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Leiche einer Frau in einem Wald bei Nieder-Saulheim gefunden | Vermisste Figen Capkan (37) wurde vermutlich Opfer eines Gewaltverbrechens | Tatverdächtiger Ehemann in Georgien in Auslieferungshaft

Groß-Umstadt | Saulheim (ots) - Gemeinsame Medieninformation: Staatsanwaltschaft Darmstadt | Polizeipräsidium Südhessen

07.11.2009 15:11

Groß-Umstadt | Saulheim (ots) - Gemeinsame Medieninformation:Staatsanwaltschaft Darmstadt | Polizeipräsidium Südhessen

Drei Wochen nach Verschwinden der 37-jährigen Figen Capkan ausGroß-Umstadt (Landkreis Darmstadt-Dieburg) haben Staatsanwaltschaftund Polizei am Samstag die Leiche einer Frau in einem Waldgebiet beiSaulheim im Rheinhessischen gefunden. Vieles spricht dafür, dass essich bei der Toten um die Vermisste handelt, nach der dieErmittlungsbehörden auch öffentlich gefahndet hatten. EndgültigeKlarheit wird erst eine Obduktion geben können.

Früh in Verdacht geriet - wie mehrfach berichtet - der Ehemann, indie Tat verstrickt zu sein. Er wurde dieser Tage in Georgienfestgenommen und sitzt dort in Auslieferungshaft. Der 42-Jährige warnahezu im gleichen Zeitraum wie seine Ehefrau verschwunden. Von ihmwussten die Behörden allerdings, dass er sich in der Türkeiaufgehalten haben muss. Er war mit einem internationalen Haftbefehlgesucht worden.

Am 21. Oktober 2009 wurde die 37-Jährige von einer Bekannten beider Polizei als vermisst gemeldet. Figen Capkan war zuletzt am 17.Oktober 2009 gesehen worden. Ab diesem Zeitpunkt verlor sich ihreSpur.

Die Ermittler stießen sehr schnell auf Tatsachen, Indizien undUngereimtheiten, die ein Gewaltverbrechen als wahrscheinlicherscheinen ließen. Dafür sprachen auch die Umstände der überstürztenAbreise des Ehemannes. Zeugen zufolge hatte die 37-Jährigeunmittelbar vor ihrem Verschwinden von ernsthaften Trennungsabsichtengesprochen. Auch sei es zwischen den Eheleuten am 17. Oktober 2009 zueinem lautstarken Streit gekommen - dem Tag, an dem die Ehefrau zumletzten Mal lebend gesehen worden war.

Die Eheleute mit waren erst im Sommer nach Groß-Umstadt gekommenund lebten vorher in Erlangen. Dort soll es bereits in derVergangenheit zu Körperverletzungen gekommen sein. Ein Verfahrengegen den Ehemann ist deshalb dort noch anhängig.

Die Ermittlungsbehörden hatten mit aufwendiger Arbeit daskomplette Haus einschließlich Grundstück untersucht. Mit Hunden wurdedie Umgebung durchforstet, Hubschrauber starteten mitWärmebildkameras. Interne, aber auch öffentliche Fahndungen nach derVermissten mit Unterstützung der türkischen und deutschen Medienliefen auf Hochtouren. Ergebnis dieser Ermittlungen ist jetzt deraktuelle Leichenfund in Rheinhessen.

Die drei gemeinsamen Kinder sind in Deutschland sicheruntergebracht.

ots OriginalP: Polizeipräsidium SüdhessenDigitale Pressemappe:www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=4969

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