersentwickler des Europaviertels östlich der Emser Brücke. Einen Runden Tisch mit Anwohnern hat es dazu im vergangenen Jahr gegeben, erste Entwürfe der Mainzer Landschaftsarchitekten Adler & Olesch liegen vor. Auch künftig sollen die Planungen mit den Wünschen der Anwohner abgestimmt werden. Allerdings hängt die weitere Planung mit der Verlängerung der Stadtbahnstrecke zusammen.

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