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Das bringt der Tag in Hessen Rechte Milieus bei der Frankfurter Polizei?

Ermittlungen gegen rechtsextreme Polizeibeamte ziehen weitere Kreise +++Brennender Lkw auf A45 +++ Frau vertreibt Räuber mit Süßigkeiten +++ Das bringt der Tag in Frankfurt und Hessen

Mutmaßliches rechtes Netzwerk bei Frankfurter Polizei
Das erste Polizeirevier auf der Frankfurter Zeil. Hier haben die fünf rechtsradikalen Polizisten gearbeitet. Foto: dpa

Seit gut einer Woche ist der Skandal um rechtsextreme Polizeibeamte beim 1. Revier der Frankfurter Polizei bekannt. Längst ist die Chatgruppe der fünf Beamten, in der sie sich gegenseitig unter anderem mit fremdenfeindlichen Texten und Bildern von Adolf Hitler versorgt haben, zum nationalen Thema geworden. Grünen-Bundespolitikerin Irene Mihalic forderte gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ den Einsatz unabhängiger Polizeibeauftragter im Bund und in den Ländern, an die sich Beamte mit anonymen Hinweisen wenden könnten, ohne berufliche Nachteile befürchten zu müssen.

Während die Staatsanwaltschaft wegen Volksverhetzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt, warnen andere Stimmen davor, die Polizei unter Generalverdacht zu stellen. „Unsere Polizei ist auf dem rechten Auge ebenso wenig blind wie auf dem linken“, sagte Mathias Middelberg, der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Rafael Behr vermutet dagegen rechte Milieus bei der Polizei. Der Professor für Polizeiwissenschaften an der Akademie der Polizei Hamburg sagte gegenüber der FR, es gebe „innerhalb der Polizei durchaus Milieus, die sich in solche Positionen versteigen und darin gefallen, extreme Ansichten zu teilen.“ Der Polizeidienst fördere „Autoritarismus, Rigorismus, Rechtsextremismus“, sagt Behr.

Dafür spricht, dass laut Informationen der FAZ in dieser Sache nicht nur Frankfurter Büros durchsucht worden sein sollen, sondern auch Räumlichkeiten der Polizei im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Diese Aktion soll in Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen das Frankfurter Netzwerk stehen.

Brennender Lkw sorgt für Vollsperrung auf A45 bei Wetzlar

Ein brennender Lastwagen hat am Dienstagmorgen die A 45 bei Wetzlar blockiert. Die Autobahn war in Fahrtrichtung Süden auf zunächst unbestimmte Zeit gesperrt, wie ein Polizeisprecher in Gießen sagte. Nach ersten Erkenntnissen war ein 36-jähriger Fahrer mit seinem Sattelzug im Baustellenbereich kurz vor der Anschlussstelle Wetzlar-Ost auf einen Fahrbahnteiler gefahren. Dabei wurde ein Reifen beschädigt und der Lkw kippte um. Im Bereich der Fahrerkabine brach ein Feuer aus. Der 36-Jährige konnte sich unverletzt in Sicherheit bringen. 

Im Landkreis Darmstadt-Dieburg und auch im Odenwald soll es am frühen Morgen vereinzelt zu Blitzeis gekommen sein. Die Polizei rät alle Autofahrer zur Vorsicht. Weitere Informationen rund um den Verkehr im Rhein-Main-Gebiet finden Sie in unserem Verkehrsticker.

Doppelter Raub für 100 Euro in Wiesbaden

In Wiesbaden haben nach derzeitigem Erkenntnisstand drei maskierte Täter gleich zweimal zugeschlagen. Zunächst überfiel die Bande einen Kiosk, flüchtete aber ohne Beute. Kurz darauf versuchte es die Bande bei einer Tankstelle in der Innenstadt. Dort erbeuteten sie rund 100 Euro und ein paar Zigaretten. Am Dienstagmorgen waren das Trio immer noch auf der Flucht.

Auch im hessischen Viernheim hat ein bewaffneter Räuber versucht, eine Tankstelle zu überfallen. Mit einem Schal maskiert bedrohte der Mann die Verkäuferin. Doch statt Geld auszuhändigen gab die Frau ihm Saures in Form von Süßem: Sie schnappte sich eine Dose gefüllt mit Süßigkeiten und warf sie nach dem Angreifer. Der ergriff ohne Beute die Flucht. Die 59-jährige Angestellte blieb unverletzt.

Erfolgreicher als der Viernheimer Räuber war dagegen ein maskierter und bewaffneter Täter bei einem Überfall auf ein Schnellrestaurant im Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim. Der Mann hatte die beiden Angestellten des Fast Food Restaurants mit einer Schusswaffe zum Öffnen der Kasse gezwungen und war mit dem erbeuteten Geld geflohen.

G20-Prozesse in Hamburg - Vier Hessen vor Gericht

In Hamburg beginnen heute gegen 9:30 Uhr die Prozesse gegen vier junge Männer aus Hessen. Ihnen wird vorgeworfen, sich an den Randalen rund um den Gipfel in der Hansestadt im Juli 2017 beteiligt zu haben. Neben den vier Hessen steht auch ein Franzose vor Gericht.

Vor kurzem war das Verfahren gegen hessische Polizeibeamte wegen des Einsatzes von Pfefferspray eingestellt worden, weil ihr Handlens als rechtmäßig eingestuft wurde.

Immer mehr Verfahren wegen Internetkriminalität

Die digitale Verbrecherjagd wird immer umfangreicher. Bei der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität(ZIT) seien in diesem Jahr bislang 3929 neue Ermittlungsverfahren eingegangen, teilte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt mit. Bis Ende Dezember rechnete die Behörde mit über 4000 Verfahren - deutlich mehr als im Vorjahr mit 2762 sowie 2016 mit 1798.

Die Mehrzahl der Fälle betreffe den Bereich der Kinderpornografie. Die gestiegene Zahl erkläre sich laut eines Sprechgers der ZIT durch steigende Kooperation mit ausländischen Behören, wie zum Beispiel Informationsaustausch.

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