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Hessenpark Alles wächst aus einem Grund

Pfefferminze und Eisenkraut: Ursula Maria Buddeus erklärt im Hessenpark bei Neu-Anspach als Kräutermarie unseren Lesern, wofür Pflanzen gut sind.

14.07.2011 21:07
Stephan Loichinger
"Kräutermarie" Ursula Maria Buddeus Foto: Andreas Arnold

Die Natur kreiert nichts ohne Bedeutung, formulierte der griechische Philosoph Aristoteles. Seine Erkenntnis nahm sich Ursula Maria Buddeus gleichsam zum Motto. Buddeus nennt sich, wenn es um ihre Naturprodukte geht, Kräutermarie. Als solche betreibt sie seit einiger Zeit den Kräuterladen im Hessenpark. Als solche führt sie über Wiesen und Waldlichtungen und macht aufmerksam auf die Kräuter und ihre Wirkungen. Und sie sicherte sich auch das Urheberrecht auf eine Mixtur aus elf Kräutern, die sie zu einer Teemischung und zu weinhaltigen Getränken verarbeitet, beides recht lecker.

Brennnessel, Fenchel, Hopfen, Melisse, Petersilie, Pfefferminze, Ringelblume, Schafgarbe, Süßholzwurzel, Thymian, Wacholderbeere – diese elf Kräuter müssen es sein. In der Mixtur der Kräutermarie, sagt Ursula Maria Buddeus, entfalten sie einen harmonisierenden und stärkenden Effekt.

Sie weiß, dass sie als Nicht-Ärztin den Kräutern keine heilende, lediglich eine die Heilung unterstützende Wirkung attestieren darf. „Aber mein Erfahrungswert ist ein anderer als der, den die Pharma-Industrie zulässt“, sagt die 51-Jährige. Sie hat zehn Jahre lang als Pharmazeutisch-Technische Assistentin gearbeitet, danach auch als Heilpraktikerin.

Storchschnabel, Holunderblütenknospen, Estragon, Pfefferminze, Eisenkraut, Liebstöckl, Malve, Pimpinelle – diese und mehr Kräuter hängen in Buddeus’ Laden im Hessenpark in Bündeln von der Decke. 40 FR-Leser können sich nun an dieser getrockneten Zierde erfreuen, bevor sie mit der Kräutermarie aufbrechen zu den Wiesen des Freilichtmuseums im Taunus. Dort zeigt die Expertin Pflanzen und berichtet von ihrer Bedeutung für den menschlichen Organismus, sofern sie richtig eingenommen werden.

Buddeus macht ihrem Künstlernamen alle Ehre: Dass Kornblume bei Depression hilft, den Vogelknöterich auch Allergiker bei Nierenleiden vertragen und Hirtentäschel Menstruationsbeschwerden lindert, berichtet die Kräutermarie wie nebenbei. Lavendel unterm Kissen lässt Nervöse besser schlafen. Fein geriebener Meerrettich wirkt als natürliches Antibiotikum. Wildkräutersalate ersticken Bronchitis. „Ich bin immer schwer zu bremsen beim Erklären“, sagt die Kräutermarie und lacht.

Umgekehrt kommen zu ihren regelmäßigen Führungen, zu ihren Koch- und Seifenmachkursen und in ihren Kräuterladen immer öfter Menschen mit vielen Fragen. Manche schreiben sich sogar detailliert auf, was sie sagt, berichtet sie. „Das Interesse an Alternativen zu herkömmlicher Medizin nimmt zu. Man kann sich sehr viel selbst helfen“, glaubt Buddeus. Pflanzen wirkten in der Regel schonender als Pillen, deren Konzentrationsgrad höher sei, so die Buddeus weiter.

So ein Pflänzchen muss aber auch ganz schön stark sein, wenn es zum Beispiel an einer natürlichen Waldlichtung wächst. Dort, das lehrt die Geomantie (esoterische Form des Hellsehens) und so erklärt es auch die Kräutermarie, kreuzen sich Wasseradern. Die Pflanzen müssen also nach Buddeus’ Ansicht viel Erdstrahlung aushalten können.

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