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Das bringt der Tag Eintracht Frankfurt tourt mit 5000 Fans

2. Update+++ Innenminister Beuth fordert härtere Strafen für Pyrotechnik +++ Frankfurt will Steuer auf Zweitwohnungen beschließen +++ Nach der Hessen-Wahl wird weiter sondiert +++ Das bringt der Tag in Hessen.

Eintracht Frankfurt - Apollon Limassol
Noch erlaubt oder schon verboten? Beim Hinspiel gegen Limassol in Frankfurt zündelten Eintracht-Fans mit Wunderkerzen. Foto: dpa

Guten Morgen aus Frankfurt!

Schon frühmorgens, wenn alle normalerweise noch schlaftrunken an ihrem Schreibtisch sitzen, herrscht große Euphorie in unserer Redaktion. Die Frankfurter Eintracht kann heute nämlich das „Ticket“ für die K.O-Runde der Europa League „lösen“, wie man so schön sagt. Gegen Limassol könnten Adis Jungs zudem die Erfolgsserie von sieben Pflichtspielen ohne Niederlage ausbauen. Ein Sieg reicht, um definitiv in die nächste Runde einzuziehen. Hier finden Sie Thomas Kilchensteins Vorbericht.

Gespielt wird nicht in Zyperns zweitgrößter Stadt Limassol, das Stadion entspricht nicht den Anforderungen der Uefa. Stattdessen geht es in die Hauptstadt Nikosia, wo die Eintracht schon bei der letzten Europa-League-Teilnahme vor fünf Jahren beim 3:0 gegen Apoel gut aussah. Sage und vor allem schreibe 5000 (!!!) – in Zahlen: 5000, in Worten: fünftausend – Eintracht-Anhänger reisen dieses Mal nach Nikosia, um den Bundesligisten zu unterstützen. Der Andrang dürfte umso größer sein, weil das Auftaktspiel in Marseille vor leeren Tribünen stattfinden musste. Wohlgemerkt: Die Frankfurter Fans traf keine Schuld, aber Marseille-Anhänger sind unter anderem durch das Werfen von Gegenständen und Pyrotechnik-Zündeleien aufgefallen.

Peter Beuth fordert härtere Strafen für Pyrotechnik

Auch bei der Bundesliga-Partie zwischen der Hertha und dem BVB kam es jüngst zu Fan-Krawallen, Stadionbesucher und Einsatzkräfte wurden durch das Abbrennen von Bengalos verletzt. Hessens Sport- und Innenminister Peter Beuth (CDU) reagiert mit der Forderung nach einer deutlichen Strafverschärfung beim Einsatz von Pyrotechnik. „Wenn die Vereine bis heute nicht in der Lage sind, ihre Stadien frei von Pyrotechnik zu halten, muss eben der Staat Konsequenzen ziehen und Bengalos künftig nach dem Sprengstoffgesetz behandeln und sie so weiter ächten“, betont Beuth anlässlich der Sportministerkonferenz im saarländischen St. Wendel. Oder etwas schmissiger: „Wer im Stadion zündelt, geht in den Knast.“

Prozesse in Frankfurt und Wiesbaden

Um noch schwerwiegendere Zündel-Vorwürfe geht es heute vor Gericht: Im Prozess gegen einen mutmaßlichen Bombenleger soll das Opfer als Zeuge aussagen. Der 46-Jährige hatte im April 2018 in Wiesbaden einen Sprengsatz auf seiner Motorhaube entdeckt. Die Bombe explodierte, als er sie entfernen wollte, Plastiksplitter und Stahlkugeln sollen bis zu 60 Meter weit geflogen sein. Der Mann wurde leicht an der Hand und im Gesicht verletzt.

Dem 57 Jahre alte Angeklagten wird versuchter Mord, gefährliche Körperverletzung und das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion vorgeworfen. Und das Motiv? Alles aus Liebe, würden die Toten Hosen sagen. Laut Anklageschrift ist er der Ex-Geliebte der Ehefrau des Opfers und soll nach der Zurückweisung aus Rache gehandelt haben. Über seinen Verteidiger kündigte der Angeklagte an, zunächst nicht aussagen zu wollen.

Unterdessen stehen in Frankfurt zwei mutmaßliche Trickbetrüger vor Gericht. Sie sollen bei alten Menschen angerufen und als „Zivilbeamte“ vor marodierenden Einbrechern und Betrügern gewarnt haben, wodurch sie eine 80 Jahre alte Frau um Schmuck und Bargeld im Wert von 40.000 Euro erleichterten.

Frankfurt will Steuer auf Zweitwohnungen

Teuer könnte es nicht nur für die Opfer von Trickbetrügern, sondern auch für Besitzer von Zweitwohnungen in Frankfurt werden. In der Stadtverordnetenversammlung wird heute voraussichtlich eine Steuer beschlossen, die etwa 31.000 Menschen in Frankfurt betrifft. Die Steuer soll vom 1. Januar 2019 an gelten und zehn Prozent der Nettokaltmiete betragen. Mehr dazu im Artikel von Christoph Manus.

Nach der Hessen-Wahl wird weiter sondiert

Zum Abschluss ein Blick nach Wiesbaden, wo die SPD und die Grünen nach der hessischen Landtagswahl ihre Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit in einer neuen Regierung fortsetzen. Aber welche Regierung könnte das sein? Rechnerisch möglich wäre etwa ein Ampel-Bündnis mit der FDP, aber die will keinen Grünen-Politiker zum Ministerpräsidenten wählen. Die Grünen wiederum können sich keine Beteiligung unter einem SPD-Ministerpräsidenten vorstellen.

Der hessische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel hat die Hoffnung trotzdem noch nicht aufgegeben – auch weil es wohl die einzige Machtoption der Sozialdemokraten ist, denn auf eine große Koalition hat niemand so recht Lust. Am wahrscheinlichsten bleibt eine Neuauflage der schwarz-grünen Koalition.

Ohnehin muss sich erst zeigen, wie die Kräfteverhältnisse in Hessen nun wirklich aussehen, nachdem Frankfurt in 81 der 373 Wahlbezirke das Ergebnis korrigieren muss. Gut möglich, dass die SPD die Grünen überholt und zweitstärkste Kraft in Hessen wird.

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