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Dottenfelderhof Bad Vilbel Sicherung der Zukunft

Das Land verkauft 143 Hektar Acker an eine Stiftung für den Dottenfelderhof in Bad Vilbel zur Aufrechterhaltung der Landbauschule und des Forschungsbetriebs für den biodynamischen Landbau.

Dottenfelderhof
Teuer und langwierig, Saatgutforschung des Dottenfelderhofs für den Ökolandbau. Foto: Michael Schick

Der Hessische Landtag hat mit einem einstimmigen Beschluss den Weg freigemacht, dass größere Ackerflächen der einstigen Staatsdomäne Dottenfelderhof im Bad Vilbeler Stadtteil Gronau an eine noch einzurichtende Stiftung verkauft werden können, heißt es in einer Mitteilung aus Wiesbaden. Die Stiftung soll privatrechtlichen und gemeinnützigen Charakter besitzen und den Namen „Dottenfelder Bodenstiftung für die Ausbildung, Erforschung und Erprobung biologisch-dynamischen Landbaus“ erhalten. Als Stifter werden die Landbauschule e.V., die den Hof besitzt, und die GLS Treuhand e.V., Bochum, fungieren. Die Stiftung erwirbt zum Preis von 3,2 Millionen Euro 22 landwirtschaftliche Flächen mit einer Gesamtgröße von rund 143 Hektar, die das Land Hessen im Jahr 1979 für die Domäne erwarb.

Der Besitzübergang ermögliche laut Land die langfristige Sicherung und den weiteren Ausbau des als privat geführter Forschungs-, Züchtungs- und Ausbildungsstandorts, mit dem Ziel eine „besonders umweltschonende und insoweit zukunftsweisende ökologische Landwirtschaft“ zu fördern. Vor allem die in der Fachwelt anerkannte Forschungs- und Züchtungsleistung sei von langfristiger Planungssicherheit und auf Dauer angelegten Versuchsreihen abhängig. Die Erlöse des Betriebs deckten die laufenden Kosten nicht, daher habe die Einrichtung schon in der Vergangenheit Spenden benötigt.

Überdies stünden Investitionen an, die den Erhalt und die Weiterentwicklung des Modellprojektes, welches das Land Hessen in den 1970er Jahren mit anstieß, sicherten, heißt es. Eine Stiftung biete auch hierbei eine langfristige Planungsperspektive.

Der Kaufvertrag wird eine sogenannte Bewirtschaftungsbeschränkung enthalten. Demnach dürfen die Äcker auf die Dauer von 60 Jahren ausschließlich in biologisch-dynamischer Wirtschaftsweise und mit einem Flächenanteil von mindestens 30 Prozent vornehmlich zur Forschung und Erprobung eben dieser Wirtschaftsweise genutzt werden, heißt es in der Drucksache des Landtags

Neben Landbauschule, Forschungs- und Züchtungsabteilung besteht der Hof aus einem Wirtschaftsteil mit biodynamischen Landbau. Die Erzeugnisse vom Feld und aus dem Stall werde auf Märkten und im Hofladen direktvermarktet. Der Laden ist wegen des Angebots und des Kundenandrangs mittlerweile zu klein. Ein Neubau ist in Planung, noch steht die Baugenehmigung aus dem Kreishaus aus. Doch zunächst freut man sich auf Staatsministerin Priska Hinz (Grüne), die am 15. September die Botschaft über den Verkauf offiziell überbringt, heißt es aus Gronau.

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