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DB in Offenbach Bahn verspricht neue Rolltreppen

DB-Konzernbevollmächtiger Vornhusen kündigt gegenüber Grünen-Stadträtin Groß eine engere Zusammenarbeit an und kündigt an, dass die stillstehenden Rolltreppen bald wieder funktionieren.

Rolltreppen
Die Rolltreppen zu der S-Bahnstation am Marktplatz sind kaputt. Foto: Monika Müller

Sabine Groß kann sich glücklich schätzen. Die Grünen-Politikerin ist erst seit September hauptamtliche Stadträtin in Offenbach. Und hat nach gerade einmal anderthalb Monaten im Amt Post vom Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn für Hessen bekommen. Klaus Vornhusen bietet der für Mobilität zuständigen Dezernentin in seinem Antwortbrief nicht nur eine engere Zusammenarbeit an, sondern erklärt sich bereit, einen Vorschlag des städtischen Unternehmens Nahverkehr in Offenbach (NiO) aufzugreifen, dessen Personal stillstehende Rolltreppen und Aufzüge kurzfristig wieder zum Laufen bringen könnte.

Vornhusen verspricht noch mehr: Die häufig defekten Rolltreppen an der Station Ledermuseum sollen im kommenden Jahr ausgetauscht werden. Hoffnung besteht auch für die S-Bahn-Station am Marktplatz, wo sich frustrierte Pendler jeden Tag fragen, ob die relativ neue Rolltreppe wohl geht oder nicht.

Die Situation dort soll sich verbessern. Deshalb verhandele die DB Station & Service derzeit „auf Führungsebene“, so Vornhusen, mit dem Hersteller, der Instandsetzungsarbeiten im Rahmen der Gewährleistung schneller abarbeiten soll.

Doch damit nicht genug. Vornhusen nannte der Stadträtin einen ständigen Ansprechpartner bei der Bahn, damit das Verwirrspiel um Zuständigkeiten ein Ende habe. Bereits am Mittwoch dieser Woche traf sich Groß mit dem Bahnmitarbeiter. Das solle aber keine Eintagsfliege sein, „sondern die Treffen sollen regelmäßig stattfinden“, sagt die Dezernentin.

Groß scheint zu gelingen, woran etliche Offenbacher Dezernenten in der Vergangenheit gescheitert waren. Zwar hatten auch ihre Vorgänger die Bahn immer wieder gemahnt, kaputte Rolltreppen und Lifte schneller zu reparieren und für mehr Sauberkeit und Sicherheitspersonal zu sorgen. Doch häufig erhielten sie nicht einmal eine Antwort auf die gemeldeten Mängel.

Weshalb die Bahn, oder richtiger gesagt, der Konzernbevollmächtigte Vornhusen plötzlich entgegenkommend ist, darüber kann Groß nur spekulieren. „Es wurde wohl die Dringlichkeit erkannt.“ Sie glaubt, dass auch die Bahn großes Interesse daran habe, Fortschritte zu erreichen. Die Dezernentin, die selbst regelmäßig Bahn und Bus fährt und die Probleme aus eigener Erfahrung kennt, ist zuversichtlich, mit den regelmäßigen Treffen „einen großen Schritt weiterzukommen“.

Das können die Offenbacher nur hoffen, für die nicht funktionierende Rolltreppen und die fehlende Sauberkeit ein tägliches Ärgernis sind. Für Menschen mit Einschränkungen wird die Station sogar zur Falle, wenn Fahrstuhl und Lift defekt sind und sie keine Chance haben, mit einem Elektrorollstuhl von den Gleisen nach oben zur Bushaltestelle zu kommen.

Groß zufolge sind die Rolltreppen häufig nicht defekt. Vielmehr seien sie durch das Drücken des Nothalts mutwillig außer Betrieb gesetzt worden. Nun soll eine Vereinbarung zwischen der Stadt und der Bahn es ermöglichen, dass geschulte Mitarbeiter der NiO die Treppen wieder in Gang setzen und dafür nicht eigens ein Mitarbeiter der Bahn nach Offenbach kommen muss.

Neben technischen Probleme ist laut Bahn auch Vandalismus für Störungen verantwortlich. An der S-Bahn-Station am Marktplatz seien schwere Gegenstände auf die Rolltreppe geworfen worden, die, obwohl sie sehr massiv sei, auseinandergebrochen sei.

„Dafür kann die Bahn also nichts“, sagt Groß. Sie will nicht nur die Probleme mit Rolltreppen und Aufzügen ansprechen, sondern auch fragen, ob die Reinigungsintervalle erhöht werden könnten.

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