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Das bringt der Tag SPD oder Grüne: Wer hat die Nase vorn?

+++ Landeswahlleiter legt endgültiges Ergebnis der Landtagswahl vor +++ Weltkriegsbombe im Frankfurter Ostend entschärft +++ Polizei fahndet nach Messerstecher +++ Alles, was heute in Hessen wichtig wird, erfahren Sie hier.

Landtag Hessen
Heute ist klar, wie der künftige hessische Landtag aussehen wird. Der Landeswahlleiter verkündet das endgültige Ergebnis der Landtagswahl. Foto: Arne Dedert (dpa)

Heute wird es in Hessen spannend. Knapp drei Wochen nach der Landtagswahl verkündet der Landeswahlleiter heute Morgen das amtliche Endergebnis. Die Verkündung der Resultate ist diesmal mehr als ein formaler Akt. Weil es bei der Auszählung der Stimmen etliche Pannen gab, wird eine Verschiebung der Mehrheitsverhältnisse nicht ausgeschlossen. Nach dem vorläufigen Endergebnis aus der Wahlnacht könnten CDU und Grüne ihre Regierungszusammenarbeit mit der hauchdünnen Mehrheit von einem Sitz fortsetzen. 

Mit deutlichen Stimmenzuwächsen landeten die Grünen auf dem zweiten Platz des Parteienrankings. Der Vorsprung vor der SPD beträgt nach dem vorläufigen Endergebnis aber nur 94 Stimmen. Sollten die Sozialdemokraten doch noch die Grünen überholen, wäre auch eine Ampelkoalition zusammen mit der FDP denkbar. Bei der öffentlichen Sitzung des Landeswahlausschusses in Wiesbaden, die um 10 Uhr beginnt, wird über die Ergebnisse der Kreise entschieden, bei denen es im Nachgang Auffälligkeiten bei Erfassung und Auszählung der Stimmen gab. Besonders in Frankfurt wurden Pannen registriert. Erwartet wird, dass es bis zu zwei Stunden dauert, ehe Landeswahlleiter Wilhelm Kanther am Ende der Sitzung das endgültige Ergebnis der Landtagswahl verkünden wird.  

Die Pannen bei der Auszählung der Landtagswahl beschäftigen inzwischen auch die Justiz. Der Kelkheimer FDP-Politiker Ramin Peymani hat am Donnerstag mitgeteilt, er habe gemeinsam mit einem Hamburger Rechtsanwalt Anzeige gegen unbekannt und gegen die namentlich verantwortlichen Wahlleiter gestellt. 

Weltkriegsbombe im Frankfurter Ostenend gesprengt

Aufatmen im Frankfurter Osten: Am späten Donnerstagabend ist im Ostend eine Weltkriegsbombe gesprengt worden. Die Bombe war am frühen Nachmittag bei Bauarbeiten am Ratswegkreisel im Ostend gefunden worden. Der größte Teil der ursprünglich 500 Kilo schweren Bombe war bereits wie geplant im Zweiten Weltkrieg explodiert – zehn Kilo Sprengstoff sowie der Zünder waren aber noch gefährlich. Da eine Entschärfung nicht möglich war, musste die Bombe gesprengt werden. Gegen 20.15 Uhr wurde der 150 Meter große Sicherheitsradius um den Fundort evakuiert – da in dieser Gegend wenige Wohnungen stehen, waren kaum Bewohner betroffen. Eine Stunde später begann die Sprengung. Gegen 21.45 Uhr gab die Feuerwehr Entwarnung: Alles gut verlaufen.

Frankfurter Polizei fahndet nach Messerstecher

Die Frankfurter Polizei sucht im Rahmen einer Öffentlichkeitsfahndung nach einem Unbekannten, der Mitte September in der Zakaria-Moschee in der Albusstraße zwei Männer mit einem Messer verletzt haben soll. Wie die Polizei mitteilte, hatte ein Mann das Gotteshaus in der Nähe der Konstablerwache am 13. September gegen 12.55 Uhr betreten, war sofort in den ersten Stock gegangen und hatte auf zwei Mitglieder des Moscheevereins eingestochen. Anschließend war er geflüchtet. Jetzt geht die Polizei an die Öffentlichkeit. Die Ermittler hoffen, dass jemand den Verdächtigen kennt. Lesen Sie dazu den Bericht unseres Autoren Hanning Voigts.

Wieder freie Fahrt auf A5 nach Laster-Unfall

Ein umgekippter Lastwagen hat am Donnerstagabend für kilometerlange Staus auf der Autobahn 5 gesorgt. Erst gegen 3 Uhr am Freitagmorgen konnte sich der Verkehr laut Polizei langsam wieder normalisieren, nachdem die Autobahnpolizei eine Vollsperrung zur Bergung des mit Sägemehl beladenen Lkws aufgehoben hatte. Das Fahrzeug war am Donnerstag zwischen Homberg/Ohm und Alsfeld Richtung Norden umgekippt und hatte alle Fahrstreifen und den Seitenstreifen blockiert. Der Lkw mit Anhänger sei einem anderen Fahrzeug ausgewichen, dabei habe der Fahrer die Kontrolle verloren, teilte die Polizei am Abend mit. Das Fahrzeug kippte auf die Seite, der Anhänger blieb auf den Rädern stehen. Der Fahrer blieb unverletzt.

Strecke Frankfurt-Köln nach ICE-Brand bald wieder zweigleisig

Rund zwei Monate nach einem ICE-Brand sollen ab Sonntag die Züge auf der Schnellstrecke Frankfurt-Köln wieder planmäßig rollen. Mit dem Fahrplanstart in den frühen Morgenstunden werden die Bahnen auf dem Streckenabschnitt bei Montabaur wieder auf zwei Gleisen fahren, wie eine Bahnsprecherin mitteilte. Allerdings könnten die Züge in dem Bereich vorerst nur mit gedrosseltem Tempo fahren. Es seien daher Verspätungen möglich. In einem fahrenden ICE war am 12. Oktober ein Feuer ausgebrochen. Zu dem Zeitpunkt waren über 500 Menschen an Bord, die alle gerettet wurden. Fünf von ihnen erlitten leichte Verletzungen. Das Feuer zerstörte den Zug und beschädigte die Gleise auf rund 60 Metern in Fahrtrichtung.

Prozess gegen 20-Jährigen wegen Angriffs auf Jugendlichen 

Wegen des Angriffs eines Schlägermobs auf einen 16-Jährigen am Bahnhof Bensheim (Kreis Bergstraße)steht heute Morgen von 9 Uhr an ein 20 Jahre alter Mann vor der Jugendschwurgerichtskammer des Darmstädter Landgerichts. Dem türkischen Staatsbürger wird versuchter Totschlag vorgeworfen. Laut Staatsanwaltschaft wollte der Angeklagte im Dezember 2017 das Opfer bestrafen, weil dieser der Schwester des Angeklagten Avancen gemacht haben soll. Dafür soll der 20-Jährige zehn bis 15 - allerdings nicht ermittelte - Mittäter organisiert haben, die mit Zimmermannshammer, Stahlknüppel oder Messern bewaffnet gewesen sein sollen. Der Angeklagte selbst soll mit einer Eisenkette auf das Opfer eingeschlagen haben. Dem Geschädigten wurde bei den Attacken Unterkiefer und Schädel gebrochen. Für den Prozess sind zunächst vier Verhandlungstage bis Mitte Dezember angesetzt. (mit dpa)

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