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Eschborn Landwirte fürchten um ihre Äcker

Der Bau der Regionaltangente West missfällt Landwirten im Main-Taunus-Kreis. Der Flächenverlust führe zu Produktionseinschränkungen in der Zukunft.

Die Landwirte im Main-Taunus-Kreis wehren sich gegen den Bau der Regionaltangente West (RTW). „Der Flächenverlust ist für uns ein Problem“, sagte Wolfgang Koch vom Hessischen Bauernverband bei der Erörterung am Dienstag im Saalbau Sossenheim. Erörtert wurde der nördliche Bauabschnitt der RTW von Frankfurt-Praunheim beziehungsweise Bad Homburg nach Sossenheim.

„Der Flächenverlust führt zu Produktionseinschränkungen in der Zukunft“, sagte Karlheinz Gritsch (CDU). Der Eschborner Landwirt sprach als Vorsitzender des Kreisbauernverbands Main-Taunus und für sich selbst – er baut Rüben und Getreide auf betroffenen Flächen an. Insgesamt geht er von einem Verlust von 25 Hektar Fläche durch die RTW aus. Statt der von der RTW-Planungsgesellschaft bevorzugten Trasse schlug Gritsch eine alternative Trasse, genannt „Variante 8“, vor, die weniger Ackerflächen beanspruchen würde. Für „Variante 8“ wäre es nötig, einen Umsteigebahnhof zu bauen, an dem Fahrgäste aus der S-Bahn in die RTW umsteigen könnten.

„Das haut den Takt der S-Bahn auseinander“, sagte Horst Amann, der Geschäftsführer der RTW-Planungsgesellschaft. Es entspreche nicht dem Planungsziel der RTW, Bad Homburg nicht an die RTW anzubinden, wie es die „Variante 8“ mit dem Umsteigebahnhof vorsehe. Amann führte aus, dass der Umsteigebahnhof sowie eine Wendeanlage ebenfalls landwirtschaftliche Flächen beanspruchen würden.

„Will die Deutsche Bahn dort überhaupt einen Bahnhof“, fragte er. „Wir müssen entscheiden, ob wir der Grundinanspruchnahme stattgeben können“, sagte Christine von Knebel vom Regierungspräsidium (RP) Darmstadt. Daher sei es nötig zu wissen, wie teuer die „Variante 8“ wäre, inwiefern sie ins Wasserschutzgebiet eingreifen, wie viele Flächen sie benötigen würde. Amann sagte zu, der Planfeststellungsbehörde diese Informationen nachzuliefern. Auch werde ein Gutachter eingesetzt, der prüfen solle, ob landwirtschaftliche Betriebe durch die RTW in ihrer Existenz gefährdet würden.

Die RTW soll ab 2023/2024 von Bad Homburg nach Neu-Isenburg-Birkengewann und von Praunheim nach Dreieich-Buchschlag fahren.

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