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Lichterfest in Offenbach Männermusik bei Kerzenschein

Ein Picknick, ein Licht-Spektakel und ein Open-Air-Konzert - alles das gibt es auf dem Lichterfest in Offenbach.

Vor drei Jahren hieß es „… absolutely british!“ Foto: peter-juelich.com

An einem warmen Sommerabend im Kerzenschein picknicken, zwischen leuchtenden Bildern aus Abertausenden von Teelichtern flanieren und den Klängen der Neuen Philharmonie Frankfurt lauschen: All das vereint das traditionelle Lichterfest im Offenbacher Büsingpark.

Dass sich die belebte Anlage in der Innenstadt am Samstag, 6. August, zum zwölften Mal in eine romantische Kulisse für ein Fest und ein Open-Air-Konzert verwandelt, ist den fast 40 Vereinen, Kirchen und Initiativen zu verdanken, die mit den rund 70 000 kleinen Kerzen Motive legen. Ein besonderes Vergnügen: Das Programm der Neuen Philharmonie Frankfurt für das Fest steht in jedem Jahr unter einem Motto, das die Lichtkünstler oft in Motive umsetzen.

So gab es zum Thema „Tatort“ im vergangenen Jahr etwa einen Sherlock-Holmes-Kopf, Fadenkreuze und sogar einen aus Kerzen gebildeten Tatort, der mit Polizeiabsperrband eingegrenzt war. Zum Leitmotiv „... absolutely british!“ im Sommer 2013 wurden etwa das Windsor Castle gelegt – mit Königin und Staatsschatz mitten drin –, die englische Krone und die Londoner U-Bahn.

Viele Vereine bereiten sich dabei sorgfältig vor, damit ihr Licht-Bild besonders schön wird. So baut etwa der Ski-Klub Offenbach nach den Worten seines Vorstandsmitglieds Frank Riesenbürger sein Motiv im Vorfeld zur Probe auf und errichtet dann im Park ein „Schnurraster, um die Kerzen richtig setzen zu können“. Andere legen zum Beispiel Bilderrätsel aus Licht oder einfach ihr Klublogo.

In diesem Jahr verspricht die Neue Philharmonie Frankfurt „Männersachen“. Zu diesem kernigen Thema wollten sich 22 Vereine ein flackerndes Motiv ausdenken, kündigt Michèle Latzke vom Amt für Öffentlichkeitsarbeit an. Das Orchester, das trotz seines Namens in Offenbach zu Hause ist, wird dazu eine wilde Crossover-Mixtur zum Besten geben.

„Superman und Heulsuserich, Partyhengst und Philosoph: die Facetten der Spezies Mann als philharmonische Sommervergnügung“ versprechen die Musiker übermütig. Auszüge aus Mozarts Don Giovanni und Richard Wagners Wahnmonolog aus den Meistersingern von Nürnberg geben diesen Facetten ebenso eine musikalische Form wie Pop- und Rockklassiker von Robbie Williams über James Brown bis zu John Williams Titelmusik aus „Superman“.

Um so viel geballter Männlichkeit standzuhalten, darf es an ausreichender Nahrung nicht fehlen: Wer keine Lust hat, den Picknickkorb zu packen, kommt auch auf seine Kosten: An sechs Ständen bieten Vereine und kommerzielle Anbieter – vom Sheraton-Hotel bis zum Kickers-Fanmuseum – Speisen und Getränke an. Neben der Möglichkeit, sich mitsamt Decke ein Plätzchen im frisch geputzten Park zu suchen – im Gras unter den Bäumen, auf dem Hügelchen mit dem Monopteros, nahe dem Spielplatz oder am Springbrunnen –, stehen auch vor der Bühne am Büsingpalais Stühle zur Verfügung, die Sitzplätze kosten allerdings deutlich mehr als der normale Eintritt.

Denn damit es in dem nicht gerade weitläufigen Park nicht so voll wird, dass man weder in Ruhe schauen noch sitzen kann, ist das einst offene und kostenlose Fest seit zwei Jahren umzäunt – und es wird Eintritt erhoben. Mehr als 8000 Besucher dürfen nicht hinein. Da der Andrang sehr hoch ist, empfiehlt es sich daher, den Vorverkauf zu nutzen.

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