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Kommunalwahl in Hessen AfD drittstärkste Partei in Hessen

Die AfD ist die neue Nummer drei in Hessen auf kommunaler Ebene. Dieser Trend wurde nach dem Auszählen aller abgegebenen Stimmen bestätigt. Die meisten abgegebenen Stimmen entfielen auf die CDU.

09.03.2016 19:49
Bei der Kommunalwahl in Hessen ist die CDU nach dem vorläufigen Endergebnis die stärkste Kraft. Foto: dpa

Die CDU ist trotz kräftiger Verluste bei den Kommunalwahlen in Hessen die stärkste Partei geblieben. Nach dem am Mittwochabend veröffentlichten vorläufigem Endergebnis in den kreisfreien Städten und Landkreisen kamen die Christdemokraten landesweit auf 28,9 Prozent der Stimmen und erzielten damit ihr niedrigstes Ergebnis seit 1960. Die rechtspopulistische AfD wurde aus dem Stand mit 11,9 Prozent drittstärkste Partei.

Die SPD erzielte nach Angaben des Statistisches Landesamtes mit 28,5 Prozent der Stimmen ihr bislang schlechtestes Ergebnis bei Kommunalwahlen in Hessen, wurde damit aber erneut zweitstärkste Kraft im Land. Ebenfalls kräftig Federn lassen mussten nach Angaben der Wiesbadener Behörde auch die Grünen. Die Ökopartei verlor 7,0 Prozentpunkte und kam auf 11,3 Prozent der Stimmen.

Neben der Alternative für Deutschland (AfD) gehörten bei den Kommunalwahlen die FDP und die Linken zu den Gewinnern. Die Liberalen legten im Vergleich von vor fünf Jahren um 2,5 Punkte auf 6,4 Prozent zu. Die Linke und Linke Liste kamen laut Landesamt auf 4,5 Prozent, was einem Zuwachs von 1,2 Punkten entspricht. Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben der Statistiker bei 48,0 Prozent und damit nur geringfügig höher (plus 0,3 Prozentpunkte) als beim Urnengang vor fünf Jahren.

Nach dem ersten Trendergebnis nach der Wahl am Sonntag hatten sich die im Wiesbadener Landtag vertretenen Parteien schockiert über das starke Abschneiden der AfD geäußert. Für die Entwicklung machten Hessens Spitzenpolitiker vor allem die emotionale Flüchtlingsdebatte und den Streit in der großen Koalition in Berlin über die Asylpolitik für den großen Zuspruch der Bürger für die Rechtspopulisten verantwortlich. Die CDU teilte am Abend mit, mit «radikalen politischen Parteien an den Rändern» werde es keine Zusammenarbeit geben.

Das endgültige amtliche Endergebnis zur Kommunalwahl in Hessen wird das Statistische Landesamt am 18. März veröffentlichen. (dpa)

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