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Darmstadt Landesbehörde bleibt am Luisenplatz

Das Kollegiengebäude und das Wilhelminenhaus des Regierungspräsidiums Darmstadt müssen saniert werden. 700 Mitarbeiter müssen vorübergehend in ein Bürogebäude im Westen der Stadt umziehen.

Die beiden Standorte am Luisenplatz: Das Kollegiengebäude und das Wilhelminenhaus (links).

Die „Überlegungen zum Verkauf des Kollegiengebäudes und zur Errichtung eines neuen Bürogebäudes an anderer Stelle im Stadtgebiet sind Vergangenheit – das Darmstädter Regierungspräsidium (RP) wird auch in Zukunft am Luisenplatz seinen Sitz haben“. Mit diesen Worten hat Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid (Grüne) endgültig einen Schlussstrich unter die Debatte zur möglichen Verlagerung der Behörde gezogen.

Vor einigen Jahren gab es tatsächlich Überlegungen, die Darmstädter Stadtverwaltung, die sich auch in einem Gebäude auf der anderen Seite des Luisenplatzes befindet, im repräsentativeren Kollegiengebäude unterzubringen. Doch diese Pläne sind inzwischen zu den Akten gelegt worden.

Die Behörde hat nun mitgeteilt, dass das vom RP schon seit mehreren Jahrzehnten genutzte, historische Kollegiengebäude im Besitz des Landes bleibt. Für das benachbarte „Wilhelminenhaus“, in dem sich auch eine Filiale der Deutschen Post befindet, hat das Land zudem den Mietvertrag bis zum Jahr 2040 verlängert. Beide Häuser müssen jedoch saniert werden.

Daher werden rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Behörde im kommenden Herbst vorübergehend an einen anderen Standort im Westen von Darmstadt umziehen. In einem Bürogebäude an der Hilpertstraße hat die Behörde nach Angaben des Maklerunternehmens Pro Immobilis eine Nutzfläche von 21 000 Quadratmetern gemietet. In dem Ende der 1980er Jahre errichteten Gebäudekomplex befindet sich auch das im Dezember eröffnete Technologie- und Gründerzentrum „Hub 31“. Sowohl das Wilhelminenhaus als auch der neue Interimsstandort waren einst Sitz des Posttechnischen Zentralamtes.

Große Photovoltaikanlage geplant

Die Sanierung des Wilhelminenhauses soll im Herbst 2018 beginnen und 18 Monate dauern. Das Gebäude wird modernisiert und energetisch verbessert. Es erhält unter anderem eine große Photovoltaikanlage. Das historische Kollegiengebäude und die dazugehörigen Gebäudeteile werden nach Angaben der Behörde in den nächsten Jahren ebenfalls umfassend saniert. Derzeit werden die Fenster erneuert. Anschließend sollen Fassaden und Dächer renoviert werden. Die 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können während dieser Zeit in dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude bleiben. Der Hauptsitz der Landesbehörde wird somit auch während der Sanierungszeit am Luisenplatz angesiedelt sein.

Im Kollegiengebäude, für das 1777 Landgraf Ludwig IX. den Grundstein legte, haben auch Regierungspräsidentin Lindscheid und Regierungsvizepräsident Alexander Böhmer ihre Büros. Außerdem sind dort beispielsweise die Kommunalaufsicht, der Kampfmittelräumdienst, die Stiftungsaufsicht sowie die Gesundheitsdezernate untergebracht. 1944 war das Gebäude ausgebombt worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude jedoch wieder aufgebaut und vor 65 Jahren, am 23. Februar 1953, mit einem Staatsakt feierlich von Ministerpräsident Georg August Zinn (SPD) wieder eingeweiht .

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