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Demo für alle in Wiesbaden Streitpunkt Sexualerziehung

In Wiesbaden gehen Befürworter und Gegner des Hessischen Bildungsplans zur Sexualerziehung auf die Straße. Die FR berichtet live von der "Demo für alle" und der Gegenkundgebung.

Massives Polizeiaufgebot am Luisenplatz. Foto: Martín Steinhagen

Die Ereignisse im Überblick:

19.28 Uhr: Hier gibt es weitere Informationen zur "Demo für alle" in Wiesbaden.

19 Uhr: FR-Autorin Katja Thorwarth ist aus dem Krankenhaus zurück und bedankt sich für die Genesungswünsche.

16.10 Uhr: Der Luisenplatz leert sich.

15.55 Uhr: Die Demo für alle ist beendet. Die Organisatorin spricht von 1900 Teilnehmern. Angemeldet waren 2000.

15.43 Uhr: Die DfA läuft eine verkürzte Route. Die Spitze ist fast wieder am Luisenplatz angekommen.

15.40 Uhr: Im vorderen Teil der "Demo für alle" sind Lachmann und Jagsch, NPD-Kader, mit einem Transparent unterwegs, das zuletzt bei einer Nazi-Demo zu sehen war.

15.32 Uhr: Auf den Schildern stehen Slogans wie "Kein Gender in Hessens Schulen!" oder "Sexualpädagogik der Vielfalt? NEIN!"

15.28 Uhr: Die "Demo für alle" ist jetzt auf der der Rheinstraße, wartet aber noch auf Rest der Leute.

14.59 Uhr: An der Ecke Wilhelmstraße/Luisenstraße versperrt eine Sitzblockade die Route der Demo für alle.

14.34 Uhr: Einzelne DfA-Gegner kommen auf den Luisenplatz. Ein Ordner fordert sie dazu auf, die Symbole der "Nodfawi" abzunehmen. Ein Polizist sagt: Hier herrscht Meinungsfreiheit.

14.29 Uhr: Am Rande der Kundgebung "Demo für alle" ist ein kleines Grüppchen mit einem Abzeichen der Neonazi-Partei "Der Dritte Weg" unterwegs.

14.18 Uhr: Zahlreiche User in unseren Kommentarspalten und auf Twitter wünschen unser Autorin Katja Thorwarth gute Besserung, darunter auch die Polizei Westhessen.

14.16 Uhr: Die DfA-Kundgebung hat begonnen. Anhänger "extremistischen Gedankenguts, links wie rechts", werden aufgefordert, die Kundgebung zu verlassen.

14.06 Uhr: Eine DfA-Organisatorin sagt, NPD-Politiker müsse sich "eingeschlichen" haben, man habe sich klar von "Extremisten" distanziert.

13.44 Uhr: Bei der "Demo für alle" sind jede Menge Bibelverse auf Schildern zu sehen. Etliche bekannte Neonazis sind vor Ort, Thassilo Hantusch von der NPD trägt eine Ordnerbinde.

13.28 Uhr: Unsere Autorin Katja Thorwarth wurde bei der Zwischenkundgebung verletzt und ist auf dem Weg ins Krankenhaus. Bei einem Zusammenstoß zwischen Demonstranten und mit Schlagstöcken bewaffneten Polizisten wurde sie zu Boden geschleudert - die Polizisten sprangen über sie drüber, anstatt ihr zu helfen. Mehrmals schrie sie "ich bin von der Presse", wurde aber nur ein Stück hochgezerrt und in Richtung der Demonstranten geschleudert. Letztendlich wurde sie von einer Demonstrantin aus der Menge herausgezogen, vor Ort von Sanitätern versorgt und dann ins Krankenhaus gefahren.

13.08 Uhr: Die Polizei spricht von 1200 Teilnehmern bei der Gegendemo, die in diesem Moment eine Zwischenkundgebung abhält.

12:55 Uhr: Zwischenkundgebung: Die "Demo für alle" sei eine "Demo gegen viele", die nicht ins Weltbild der Organisatoren passten, sagt ein Redner.

12:51 Uhr: Ein massives Polizeiaufgebot an der Kreuzung Ecke Rheinstraße soll verhindern, dass der Demonstrationszug in Richtung des Kundgebungsortes Luisenplatz der Dfa läuft. Vertreter der Partei diskutieren derweil mit Passanten über den Sexualkundelehrplan. Die Partei hat am Luisenplatz eine eigene Kundgebung angemeldet. Einzelne Personen kommen mit den Parteipolitikern zur "Fickificki"-Kundgebung. Parallel findet eine Zwischenkundgebung statt.

12.42 Uhr: Hier ist einiges los, auffällig ist die starke Polizeipräsenz. Die hat jetzt zugestanden, nicht weiter zu filmen. Vermummung sei nicht gegeben. In der Tat tragen die Leute pinke Perücken und Sonnenbrillen. "Gegen das Patriarchat".

12.30 Uhr: Die Polizei wird aufgerufen, das Filmen zu unterlassen. Man lebe nicht im Polizeistaat bzw in der DDR. Man lasse sich nicht provozieren, das sei eine fröhliche und bunte Demo.

12.23 Uhr: Soeben wird die Zahl der Teilnehmer korrigiert auf zwischen 2000 und 3000 Personen. Es kommen immer noch Leute hinzu. Viele rufen "alerta alerta antifascista".

12.22 Uhr: Laut Veranstalter nehmen aktuell 1500 Leute an der Demonstration Teil.

12.20 Uhr: Die Polizei sagt durch, dass Transparente in der Nähe des Lautsprecherwagens nur bis zur Brusthöhe getragen werden dürfen.

12.18 Uhr: Die Demo läuft Richtung Innenstadt zum Sound der Antilopen Gang. Die Parolen richten sich gegen Sexismus und für eine freie Sexualität.

12.11 Uhr: Die Gegendemo setzt sich in Bewegung, auf der Route, die dann auch die Dfa nehmen wird.

12.10 Uhr: Die Polizei kündigt an, vorneweg zu fahren, und "den Weg zu weisen". Ein Polizist verkündet: "Die Straße wird jetzt gesperrt, Ihr Ausflug kann beginnen".

12.05 Uhr: Die Leute aller Altersgruppen bereiten sich langsam auf den Demonstrationszug vor. Viele haben sich bunte Tüten umgebunden, viele Schwule, Lesben und Transgender sind gekommen, daneben Familien mit Kindern und politische autonome Gruppen.

11.50 Uhr: Die aktuelle Rednerin ist leider aufgrund einer Polizeidurchsage nicht zu verstehen. Die Beamten wollen demnächst die Straße sperren, noch herrscht reger Verkehr um den Bahnhof.

11.47 Uhr: Es kommen nach wie vor Demonstranten. Daher geht die Demonstrationszug noch nicht los.

11.44 Uhr: Die ersten Redner begrüßen den Lehrplan und verurteilen die Vorurteile der "Demo für alle" (Dfa). "Es gibt eine Genderwirklichkeit, die nicht ins krude Bild der Dfa passt. Der Selbstermächtigungswille der Dfa ist brandgefährlich. Demo für alle heißt, Demo für alle, die der Meinung der Dfa sind", so einer der Redner.

11.39 Uhr: Viele Leute tragen bunte Perücken und Regenbogenfahnen.

11.33 Uhr: Am Hauptbahnhof läuft Musik. Die Stimmung ist entspannt. Die Polizei wünscht den Menschen vor Ort gerade per Durchsage einen "friedlichen und sonnigen Sonntag".

11.30 Uhr: Die Sonne lacht über Wiesbaden. Ob ab 14 Uhr das Gewitter hereinbricht? Noch kommen weitere Demonstranten. Geschätzt werden aktuell um die Tausend.

11.20 Uhr: Die Polizei grenzt die Demonstranten, darunter auch viele Familien mit Kindern, großräumig ein. Die Kundgebung der "Demo für alle" ist ab 14h geplant.

11.07 Uhr: Um die 100 Gruppen unterstützen die Proteste. Vor Ort sind unter anderen pro Familia, Gewerkschaften, zahlreiche politische Parteien bis auf die CDU. Beverfoerde ist bei den Christdemokraten Parteimitglied.

10.57 Uhr: Kurz vor 11 Uhr sammeln sich die ersten Demonstranten in Wiesbaden. Sie wollen gegen die "Demo für alle" protestieren. Neben mehren hundert Menschen sind auch zahlreich Polizisten vor Ort.

Hintergrund: Für den 30. Oktober mobilisiert die berüchtigte "Demo für alle" seit Wochen in den sozialen Netzwerken nach Wiesbaden. Hintergrund ist der Hessische Bildungsplan zur Sexualerziehung, der insbesondere verschiedene Lebenskonzepte und die Akzeptanz für Homosexualität in den Unterricht integriert.

Die "Demo für alle " müht sich bereits in Baden-Württemberg, einen ähnlichen Lehrplan zu verhindern. Neben dem Verein um Hedwig von Beverfoerde und Birgitt Kelle haben auch die AfD, die NPD und die Identitären zum Aufmarsch nach Wiesbaden aufgerufen. Die FR berichtet im Live-Ticker.

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