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Live-Ticker Römer Frankfurt Frust-Trinken bei der FDP

CDU hofft auf Große Koalition mit den Grünen +++ Von der SPD ist kaum noch einer da im Römer +++ Gert Trinklein (FDP) ist ernüchtert vom Ergebnis und macht die Bundesregierung dafür verantwortlich +++ Grüne: "Auweia 25%, jetzt wird's unheimlich" +++ Nach dem fünften Bier gibt's kein Interview mehr.

27.03.2011 19:19
Stadträtin Jutta Ebeling und Fraktionsvorsitzender Olaf Cunitz, beide von den Grünen, haben gut lachen. Foto: Alex Kraus

CDU hofft auf Große Koalition mit den Grünen +++ Von der SPD ist kaum noch einer da im Römer +++ Gert Trinklein (FDP) ist ernüchtert vom Ergebnis und macht die Bundesregierung dafür verantwortlich +++ Grüne: "Auweia 25%, jetzt wird's unheimlich" +++ Nach dem fünften Bier gibt's kein Interview mehr.

23.46 Uhr: Nach 458 von 461 ausgezählten Wahlbezirken liegt die CDU mit 31,7 Prozent vorne. Die Grünen folgen mit 27,6%. Die SPD mit 20,1%. Bei den kleinen Parteien haben die Linken mit 5,3% die Nase vorne. Freie Wähler 3,7%. FDP 3,6%. Piraten 1,8%. Die Wahlbeteiligung liegt mit 42,1% höher als bei den Wahlen 2006. Damals waren es 40,4%.

23.31 Uhr: Exakt 36 Personen befinden sich nach einer kleinen Durchzählung noch in den einzelnen Sälen. Nicht mitgezählt das Catering-Team, die letzten Journalisten und Offiziellen vom Wahlamt. Um Petra Roth hat sich eine kleine Traube gebildet. Die CDU-Politiker haben gut Lachen und lassen dies die letzten Verbliebenden hören.

23.27 Uhr: Die Kamerateams sind verschwunden. Die letzten Kabelträger wickeln die roten und schwarzen Leitungen ein und freuen sich auf ihr Bett.

23.21 Uhr: Es gibt nichts mehr zu essen und zu trinken. "Ein Bier gibt's nur noch für 1000 Euro", sagt der Mann hinter der Theke und deutet auf die leeren Fässer hinter sich.

23.16 Uhr: Vor lauter Aufregung hat eine Kellnerin bei der Verkündung der Auszählung einige Gläser fallen lassen. "Scherben bringen Glück", sagt Regina Fehler vom Wahlamt, die in das gelbe Mikrofon die Zahlen spricht. Ein vorläufiges Endergebnis für Stadtverordnetenversammlung und Ortsbeiräte wird es nicht geben, sondern nur den Trend. "Es wurden nur die Listenkreuze ausgewertet."

23.14 Uhr: Das vorläufige Ergebnis für die Volksabstimmung zur Schuldenbremse wird verkündet. 121.874 Frankfurter haben dafür, 55.004 dagegen gestimmt. Wahlbeteiligung: 45,1%. "Oh, vier Prozent mehr als beim letzten Mal", freute sich OB Roth schon, ehe ihr Referent Matthias Arning erklärt, dass nur die Volksabstimmung ausgezählt wurde.

23.03 Uhr: Von den Grünen ist gar keiner mehr im Römer da. Die großen Wahlsieger machen vermutlich gerade eine Riesenparty.

23.01 Uhr: SPD-Spitzenkandidat Klaus Oesterling analysiert noch einmal das Wahlergebnis. "Die SPD hat in ganz Hessen verloren. In Rüsselsheim sogar zehn Prozent." Dass sich die CDU so stabil hat halten können, liege an ihrer Stammwählerschaft, findet Oesterling.

23.00 Uhr: Trotz des schlechten Wahlergebnis tummeln sich immer noch überraschend viele FDP-Anhänger an den Tischen. Das nennt man wohl auch Frust-Trinken.

22.53 Uhr: "Die halbe Stadtverwaltung wird an der Auszählung beteiligt sein", erklärt Ralf Gutfleisch vom Bürgeramt für Wahlen und Statistiken. 2000 Leute. Das offizielle Wahlergebnis mit Pressekonferenz wird es übernächste Woche Freitag geben.

22.50 Uhr: Lothar Reininger, Spitzenkandidat der Linken, bittet die Statistiker um aktuelle Zahlen. "Ich will noch zu unserer Fete in den Club Voltaire", sagt Reininger. "Falls da noch jemand ist."

22.42 Uhr: Das ist doch mal eine Kombination. Auf einem Porzellanteller balanciert ein Herr mittleren Alters ein Weinglas. Am Rand ein Klecks Senf und in der linken Hand ein Frankfurter Würstchen. Prost und guten Appetit.

22.37 Uhr: OB Petra Roth (CDU) gibt ein minutenlanges Interview für den HR. "Umweltpolitik ist schon immer Politik der CDU gewesen", sagt sie. Im Presseraum gibt es einige Schmunzler.

22.28 Uhr: Die Technik versagt. Auf einer Leinwand gibt es keine aktuellen Ergebnisse mehr. "Ich suche jemanden vom Wahlamt", sagt ein Mann mit langem Bart, der seit 19 Uhr in der ersten Reihe vor der Leinwand saß.

22.19 Uhr: Nach dem fünften Bier will Helmut Heuser kein Interview mehr geben. "Kopf hoch", ruft er Gernot Grumbach (SPD) zu. Er habe eben Klaus Oesterling gedrückt, erzählt er ihm. "Wie das halt so geht, wenn zwei Männer mit Bäuchen sich umarmen."

22.10 Uhr: Die mit Abstand am meisten genannten Worte im Römer nach dieser Kommunalwahl sind: "Fukushima", "Japan" und "Atomkraft."

22.09 Uhr: "Ein Hoch auf Westerwelle und Brüderle", prostet ein Mann seinem Gegenüber zu.

22.08 Uhr: FDP-Anhänger üben sich in Galgenhumor. "Ja 3,5", freut sich eine Frau gespielt überschwänglich. Mitglieder der jungen Liberalen stehen derweil in einer Ecke und trinken ein Bier nach dem anderen.

22.01 Uhr: Die Spannung im Römer ist raus. Die Grünen sind die große Wahlsieger. Die CDU ist immer noch stärkste Kraft. Die SPD ist tief enttäuscht, ebenso wie die FDP.

21.52 Uhr: Die Reihen lichten sich im Römer. Einige sitzen gemütlich mit Bierglas in den Sesseln - und verfolgen den Live-Ticker. Schönen Gruß!

21.46 Uhr: Von der SPD ist kaum noch einer da. Das Ergebnis von derzeit 20,6% ist die pure Enttäuschung. "Alle haben verloren, nur die Grünen gewonnen", sagt der SPD-Stadtverordnete Hans-Dieter Bürger. In Zukunft müsse man schärfer und profilierter die Ziele formulieren.

21.40 Uhr: Gert Trinklein (FDP) ist ernüchtert vom Ergebnis und macht die Bundesregierung dafür verantwortlich. "Wir hoffen jetzt 3,5% oder 3,6% zu bekommen. Es war nur die Frage, ob sich der Trend von den Landtagswahlen hier in Frankfurt niederschlägt." Nach Niederlagen müsse man wieder aufstehen, meint der ehemalige Eintracht-Profi.

21.19 Uhr: Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU) erwartet weitere fünf gute Jahre für Frankfurt. "Die Koalition ist noch einmal breiter geworden, und damit können wir unsere stabile Regierung fortsetzen." Die Koalitionsgespräche werden in "einem guten Klima stattfinden", so der Kämmerer in Richtung Grüne. "Wir gönnen uns wechselseitig den Erfolg."

21.14 Uhr: Auf den zahlreichen Flachbildschirmen blinken zahlreiche Punkte aus den ausgezählten Bezirken auf. Schwarz und grün dominieren das Stadtbild.

21.02 Uhr: Stadtrat Markus Frank (CDU) freut sich schon auf eine "große Koalition" mit den Grünen. "Das Ergebnis ist eine Bestätigung für die gute Arbeit von Petra Roth und dem Magistrat." In Richtung FDP sagt Frank: "Da hat die bundespolitische Lage voll durchgeschlagen." Ob Volker Stein Sicherheitsdezernent bleibt, will er mit den Grünen erst besprechen. "Volker Stein hat immer gute Arbeit geleistet", so Frank.

20.55 Uhr: Patrick Schenk von den Freien Wählern überbrückt seine Spannung mit Essen und Trinken. Seine Partei liegt mit 3,2% unter den eigenen Erwartungen zurück. Ihr Vorsitzender Wolfgang Hübner hatte zuvor auf ein zweistelliges Ergebnis gehofft.

20.53 Uhr: Olaf Cunitz, der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Römer, sagt: "Ich bin zutiefst entsetzt und deprimiert." Und dann lachend und jubilierend: "Auweia 25%, jetzt wird's mir unheimlich."

20.48 Uhr: Ralf Gutfleisch sitzt im Vorzimmer des Magistratssitzungssaals. Der Mann vom Bürgeramt für Statistik und Wahlen rechnet mit einem Endergebnis nicht vor Donnerstag. "Die Stadtlandschaft wird sich verändern", prognostiziert er.

20.39 Uhr: Inge Gesiarz (Linke), Kandidatin für den Ortsbeirat 6, sieht auf der Leinwand, dass ihre Partei bei derzeit sieben Prozent im Ortsbeirat steht. "Ich darf jetzt nicht hysterisch werden", freut sie sich, womöglich einen zweiten Platz im Gremium zu bekommen.

Lesen Sie die Fortsetzung auf der nächsten Seite.

20.32 Uhr: Christian Bethke, der Vorsitzende der Piraten, ärgert sich ein wenig, nicht die FDP eingeholt zu haben. "Das war unser imaginäres Ziel", sagt er lachend.

20.23 Uhr: Manuela Rottmann (Grüne) findet es trotz des guten Ergebnisses für ihre Partei schade, nicht noch mehr Leute mobilisiert haben zu können.

20.22 Uhr: Bürgermeisterin Jutta Ebeling: "Wenn wir vor der SPD liegen, dann ist das ein Fest."

20.16 Uhr: Sicherheitsdezernent Volker Stein (FDP) spricht von "nicht so einem schönen Tag." Seine Partei liegt nach 126 ausgezählten Bezirken nur bei 3,2%. DGB-Chef Fiedler fragt ihn süffisant: "Legen sie jetzt ihren Magistrat nieder?"

20.14 Uhr: Der Spitzenkandidat der SPD Klaus Oesterling postuliert bereits die Ziele nach dem Wahlabend: "engagierte Opposition."

20.04 Uhr: 52% im Norden für die Grünen. "Wo kommt das denn her?", jubiliert einer der Grünen vor der riesigen Leinwand. "Die Leute lernen es einfach net", nölt ein vorbeigehender Mann mit Sektglas.

20.00 Uhr: OB Roth (CDU) und Bürgermeisterin Jutta Ebeling (Grüne) treten gemeinsam vor die Kameras. "Es war nie unser Ziel, stärkste Partei zu werden", sagt Ebeling. Roth nach 74 ausgezählten Wahlbezirken: "CDU wird die stärkste Kraft bleiben."

19.55 Uhr: Am Getränkestand schenken die Kellner stetig neue Gläser mit Wasser, Apfelwein, Apfelsaft und Cola ein. "Es gibt schlimmere Veranstaltungen", sagt einer von ihnen. "Etwa Neujahrsempfang und Fasching."

19.53 Uhr: Umweltdezernentin Manuela Rottmann (Grüne) blickt noch skeptisch drein. An ihrem Revers prangt ein "Atomkraft? Nein, Danke!"-Button.

19.52 Uhr: "Drei Pils ins OB-Büro". Eine laute Order lässt die Gäste aufhorchen.

19.51 Uhr: Der HR-Moderator steht besonders ungünstig. Es staut sich zwischen der Wandelhalle und dem Büffetraum.

19.45 Uhr: Thomas Feda, der Chef der Tourismus und Congress GmbH glaubt, dass nach 70 ausgezählten Wahlbezirken sich die Werte stabilisieren werden. "Die CDU wird dann 33% haben", prognostiziert er.

19.40 Uhr: Georg Diehl, Stadtverordneter der FDP, geht es "noch" gut. Egal wie es ausgeht, als "gestandenes Mannsbild" wird er sich nicht aus der Ruhe bringen lassen.

19.35 Uhr: Ursula Busch, SPD Stadtverordnete glaubt, das Fukushima den Grünen einen Push gibt. "Die Grünen haben das Image einer wirtschaftsliberalen Partei."

19.32 Uhr: Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) trifft soeben im Römer ein und läuft schnurstracks Richtung Büffet.

19.21 Uhr: Hans Busch, Stadtverordneter der SPD, nach 5 von 461 ausgezählten Wahlbezirken: "Wir werden die stärkste Partei. Die CDU wird bezahlen."

19.17 Uhr: Die ersten Ergebnisse trudeln für Frankfurt ein. Für drei von 461 Wahlbezirken gibt es die erste Prognose: CDU 30,2%, SPD 29,1%, Grüne 14,7%, Linke 6,8%, Freie Wähler 6,5%. "Das hat noch keine Aussagekraft", sagt einer vom Wahlamt.

19.12 Uhr: Stadträtin Daniela Birkenfeld (CDU) prognostiziert für Frankfurt: CDU 31%, SPD und Grüne jeweils 25%, FDP 4%.

19.10 Uhr: Integrationsdezernentin, Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne): "Wir sind auf Landes- und Kommunalebene die glaubwürdigste Partei."

Lesen Sie die Fortsetzung auf der nächsten Seite.

19.08 Uhr: Im Fraktionsraum der Grünen ist die Stimmung phantastisch. Während Stefan Mappus von einem "schlechten Tag für Baden Württemberg redet", johlen die Grünen und rufen: "keine Laufzeitverlängerung."

19.06 Uhr: Luigi Brillante von der Europaliste: "Die Nicht-Deutschen Listen hätten sich besser koordinieren sollen. 50.000 EU-Bürger sind schon eine Macht. Wir wollen eigene Akzente in der Integrationspolitik setzen."

19.01 Uhr: Michael zu Löwenstein, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU im Römer: "Das Japan Unglück ist nicht der Bundesregierung anzulasten."

19.01 Uhr: Omid Nouripour, Bundestagsabgeordneter der Grünen: "Die Ergebnisse bei den Landtagswahlen sind historisch für uns. Die Atompolitik der Kanzlerin war eine Steilvorlage."

18.55 Uhr: Die Schuldenbremse wird in Frankfurt angenommen. Nach 187 von 461 ausgezählten Wahlbezirken zeichnet sich eine deutliche Mehrheit dafür mit 68,4% ab.

18.53 Uhr: Martin Benedikt Schäfer, Sprecher der JU-Süd in Frankfurt. "Ich glaube nicht das die SPD 30% holt. Ich bin zuversichtlich, dass wir die stärkste Kraft bleiben."

18.52 Uhr: Cuma Yagmur, Internationale Einwanderinnen Liste: "Eine niedrige Wahlbeteiligungen ist für die ganz kleinen Bewerber ja eigentlich gut. Positiv finde ich es trotzdem nicht. Zu viele Leute haben das Wahlrecht einfach nicht verstanden."

18.51 Uhr: Achim Fey, Flughafenausbaugegner (FAG): "Wir hoffen zwar, dass wir unsere vier Sitze halten können. An den Ständen haben wir Pro-Grün-Stimmung empfunden."

18.44 Uhr: Im Römer wird ordentlich am Büffet zugelangt. Die Frankfurter Würstchen sind schon fast alle. Frikadellen und Kartoffelsalat dafür noch reichlich vorhanden.

18.42 Uhr: Volkhard Mosler, Sprecher der Linken in Frankfurt, kommentiert die Wahlen in Rheinland-Pfalz: "Über uns ist ein Tsunami hereingebrochen."

18.35 Uhr: Harald Fiedler, der DGB Vorsitzende Rhein Main und Frankfurt: "Ich finde es schlimm, dass die Wahlbeteiligung in Frankfurt so schlecht ist. In Afrika sterben die Leute dafür und hier kriegen die Leute ihre Hintern nicht hoch."

18.32 Uhr: Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) freut sich über das gute Ergebnis ihrer Freundin Julia Glöckner in Rheinland Pfalz. "Ich kenne sie persönlich und finde es super, was für ein Ergebnis sie erzielt hat."

18.29 Uhr: Lothar Reininger, Fraktionschef der Linken im Römer, lässt sich eine Rindswurst mit Senf schmecken: "Die Atomdebatte beherrscht alles. Die 3,4% die uns die Rundschau prognostiziert hat, glaubt bei uns niemand."

18.23 Uhr: Die Wahlbeteiligung liegt in Frankfurt bei 39,5%. Im Jahr 2006 waren es 40,4%. Der bis vor wenigen Wochen Einbruch ist damit ausgeblieben.

18.21 Uhr: Jörg Harraschain, langjähriger Ortsvorsteher der Grünen im Nordend, wettet das die Grünen die stärkste Partei im Römer werden. "Die Entwicklung in Fukushima bringt alles durcheinander."

18.19 Uhr: Lili Pölt, ehrenamtliche Stadträtin der SPD: "Die Leute wählen in der Atomfrage das Original - und das sind die Grünen."

18.14 Uhr: Ulrich Wilken der Landesvorsitzende der Linken. Die soziale Frage hat in den letzten Wochen keine Rolle mehr gespielt. In der Atomfrage wird uns keine Kompetenz zugewiesen. Wie müssen jetzt in BW und RP außerparlamentarisch kämpfen.

18.10 Uhr: Wolf Holtz der Spitzenkandidat von Ffm Hoch2 ist im pinkem Pullunder erschienen. Man merkt er fühlt mit seiner alten Partei der CDUin Baden Württemberg mit. "Linke Mehrheit das ist schon krass"

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