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Das bringt der Tag Angeklagt wegen erpresserischen Menschenraubs

Prozess um Erpressung beginnt am Landgericht Frankfurt +++ Kunst auf Bettlaken +++ Weniger multiresistente Keime in Hessen: Alles was heute im Land wichtig wird.

Frankfurt
Schild am Frankfurter Gerichtszentrum: Acht Männer sind wegen erpresserischen Menschenraubs angeklagt. Foto: peter-juelich.com

Guten Morgen aus Frankfurt!

Wegen erpresserischen Menschenraubs stehen ab dem heutigen Montag acht Angeklagte vor dem Frankfurter Landgericht. Den Männern im Alter zwischen 33 und 51 Jahren wird vorgeworfen, einen Iraner im April 2016 in einem Frankfurter Parkhaus überfallen, geschlagen und in ein Auto gezerrt zu haben, wie die Staatsanwaltschaft berichtete.

Dabei sollen sie „Interpol“ und „Police“ gerufen haben, um einen Polizeieinsatz vorzutäuschen. Die Täter drohten dem 28-Jährigen laut Anklage mit der Auslieferung in den Iran, wo angeblich 1,2 Millionen Euro Kopfgeld auf ihn ausgesetzt seien. Der Mann soll sich bereit erklärt haben, die Hälfte dieses Betrages, also 600.000 Euro, zu bezahlen, wenn er nicht ausgeliefert werde. 

Die Angeklagten brachten ihr Opfer der Anklage zufolge dann über Nacht in eine Wohnung. Sie schlugen und traten den 28-Jährigen laut Staatsanwaltschaft und stahlen seine teure Armbanduhr. Am nächsten Tag sollen sie ihr Opfer zum Flughafen gefahren haben, um einen Teil der 600.000 Euro in Empfang zu nehmen. Die Geldübergabe scheiterte jedoch und die Männer wurden festgenommen. Fünf von ihnen sitzen seither in Untersuchungshaft.

Multiresistente Keime auf dem Rückzug

Die Zahl der gemeldeten Infektionen mit multiresistenten Keimen ist in Hessen im Jahr 2016 erneut rückläufig gewesen. Nach Angaben der hessischen Landesregierung wurden den Behörden im vergangenen Jahr 159 Fälle bekannt, acht weniger als ein Jahr zuvor. Im Jahr 2012 waren noch 298 Patienten gemeldet worden, die sich mit dem Bakterium MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) infiziert hatten.

Kunst bei „World Wide Blanket“

Das Upcycling ausgedienter Bettlaken steht derzeit bei einer Kunstaktion in Kassel im Mittelpunkt.  „World Wide Blanket“ gibt Besuchern noch bis zum 23. Juli Anregungen zum umweltgerechten und nachhaltigen Leben. Mit Näh- und Basteltipps zeigen die Veranstalter um Jula-Kim Sieber und Brigit Becker, wie Alt-Textilien zu Hängematten, Puppen oder Schlafanzügen werden. Ein täglich wechselndes Bühnenprogramm ist Teil der Aktion, Infos gibt es auf http://www.worldwideblanket.org/info.

Die Aktion „World Wide Blanket“ hatte vor rund zwei Jahren in Berlin Kunstwerke auf Bettlaken zusammengenäht und die mehr als 300 Meter Stoff in der Nähe des Brandenburger Tores gezeigt.

Lotsen für Demenzerkrankte

Bei einem Projekt in Limburg werden sogenannte Demenzlotsen ausgebildet. Mitarbeiter aus dem Einzelhandel sowie von Banken, Behörden und Apotheken werden dabei speziell geschult, um Erkrankte und deren Angehörige im Alltag unterstützen zu können. Heute besucht Hessens Demografie-Beauftragter und Staatskanzleichef Axel Wintermeyer (CDU) das Projekt des Malteser Hilfsdienstes. Die Initiative ist neben fünf weiteren Projekten für den hessischen Demografiepreis 2017 nominiert worden. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 20.000 Euro dotiert und wird seit dem Jahr 2010 von der Landesregierung verliehen. (mit Material von dpa)

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