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Ticker: Kommunalwahl Hessen Stichwahl entscheidet über Darmstadts OB

Main-Kinzig-Kreis: Pipa muss in Stichwahl +++ CDU stürzt in Gießen ab +++ Main-Taunus-Kreis: CDU-Kandidat Cyriax wird Landrat +++ Absolute Mehrheit für Marburgs OB Vaupel +++ CDU verliert in Biblis absolute Mehrheit +++ Darmstadt wählt Grün

27.03.2011 15:08
Kumulieren und Panaschieren will gelernt sein. Das beginnt damit, dass man den handlichen Stimmzettel richtig herum hält. Foto: dpa

Main-Kinzig-Kreis: Pipa muss in Stichwahl +++ CDU stürzt in Gießen ab +++ Main-Taunus-Kreis: CDU-Kandidat Cyriax wird Landrat +++ Absolute Mehrheit für Marburgs OB Vaupel +++ CDU verliert in Biblis absolute Mehrheit +++ Darmstadt wählt Grün

Main-Kinzig-Kreis: Pipa muss in Stichwahl
23.15 Uhr: Amtsinhaber Erich Pipa (SPD) setzt sich mit 47,6 Prozent der Stimmen zwar klar gegen seine Kontrahenten bei der Landratswahl im Main-Kinzig-Kreis durch, doch er muss sich in zwei Wochen noch einmal zur Wahl stellen - dann im Duell mit seinem Stellvertreter Günter Frenz (CDU), der auf 29,9 Prozent der Stimmen kommt.

Deutliche CDU-Verluste in Gießen
23.04 Uhr: Die CDU hat in Gießen, der Heimatstadt von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), deutliche Verluste erlitten. Die Christdemokraten verloren im Trendergebnis mehr als 10 Punkte auf 25,6 Prozent (2006: 36,0). Kräftig zulegen konnten hingegen die Grünen mit einem Plus von 10,5 Prozent auf 23,3 Prozent. Stärkste Fraktion bei einer gestiegenen Wahlbeteiligung von 42,3 Prozent (37,9 Prozent) wurde die SPD mit 33,1 Prozent (33,2), wie das Statistische Landesamt berichtete. Die FDP sackte von 5,7 auf 3,2 Prozent ab und blieb damit hinter der Linken (4,4 Prozent) und den Freien Wählern (4,5 Prozent). Für dieses Resultat sind aber 41,5 Prozent der Wahlzettel nicht ausgewertet, weil dort mehrere Kandidaten und keine Listen angekreuzt wurden.

Main-Taunus-Kreis: CDU-Kandidat Cyriax wird Landrat

22.30 Uhr: Mit mehr als 60 Prozent der Stimmen setzt sich Michael Cyriax (CDU) gegen seine Konkurrenten Oliver Conz (parteilos) und Fritz-Walter Hornung (Linke) durch. Er wird damit Nachfolger des bisherigen Landrats Berthold Gall (CDU). Cyriax war bislang Schuldezernent im Main-Taunus-Kreis.

Linken-Chef van Ooyen setzt auf Helmut Kohls Steuerpolitik
22.18 Uhr: Willi van Ooyen, Fraktionschef der Linken, hat soeben im Fernsehen dafür geworben, zur Steuerpolitik von Helmut Kohl zurückzukehren. Der Moderator hat ihn mit dem süffisanten Hinweis, dass der Linken-Politiker auf die alte CDU-Linie setze, verabschiedet. Jetzt schlendert er vom Rathaus über den Schlossplatz zurück ins Landtagsbüro. Die Politik von Helmut Kohl? "Ja, 53 Prozent", ruft van Ooyen vergnügt. Er meint keine Wahlergebnisse. Sondern den Spitzensteuersatz.

OB-Wahl in Darmstadt: Partsch vor Hoffmann
22.01 Uhr: Die Stadt Darmstadt könnte nach Bad Homburg den zweiten grünen Oberbürgermeister Hessens bekommen. Bei der Direktwahl am Sonntag erhielt Jochen Partsch mit 37,4 Prozent die meisten Stimmen. Es folgten Amtsinhaber Walter Hoffmann (SPD/29,0) und Rafael Reißer (CDU/26,4). Die anderen drei Kandidaten lagen deutlich hinten. Zwischen Partsch und Hoffmann kommt es in zwei Wochen zur Stichwahl, da keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichte. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,2 (46,0) Prozent. Es gab fast 106.000 Wahlberechtigte. Ein Sieg der Grünen wäre historisch: Seit dem Zweiten Weltkrieg saßen immer Sozialdemokraten im Chefsessel des Darmstädter Rathauses.

Offenbach: Wahlbeteiligung doch höher
21.52 Uhr: Zunächst sah es nach einem Debakel aus, zum Schluss gibt es zumindest ein versöhnliches Ende. Nachdem in Offenbach auch die Ergebnisse aus den bürgerlichen Bezirken am Ortsrand eingegangen sind, liegt die Wahlbeteiligung jetzt doch bei 33,8 Prozent. Zwischenzeitlich sah es nach deutlich unter 30 Prozent aus. 2006 waren 31 Prozent der Wahlberechtigten an die Urnen gegangen.

Vaupel in Marburg klar wiedergewählt
21.45 Uhr: Klare Sache: Egon Vaupel (SPD) beliebt in Marburg Oberbürgermeister. Mit fast 60 Prozent der Wählerstimmen setzte er sich in der Direktwahl klar gegen seine sechs Kontrahenten durch, wie die Stadt in einer Trendmeldung mitteilte. Vaupel konnte sein Ergebnis von der letzten Wahl 2005 sogar noch verbessern - damals hatte er 52,2 Prozent erzielt.

CDU büßt in Biblis absolute Mehrheit ein
21.28 Uhr: Die Nuklear-Katastrophe in Japan hat politische Auswirkungen auch im südhessischen Biblis. Dort steht eines der ältesten Atomkraftwerke Deutschlands. Bei der Kommunalwahl büßt die CDU ihre absolute Mehrheit in der Kleinstadt ein. Nach dem von der Gemeinde bekanntgegebenen Trendergebnis liegt sie bei 36,0 (2006: 50,3) Prozent. Die SPD kommt auf 34,7 (32,9) Prozent. Die Freie Liste Biblis FLB - sie setzt sich für mehr Bürgerbeteiligung ein - steigert sich deutlich auf 29,3 (10,2) Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 48,2 (43,9) Prozent. Die Grünen waren nicht zur Wahl angetreten, da Atomkraft-Gegner in der 9000 Einwohner großen Gemeinde bisher kaum eine Chance hatten.

Grüne legen in Darmstadt deutlich zu
21.22 Uhr: Nach Auszählung von 90 von 117 Wahlbezirken liegen die Grünen in Darmstadt bei 36,3 Prozent. Bei den letzten Kommunalwahlen 2006 kamen die Partei auf 14 Prozent. Verluste müssen dagegen CDU und SPD in Darmstadt hinnehmen. Die Christdemokraten liegen den ersten Ergebnissen zufolge bei 23,0 Prozent gegenüber 30,8 Prozent im Jahr 2006. Die SPD verliert mehr als zehn Prozentpunkte und kommt derzeit auf 20,4 Prozent gegenüber 31,5 Prozent vor fünf Jahren. Die Linke legt dem Zwischenergebnis zufolge mit 4,1 Prozent um 2,1 Prozentpunkte zu. Das Wählerbündnis UFFBASSE liegt mit 6,1 Prozent knapp unter seinem letztmaligen Ergebnis. Die unabhängige Wählervereinigung UWIGA kommt auf 3,3 Prozent und verliert damit rund 3 Prozentpunkte. Die Piratenpartei erhielt bisher ebenfalls 3,3 Prozent.

Hanau: Grüne und SPD triumphieren
21.18 Uhr: 16,1 Prozent für die Grünen (2006: 9,8) und 34 Prozent für die SPD (30) - Rot und Grün sind die Wahlsieger in Hanau. Besonders heftig abgestraft wird die FDP - sie stürzt von 10,1 auf 3,9 Prozent ab. 115 von 130 Wahllokalen sind ausgezählt. Auch die Bürger für Hanau (BfH) konnten ihr Ergebnis von 2006 voraussichtlich nicht halten - und würden voraussichtlich als Bündnispartner nicht benötigt, weil SPD und Grüne zusammen auf mehr als 50 Prozent kommen. BfH-Fraktionschef ist dennoch zuversichtlich: Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) habe zugesagt, weiter im Kleeblatt-Bündnis arbeiten zu wollen. Zwar war es bislang ein vierblättriges Kleeblatt, aber ein dreiblättriges gebe es ja schließlich auch: "Aber eines mit zwei Blättern kenne ich nicht." Der grüne Fraktionschef Wulf Hilbig ließ ebenfalls durchblicken, dass es in der Konstellation SPD, Grüne unds BfH weitergehen könne. Ob die Grünen jetzt den Stadtratsposten beanspruchen, den derzeit noch die FDP inne hat, ließ er offen. (pam)

Hohe Gewinne für Grüne in Kassel
21.05 Uhr: Bei der Kommunalwahl in Kassel zeichnen sich hohe Zugewinne für die Grünen ab. Nach einem Trendergebnis aus 173 der 200 Wahlbezirke liegt die Partei bei 25,75 Prozent der Stimmen und wäre zweitstärkste Fraktion nach der SPD und vor der CDU. 2006 hatten die Grünen in Kassel 15,4 Prozent der Stimmen errungen. Dem Zwischenergebnis zufolge bliebe die SPD trotz leichter Einbußen stärkste Kraft im Stadtparlament mit 36,99 Prozent. Die CDU musste demnach Einbußen hinnehmen und lag bei nur noch 23,44 Prozent. Das Wahlbündnis Kasseler Linke lag dem Trend zufolge bei 6,32 Prozent und hätte ebenfalls leicht verloren. Die FDP rutschte dem Zwischenergebnis zufolge auf 2,2 Prozent ab. Damit lag sie noch hinter der Piratenpartei, die 2,8 Prozent der Stimmen erhielt.

Große Mehrheit für Schuldenbremse
21.02 Uhr: Bei der Volksabstimmung über eine Schuldenbremse für Hessen zeichnet sich immer deutlicher eine klare Mehrheit für die Verfassungsänderung ab. Die Auszählung in mehr als 300 der 426 hessischen Gemeinden ergab am Sonntagabend eine Zwei-Drittel-Mehrheit für das Vorhaben. Stimmt die Mehrheit der Wähler dafür, wird das bereits im Grundgesetz vorhandene Schuldenverbot ab dem Jahr 2020 modifiziert auch in die Landesverfassung aufgenommen.

Kassels Oberbürgermeister Hilgen wiedergewählt
20.57 Uhr: Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) bleibt im Amt. Der 57-Jährige erhielt am Sonntag 51,32 Prozent der gültigen Stimmen und setzte sich damit gegen fünf Herausforderer durch. Für den Christdemokraten Ernst Wegener, der im Wissenschafts- und Kunstministerium arbeitet, stimmten 23,39 Prozent der Wähler, wie die Stadt mitteilte. Andreas Jürgens von den Grünen bekam 14,95 Prozent der gültigen Stimmen. Die anderen drei Kandidaten landeten weit unter 10 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,11 Prozent.

Oberursel: Schwarz-Gelb verliert die Mehrheit
20.20 Uhr: Jens Uhlig hat die Nase voll. "Ich geh jetzt", sagt der 37-jährige CDU-Fraktionschef im Rathaus. Die Union hat nach aktuellem Stand nur noch 14 Sitze im Parlament, die FDP nur zwei. Die schwarz-Gelbe Mehrheit ist dahin. Am stärksten gewinnen die Grünen, die auf zehn Sitze hoffen dürfen. Die Linke stellt erstmals einen Stadtverordneten. (jüs)

Beuth (CDU) widerspricht Gabriel (SPD)
20.15 Uhr: Der hessische CDU-Generalsekretär Peter Beuth widerspricht dem SPD-Bundesvorsitzenden Sigmar Gabriel, der die Wahlen als "Volksabstimmung" für den Ausstieg aus der Atomkraft bezeichnet hat. Im Rathaus in Wiesbaden sagt Beuth: "Es hat heute in Hessen eine Volksabstimmung über die Schuldenbremse stattgefunden. Ansonsten hat keine Volksabstimmung stattgefunden."

Main-Kinzig-Kreis: Stichwahl zeichnet sich ab
20.08 Uhr: Bei der Landratswahl im Main-Kinzig-Kreis deutet sich eine Stichwahl an. Nach 206 von 440 Wahlbezirken liegt Amtsinhaber Erich Pipa mit 47,2 Prozent vorne, vor Günter Frenz (CDU) mit 28,8 und Manfred Jünemann (Grüne) mit satten elf Prozent. Noch schlechter lief es für FDP-Mann Alexander Noll. Er hatte schon nicht viel erwartet, aber 2,4 sind dann auch für ihn extrem bitter. Er schiebt sein schlechtes Abscheiden der Bundes FDP in die Schuhe. "Die desolate Situation der Liberalen in Berlin gibt wohl kaum Rückenwind für die Kommunalpolitik", so Noll. (sun)

Rödermark: Grüner Kern bleibt Bürgermeister
20.02 Uhr: In Rödermark liegt Roland Kern (Andere Liste/Grüne) deutlich vor seinen Konkurrenten bei der Bürgermeisterwahl. Nach der Auszählung in 18 von 24 Wahllokalen vereint er 60,8 Prozent der Stimmen auf sich. Eine Klatsche bekommt SPD-Kandidat Stefan Junge mit nur fünf Prozent. Auch bei der Wahl für das Stadtparlament zeichnet sich ein Sensations-Sieg der Grünen ab.

Wölfersheim: NDP bricht ein
20.00 Uhr: Die NPD steuert in ihrer Hochburg Wölfersheim auf eine Niederlage zu. Nach der Auszählung in fünf von sieben Wahlbezirken liegen die Rechtsextremen nur noch bei 5,3 Prozent. 2006 hatten sie noch 10,4 Prozent der Stimmen gewonnen.

OB-Wahl in Darmstadt: Partsch überholt Hoffmann
19.48 Uhr: Bei der Wahl des Oberbürgermeisters in Darmstadt zeichnet sich ein knappes Ergebnis ab. Nach der Auszählung von 84 der 117 Wahlbezirke liegt Jochen Partsch von den Grünen mit 36,3 Prozent der Stimmen vorne. Amtsinhaber Walter Hoffmann (SPD) kommt mit 29,9 Prozent bisher nur auf den zweiten Platz. Der CDU-Landtagsabgeordnete Rafael Reißer folgt mit 26,5 Prozent der Stimmen. Damit deutet alles auf eine Stichwahl hin. Die SPD hat seit Kriegsende immer den Oberbürgermeister in Darmstadt gestellt.

Marburg: Amtsinhaber Vaupel liegt bei OB-Wahl vorne
19.45 Uhr: Bei der Oberbürgermeisterwahl in Marburg liegt Amtsinhaber Egon Vaupel (SPD) ersten Zwischenergebnissen zufolge deutlich vorne. Nach Auszählung von 50 der 94 Wahlbezirke kommt er auf 59,8 Prozent der Stimmen. Wieland Stötzel (CDU) folgt mit 17,7 Prozent. Vaupels Stellvertreter Franz Kahle (Grüne) konnte bisher 12,6 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. In Marburg besteht die älteste rot-grüne Koalition in den großen hessischen Städten.

Mehrheit für Schuldenbremse in Hessen
19.38 Uhr: Bei der Volksabstimmung über die Aufnahme einer Schuldenbremse in die hessische Verfassung zeichnet sich eine große Mehrheit für das Vorhaben ab. Die ausgezählten Gemeinden meldeten am Sonntagabend (Stand 19.30 Uhr) überwiegend mindestens ein Zwei-Drittel-Ergebnis bei den Ja-Stimmen. Stimmt die Mehrheit der Wähler dafür, wird das bereits im Grundgesetz vorhandene Schuldenverbot ab dem Jahr 2020 auch in die Landesverfassung aufgenommen. Das endgültige Ergebnis soll noch am Abend veröffentlicht werden.

Hanau: FDP-Stadtrat muss um Job fürchten
19.32 Uhr: In Hanau deuten sich erdrutschartige Verluste für die FDP an. Nach Auszählung von 28 der 104 Wahlbezirke kommen die Liberalen nur noch auf knapp 4,4 Prozent der Stimmen - gegenüber 11,9 Prozent 2006. Stadtrat Ralf Rainer Piesold muss um seinen Posten fürchten. Er konnte es erst nicht glauben, dass das die Hanauer Ergebnisse sein sollen. "Ich hatte sowieso schon schlechte Zeiten die letzten 14 Tage, das wäre jetzt der Höhepunkt."
Wie es aussieht, löst die SPD die CDU als stärkste Fraktion im Hanauer Stadtparlament ab. Nach Auszählung von 39 Wahlbezirken kommt die SPD auf knapp 34 Prozent und legt damit 4,7 Prozent zu, die CDU verliert rund sechs Prozent. (lex)

Hasselrother sind die Schnellsten
19.20 Uhr: Der Wahlleiter aus der Gemeinde im Main-Kinzig-Kreis teilt das erster Ergebnis zur Landratswahl mit. Amtsinhaber Erich Pipa (SPD) erhält knapp 55 Prozent, Günter Frenz (CDU) 25 Prozent, Manfred Jünemann (Grüne) knapp 9 Prozent.

Schwarz-Gelb in Bad Homburg wackelt
19.26 Uhr: Die schwarz-gelbe Koalition in Bad Homburg wackelt, wenn der Trend aus zwei von 43 Wahlbezirken anhält: Die CDU erhielte dann nur noch 15 statt 21 Sitze im Parlament, die FPD nur noch 2. Die SPD würde um zwei auf zehn Sitze zulegen, die Grünen sich von 6 auf 13 Mandate mehr als verdoppeln. (nes)

Kassel: Hilgen liegt bei OB-Wahl vorne
19.20 Uhr: Ersten Zwischenergebnissen zufolge liegt Amtsinhaber Bertram Hilgen (SPD) bei der Wahl des Oberbürgermeisters in Kassel deutlich vorne. Nach Auszählung von 53 der 200 Wahlbezirke landete er mit 54,46 Prozent der Stimmen weit vor seinen Gegenkandidaten.Den zweiten Platz belegte der CDU-Kandidat Ernst Wegener mit 21,13 Prozent, gefolgt vom Kandidaten der Grünen, Andreas Jürgens, mit 14,13 Prozent. Sollte sich der Trend dieses Zwischenergebnisses bestätigen, wäre Hilgen im ersten Wahlgang wiedergewählt. In Kassel waren über 146.500 Bürger zur Oberbürgermeisterwahl aufgerufen.

Bei der Volksabstimmung über die Schuldenbremse zeichnet sich in Kassel ein klares Ja ab. Nach Auszählung von 134 Wahlbezirken hatten 63,62% der Wähler der vorgeschlagenen Gesetzesänderung ihre Zustimmung gegeben.

Oberursel: CDU stürzt in der Kita Regenbogenland ab
19.15 Uhr: 17,5 Prozent verliert die CDU in dem Wahlbezirk, die SPD 4,7 Prozent. Die Grünen steigern sich um 7,8 Punkte auf 22,6 Prozent. Die FDP erhält in diesem Bezirk keine einzige Stimme!

Wiesbaden: TSG hofft auf Anti-Atom-Stimmen
19.15 Uhr: Der hessische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel beobachtet mit seiner Frau Annette und politischen Vertrauten die Wahlergebnisse in seinem Landtagsbüro. Ob der Trend aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz auch für die hessische Kommunalwahl gilt? "Das weiß ich nicht." Es gebe schließlich "lokale Trends". Außerdem habe die hessische SPD das Thema Energiepolitik "anders verankert" als manche andere, "als eines unserer
zentralen Politikfelder". Ob die hessische SPD auf diese Weise Anti-Atom-Stimmen einsammelt, die anderswo an die Grünen gehen? Abwarten.

Offenbach: Wahlbeteiligung auf Rekordtief
19.14 Uhr: In Offenbach zeichnet sich eine noch schlechtere Wahlbeteiligung als 2006 ab. Gingen damals noch 31 Prozent der Wahlberechtigten an die Urnen, waren es diesmal - Stand 19 Uhr - nur 25 Prozent.

Frankfurt: Im Römer gehen die Würstchen aus
19.12 Uhr: Am Büffet wurde ordentlich zugelangt. Frikadellen und Kartoffelsalat dafür noch reichlich vorhanden.

Klares Votum für Schuldenbremse in Frankfurt
18.51 Uhr: Erste Zwischenergebnisse in der größten hessischen Stadt Frankfurt am Main deuten am Sonntagabend auf eine klare Mehrheit für die Verfassungsänderung zur Verankerung der Schuldenbremse hin. Nach Auszählung von 152 der 461 Wahlbezirke stimmten 68,1 Prozent für die Verfassungsänderung und 31,9 Prozent dagegen. Die Beteiligung an der Volksabstimmung lag nach diesem Stand bei 33,7 Prozent.

Frankfurt: Geringere Wahlbeteiligung
18.23 Uhr: Die Wahlbeteiligung liegt in Frankfurt bei 39,5%. Im Jahr 2006 waren es 40,4%. Der bis vor wenigen Wochen Einbruch ist damit ausgeblieben. Harald Fiedler, DGB-Vorsitzender Rhein Main und Frankfurt: "Ich finde es schlimm, dass die Wahlbeteiligung in Frankfurt so schlecht ist. In Afrika sterben die Leute dafür und hier kriegen die Leute ihre Hintern nicht hoch."

Wiesbaden: HR schaltet um
18.12 Uhr: Der Festsaal im Rathaus Wiesbaden ist noch ziemlich leer. Kaum Reaktionen auf Landtagswahl-Prognosen im Fernsehen. Nur einmal Jubel von links: Als die Prognose das Aus für die FDP in Rheinland-Pfalz zeigt. Der Hessische Rundfunk hat drei Bildschirme aufgestellt. Als die ersten Prognosen vorbei sind, schalten die hr-Leute auch den dritten Fernseher auf ihren eigenen Sender um. Nichts mehr aus Stuttgart und Mainz. Aus dem Landtag eilt FDP-Fraktionschef Florian Rentsch im dunkelblauen Anzug. Sieht es schlecht aus für seine Partei? "Abwarten", ruft Rentsch. Allerdings: "In Rheinland-Pfalz sieht's nicht gut aus."

Frankfurt: Pink im Rathaus
18.10 Uhr: Wolf Holtz der Spitzenkandidat von Ffm Hoch2 ist im pinkem Pullunder erschienen. Man merkt, er fühlt mit seiner alten Partei der CDU in Baden Württemberg mit. "Linke Mehrheit - das ist schon krass".

Frankfurt: Schlangen vor den Wahllokalen
18 Uhr: In einigen Frankfurter Wahllokalen stehen die Wähler noch Schlange - zum Beispiel in der Klinger-Schule. Die Wahlhelfer lassen sich trotzdem nicht beirren: Ausfüllen geht nur in der amtlichen Wahlkabine, mit dem Kuli vorab sein Kreuzchen machen, ist strikt verboten.

Frankfurt: Warten auf die Hochrechnung
17.58 Uhr: Das Rundschau-Team ist im Frankfurter Römer angekommen. Mit Spannung wird nun auf die ersten Hochrechnungen aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg gewartet.

Oberursel malt fleißig Kreuzchen
17.48 Uhr: In Oberursel zeichnet sich um 17 Uhr eine Wahlbeteiligung von 46,4 Prozent ab. 2006 wählten 47,2 Prozent. Womöglich gehen also etwas mehr Leute zur Wahl als vor fünf Jahren.

Offenbach: Sommerzeit macht diesmal keine Probleme
17.36 Uhr: Anders als bei der Kommunalwahl 2006, als am Wahlsonntag ebenfalls die Uhren auf Sommerzeit umgestellt wurden, bereitete das am heutigen Sonntag kaum Probleme. Nur wenige der ingsgesamt rund 750 Wahlhelfer kamen deshalb zu spät in die Wahllokale. Dort waren vor allem die Wahlvorstände stets vollzählig, so dass kein Wähler vor der Tür zu stehen brauchte oder mit der Stimmabgabe warten musste. Vor fünf Jahren hatten dazu einige Vorstände eigens aus dem Bett geklingelt werden müssen.
(Jörg Muthorst)

Eigenwillige Stimmzettel-Wirtschaft in Hofheim
17.32 Mit dem Kreuzchen nach außen dürfen die Stimmzettel nicht in die Urne, sagt die Wahlhelferin in Hofheim: "Sonst können wir ja sehen, was sie gewählt haben." Eine Wählerin, die deshalb alles neu falten muss, breitet die Papiere kurzerhand auf dem Boden des Wahllokals aus. Diskretion interessiert sie nicht.

"Ich habe schon gewählt", sagt ein Hofheimer, eilt an der Warteschlange vorbei und will seine Musterstimmzettel in die Urne werfen. (Barbara Helfrich)

Die CDU in Bad Homburg lässt sich nicht lumpen
17.15 Uhr: An die Haustüren hängt die CDU Gutscheine für ein Stück Kuchen und eine Tasse Gratis-Kaffee in fünf Bäckereien und Cafés. Die Gabe gilt auch für Anhänger anderer Parteien.

Abstimmung im Sitzen
16 Uhr: Die Stimmzettel sind rießig, und wer sie in Ruhe ausfüllen will, braucht dazu durchaus etwas Zeit. In manchen Wahllokalen wird darauf reagiert: In den Kabinen stehen Stühle. Und mancherorts gibt's kurzerhand die Empfehlung: "Gehen Sie doch nach nebenan ins Bürgermeisterzimmer ankreuzen. Dann müssen Sie nicht so lange warten." Darf das der Wahlleiter hören?

In Frankfurt sind wenig Wähler unterwegs
14.37 Uhr: Bei den hessischen Kommunalwahlen zeichnet sich für Frankfurt eine schwache Wahlbeteiligung ab. Bis 14 Uhr hatten nur 19,7 Prozent der Wähler ihre Stimmen zur Stadtverordnetenwahl abgegeben, wie eine Sprecherin des Wahlamts auf dapd-Anfrage mitteilte. Damit lag die Wahlbeteiligung in Hessens größter Stadt sechs Stunden nach Öffnung der Wahllokale nochmals um einen Prozentpunkt niedriger als zum gleichen Zeitpunkt bei der Kommunalwahl 2006.


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