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„Echo-Areal“ in Darmstadt Wohnhäuser statt Druckerei und Verlag

Das frühere „Echo-Areal“ in Darmstadt wird bis Ende Juli abgerissen. Auf dem Gelände sollen Wohnhäuser entstehen.

Abriss  Druckereiareal
Von der einstigen Druckerei ist nur noch die Fassade an der Schöfferstraße übrig geblieben. Foto: Monika Müller

Auf dem Gelände der früheren Druckerei des „Darmstädter Echos“ neigen sich die Abbrucharbeiten dem Ende entgegen. In den vergangenen Wochen haben Arbeiter südlich des Geländes der Hochschule Darmstadt mit Baggern nach und nach die bisherigen Büro-, Verwaltungs-, Druck- und Logistikgebäude zertrümmert. Derzeit stehen nur noch die Gebäudefassaden an der Schöfferstraße, der Holzhofallee und der Stephanstraße. Laut Martin Steffes-Mies, dem zuständigen Projektleiter der rheinhessischen J. Molitor Immobilien GmbH, sollen die Abrissarbeiten bis Ende Juli beendet werden.

Vor knapp drei Wochen hatten die Abbrucharbeiten, wie berichtet, einen Teil der benachbarten Hochschule Darmstadt in Gefahr gebracht. Ein Schornstein des Abbruchkomplexes drohte an der Schöfferstraße auf eines der von der Hochschule genutzten Gebäude zu kippen. Zudem waren nach Angaben der Bauaufsichtsbehörde der Stadt Decken- und Fassadenteile auf die Straße gestürzt.

Nach Darstellung der Feuerwehr war während der Arbeiten ungewollt ein Teil der Außenfassade verrutscht und der Kamin nicht mehr ausreichend gesichert. Die Rohrkonstruktion musste vom Technischen Hilfswerk demontiert werden. Nach Angaben von Projektleiter Steffes-Mies wurde inzwischen das Sicherheitskonzept überarbeitet, um ähnliche Vorfälle künftig auszuschließen.

Vor dem Abriss der letzten noch stehenden Mauern wird nach den Worten des Ingenieurs auch noch an der Holzhofallee – nördlich eines mit kleinen Steinen gepflasterten und unter Denkmalschutz stehenden Gehwegs – ein Zaun aufgestellt. In den vergangenen Wochen hatten sich einige Anwohner darüber beklagt, dass die Karosserien ihrer an der Straße abgestellten Autos durch die Abrissarbeiten komplett eingestaubt wurden.

Nach dem Ende der Demontagearbeiten in etwa zwei Wochen sollen Steffes-Mies zufolge in den darauffolgenden drei Monaten eine Baugrube ausgehoben werden sowie Bohrlöcher für die künftige Nutzung von Erdwärme in die Erde getrieben werden. Im Oktober soll dann laut Steffes-Mies mit den Bauarbeiten an der geplanten neuen Tiefgarage begonnen werden.

Als Bauherren für den „Holzhofpark“, wie das Viertel heißen soll, fungieren die Terra Projekt- und Baubetreuungsgesellschaft und die Immobiliengesellschaft Molitor aus Ingelheim. Für das knapp 18 000 Quadratmeter große Gelände hat das Darmstädter Architekturbüro Planquadrat Pläne für den Bau einer kleinen Wohnsiedlung für mehr als 250 Wohnungen vorgelegt.

Dominiert wird das Gelände an der Südwestecke von einem siebengeschossigen Hochhaus an der Holzhofallee, in dem bis vor zwei Jahren der Verlag und die Redaktion der Tageszeitung „Darmstädter Echo“ untergebracht waren. Im März 2016 erfolgte der Umzug in ein Bürogebäude an der Berliner Allee, das nur wenige Schritte vom bisherigen Verlagsstandort entfernt liegt. Das ehemalige Verlagshaus bleibt erhalten und soll nach den Worten von Jörg Krämer, einem der fünf Partner des Architekturbüros Planquadrat, umgenutzt werden.

Auf dem Areal sollen acht Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Die Planung sieht nach Angaben Krämers Wohnungen mit ein bis vier Zimmern vor, die vermietet werden sollen. Vorgesehen ist, an der Holzhofallee einen fünfgeschossigen Riegelbau zu errichten, dessen Dach ausgebaut werden soll. Auch im nördlichen Teil des Areals ist ein Riegelbau geplant. Daneben soll ein Parkhaus entstehen, das auch von der Hochschule genutzt werden soll. Die Grenzbebauung hat der Gestaltungsbeirat der Stadt vorgeschlagen, um die Wohnsiedlung vom Lärm einer benachbarten Turbinenhalle auf dem Gelände der Hochschule abzuschirmen.

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