Lade Inhalte...

Das bringt der Tag MS-Kranker wegen fahrlässiger Tötung eines Fußgängers vor Gericht

Prozess nach Berufung in Darmstadt +++ Selbstfahrender Bus in Frankfurt +++ Mordprozess in Gießen +++ Alles, was heute in Hessen wichtig wird, erfahren Sie hier.

Symbolfoto Gericht
Justitia. Foto: Imago

Guten Morgen aus Frankfurt!

Ein an multipler Sklerose erkrankter Autofahrer steht zum zweiten Mal vor Gericht, weil er während eines Krampfs am Steuer einen Fußgänger getötet hat. Das Landgericht Darmstadt verhandelt vom heutigen Dienstag an in zweiter Instanz wegen fahrlässiger Tötung gegen den Angeklagten. Das Amtsgericht Offenbach hatte den 53-jährigen Mann im August 2017 wegen fahrlässiger Tötung und Gefährdung des Straßenverkehrs zu 9000 Euro Geldstrafe verurteilt. Dagegen hatten sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt.

Der Autofahrer soll im Juni 2015 in Obertshausen im Kreis Offenbach aufgrund seiner Erkrankung eine spastische Lähmung erlitten und dabei seinen Wagen auf 146 Stundenkilometer beschleunigt und eine rote Ampel überfahren haben. Er erfasste einen Fußgänger, der bei Grün über die Straße ging. Der 34-Jährige wurde 40 Meter durch die Luft geschleudert und starb.

Frankfurt testet autonom fahrenden Bus

In Frankfurt wird in dieser Woche ein selbstfahrender Bus getestet. Der Probebetrieb beginnt am heute und soll drei Tage dauern. Der Test läuft nicht auf einer öffentlichen Straße, sondern auf dem Gelände der University of Applied Sciences, der früheren Fachhochschule.

Beteiligt sind die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF), zwei Unternehmen und die Fachgruppe Neue Mobilität der Hochschule. Autonom fahrende Busse gibt es bereits im niederbayerischen Bad Birnbach und in Berlin. Tödliche Unfälle mit fahrerlosen Autos in den USA hatten zuletzt für Diskussionen gesorgt. In Arizona hatte ein Wagen eine Fußgängerin mit hoher Geschwindigkeit erfasst und getötet. Nahe dem kalifornischen Mountain View raste zudem ein selbstfahrender Wagen frontal in die Mittelleitplanke einer Autobahn und brannte aus. Der Fahrer starb.

Mordprozess in Gießen

Prozess um einen mutmaßlichen Beil-Mord will das Landgericht Gießen heute das Urteil sprechen. Angeklagt ist ein 21-Jähriger, der im vergangenen April in Niddatal (Wetteraukreis) einen 40 Jahre alten Geschäftsmann mit einem Tomahawk getötet haben soll. Nach der Attacke soll er seinem Opfer rund 100.000 Euro Bargeld, ein Handy und einen Laptop geraubt haben. Die Staatsanwaltschaft vermutet als Motiv, dass der Mann mit der Tat seinen Lebensstil finanzieren wollte. Er gab demnach vor, auf großem Fuß zu leben. Der Angeklagte bestreitet die Tat.

Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer eine lebenslange Freiheitsstrafe für den Mann gefordert. Die Verteidigung dagegen plädiert auf Freispruch.

(mit Material von dpa)

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum