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Dritter Büroturm Hochhausbau gegen Finanzkrise

Die schwarz-grüne Römer-Koalition beschließt einen weiteren Turm für die DZ-Bank. Von Claudia Michels

Um "den Banken-Standort zu stabilisieren", erweitert die schwarz-grüne Römer-Koalition den gerade erst beschlossenen zweiten Hochhaus-Rahmenplan. Am Platz der Republik soll der DZ-Bank der dritte Büroturm, 175 Meter hoch, genehmigt werden. Und zwar trotz "entgegenstehenden stadtplanerischen Bedenken, vor allem hinsichtlich der zusätzlichen Verschattung", wie es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der beiden Fraktionen vom Mittwochabend heißt.

Doch verfüge "die Stadt Frankfurt in der gegenwärtigen Bankenkrise über wenige Instrumente, um den Bankenstandort zu stabilisieren". Die DZ-Bank stehe vor einer Fusion mit der WLZ-Bank, es werde eine Zentralbank der Volksbanken Raiffeisenbanken entstehen. Man wolle dem Institut "einen zusätzlichen Anreiz zur Konzentration möglichst großer Teile der Zentrale" am Standort nahe der Mainzer Landstraße geben.

Den im Rahmen des neuen Hochhaus-Entwicklungsplans geforderten Wohnungs-Anteil "von mindestens 30 Prozent der Bruttogeschossfläche oberhalb der Hochhausgrenze" könne im Hochhaus von Union-Investment an der Wiesenhüttenstraße im Bahnhofsviertel eingerichtet werden. Bei dem Gebäude handelt es sich um den am Main in der Dunkelheit blau leuchtenden Massivbau. Die DZ-Bank, die seit längerem um einen weiteren Hochhaus-Standort am Platz der Republik verhandelt, habe das Union-Gebäude selber zum Wohnen angeboten.

Derzeit nutzt die DZ Bank den silbernen Turm "Westend 1" ( Kronen-Hochhaus), und das frühere Selmi-Hochhaus, das gerade eine neue Fassade bekommt. Der neue Turm soll dazwischen stehen. Die Bank muss "verbindlich darlegen", dass sie die Erweiterung nur "zum Eigenbedarf" benutzt.

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