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Ansgar Dittmar, SPD Wahlkreis 44 Für die Gerechtigkeit

Er ist "der Neue": Er will den Kampf gegen Lohndumping vorantreiben, plädiert für ein durchlässiges Schulsystem und tritt ein gegen Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung.

18.12.2008 15:12
Ansgar Dittmar ist Direktkandidat für die SPD im Wahlkreis 44. Foto: Weiner/FR

Nun darf Ansgar Dittmar es versuchen. Schon bei der jüngsten Landtagswahl wäre der 37-jährige Chef der Langener SPD gerne für seine Partei im Wahlkreis 44 angetreten. Damals musste er noch Eva-Maria Tempelhahn von der SPD Dreieich den Vortritt lassen.

Nachdem sich diese im Januar nicht gegen den CDU-Kandidaten Hartmut Honka hatte durchsetzen können, will nun Dittmar am 18. Januar das Direktmandat erringen.

Gerechtigkeit ist eines der großen Themen des Juristen Dittmar, der zusammen mit Partnern eine auf Arbeits- und Sozialrecht spezialisierte Anwaltskanzlei in Darmstadt betreibt. Er will den Kampf gegen Lohndumping vorantreiben, denn "es gibt immer noch Menschen, auch in diesem Wahlkreis, die trotz Vollzeitbeschäftigung sich und ihre Familie nicht von dem was sie verdienen, ernähren können", so Dittmar.

Er fordert ein strenges Vorgehen gegen Ausbeutung von Leiharbeitern und Missachtung von Arbeitszeitregelungen, die gerade in Niedriglohn-Branchen oft an der Tagesordnung seien. Auf dem Bildungssektor plädiert Dittmar für ein durchlässiges Schulsystem, das Kinder und Jugendliche aus unterprivilegierten Familien nicht benachteiligt und individuelle Förderung an den Stärken und Vorlieben der Schüler ausrichtet.

"Diversity" und Toleranz nennt Dittmar als einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit. Der Langener SPD-Chef leitet als Bundesvorsitzender den Arbeitskreis Lesben und Schwule in der SPD (Schwusos). Um gegen Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung zu kämpfen, sei er 1988 als 17-Jähriger in die SPD eingetreten, sagt Dittmar. Damals hatte es mehrere neonazistische Übergriffe in Langen gegeben.

Der gebürtige Frankfurter ist im Westkreis tief verwurzelt, ging schon in Langen zur Schule und ist seit Jugendtagen für die Langener Arbeiterwohlfahrt engagiert. Damals leistete er dort Zivildienst, heute sitzt er auf Orts-, Kreis- und Regionalebene im Vorstand. mf

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