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Das bringt der Tag Missbrauchsstudie der katholischen Kirche

+++ Scharfe Kritik an Studie zum sexuellen Missbrauch in der Kirche +++ Urteil zum Streit zwischen Israeli und Kuwait-Air +++ Alles, was heute wichtig wird, erfahren Sie hier.

Wegekreuz bei Illmensee
Heute wird eine Studie zum sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche vorgestellt. Foto: Felix Kästle (dpa)

Zwischen 1946 bis 2014 wurden wohl 3.677 Menschen Opfer von sexuellen Übergriffen in der katholischen Kirche. Täter waren demnach rund 1.670 Priester, Diakone und Ordensleute. Sie sollen meist männliche Minderjährige sexuell missbraucht haben. Das ist das Ergebnis einer Studie, die heute in verschiedenen Bistümern, unter anderem auch in Fulda, vorgestellt werden soll.

Kritiker bemängeln jedoch die fehlende Transparenz der internen Untersuchung. Es sei nicht zu verstehen, dass den Autoren der Studie kein Zugang zu Originaldokumenten in den Kirchenarchiven eingeräumt worden sei. „Die Bischofskonferenz hat mit dieser Entscheidung ihre eigene Forschung massiv entwertet“, sagt der Kriminologe Christian Pfeiffer. „Eine Folge davon ist, dass die Wissenschaftler ihre Erkenntnisse nicht den einzelnen Diözesen und den verantwortlichen Bischöfen zuordnen konnten“, kritisiert Pfeiffer.

Ähnlich sieht es der Kirchenrechtler Thomas Schüller: „Hätten die Autoren der Studie direkt in alle Akten Einsicht nehmen können, wäre sicher die Zahl der aufgedeckten Fälle größer, und sie hätten präziser die männerbündischen klerikalen Machtstrukturen analysieren können“, sagt er. Hinzu komme, dass es unter den 27 Bistümern auch Diözesen gegeben habe, die nur sehr begrenzt auskunftswillig gewesen seien. Darüber hinaus fehlten die Aussagen von Opfern, es habe keine Zeugenvernehmungen gegeben, teils seien Akten sogar im Vorfeld der Untersuchung vernichtet worden. Zudem seien die zahlreichen Ordensgemeinschaften für die Studie nicht auf Missbrauchsfälle untersucht worden. Das tatsächliche Ausmaß des Missbrauchs in der Kirche sei in der Studie nicht annähernd abgebildet.

Streit um Beförderung von israelischem Fluggast

Der Streit sorgte vor einigen Monaten für Schlagzeilen: Kuwait Air hatte sich geweigert, einen Israeli zu befördern. Heute muss das Oberlandesgericht Frankfurt entscheiden, ob dies zulässig war. Der aus Israel stammende und in Deutschland wohnende Fluggast hatte bei der Fluggesellschaft einen Flug von Frankfurt nach Bangkok mit Zwischenlandung in Kuwait gebucht. Als die Gesellschaft erfuhr, dass es sich um einen israelischen Staatsangehörigen handelt, stornierte sie den Flug mit dem Hinweis, dass die Zwischenlandung nach kuwaitischem Recht strafbar sei. In erster Instanz hatte die Airline damit Recht bekommen. Nun muss das Oberlandesgericht entscheiden, ob die Beförderung eines Passagiers aus religiösen Gründen abgelehnt werden kann.

Zoll trägt jetzt blau  

Kleiderwechsel: Zollbeamte sollen ein neues, moderneres Outfit bekommen. Das Hauptzollamt Frankfurt präsentiert die neuen blauen Uniformen heute am Frankfurter Flughafen. Bislang trugen die Beamten eine blaugrüne Uniform.

Dienstag beginnt meist sonnig 

Der Tag startet zunächst mit viel Sonne, später ziehen auch Wolken auf. Die Temperaturen steigen bis auf 17 Grad.  

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