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Darmstadt Bauverein vervierfacht Investitionsvolumen

Das städtische Immobilienunternehmen will bis 2022 durch Neubauten und Aufstockungen knapp 1200 neue Wohnungen schaffen.

Bauverein
Am Spessartring hat der Bauverein im vergangenen Jahr sieben Gebäude modernisiert. Foto: Ralf Heidenreich (Extern)

Bei der Bauverein AG, dem Immobilienunternehmen der Stadt Darmstadt, ist nach den Worten von Sybille Wegerich und Armin Niedenthal „ein neues Zeitalter angebrochen“. Nachdem sich etliche Mieter in den vergangenen Jahren „schlecht bedient“ gefühlt hätten, sei die Servicequalität im vorigen Jahr deutlich gesteigert worden. In einem im Jahr 2017 eingerichteten Service- Center könnten nun die Anliegen schneller und umfassender bearbeitet werden, was zu einer höheren Kundenzufriedenheit geführt habe, sagten Wegerich und Niedenthal am Freitag bei der Vorstellung des Jahresberichts für das Geschäftsjahr 2017.

Das Jahr schloss die Bauverein AG mit einem Jahresüberschuss von 15,6 Millionen Euro ab. Im Vorjahr waren es noch 19 Millionen Euro gewesen. Der Überschuss liegt laut Wegerich „über dem prognostizierten Ergebnis“. Der Gewinnrückgang gegenüber 2016 erkläre sich durch Sondereffekte wie den Verkauf von Unternehmensbeteiligungen.

Auch sei das vorige Jahr von einer umfangreichen Bau- und Investitionstätigkeit geprägt gewesen. Zudem seien Erträge aus der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen zurückgegangen. Angesichts der umfangreichen Aufgaben, zu denen auch die Schaffung eines hohen Anteils an geförderten Wohnungen zähle, sei der 2017 erzielte Überschuss „ein überaus solides Jahresergebnis“, so Wegerich.

Wie schon im Vorjahr schüttet der Bauverein wieder zwölf Millionen Euro aus dem Bilanzgewinn an seine Eigentümer aus. 1,1 Millionen Euro werden als Rücklagen für den sozialen Wohnungsbau und 2,5 Millionen in andere Gewinnrücklagen eingestellt. Das Portfolio des Bauverein-Konzerns umfasste Ende 2017 rund 16 000 Wohnungen, davon waren 41 Prozent gefördert. In Darmstadt verfügt der Konzern über 12 550 Wohnungen, davon mehr als 5000 geförderte.

Im vorigen Jahr wurden vom Bauverein sieben Neubauvorhaben begonnen, drei davon in der Lincoln-Siedlung. Mit einem vierten Bauprojekt wurde dort dieser Tage begonnen. So entstehen an der Franklinstraße drei kubische Gebäude mit 146 öffentlich geförderten Wohnungen. Der Entwurf stammt vom Wiesbadener Architekturbüro Bitsch + Bienstein.

Voraussichtlich bis 2021 wird die Großsanierung der rund 50 Häuser entlang des Rhön- und des Spessartrings dauern. Im vorigen Jahr wurden sieben Gebäude am Spessartring modernisiert. Nach Protesten von Mietern wurde Ende 2017 ein monatlicher Dialog mit den Mieter vereinbart.

Nachdem der Bauverein im vorigen Jahr 42 Millionen Euro für Investitionen und Instandhaltungsarbeiten ausgegeben hat, wird sich die Investitionssumme bis 2019 auf rund 171,5 Millionen Euro vervierfachen. Bis 2022 sollen laut Niedenthal durch Neubauten und Aufstockungen knapp 1200 Wohnungen entstehen.

Derzeit führt der Bauverein-Vorstand Gespräche über den Ankauf der Cambrai-Fritsch-Kaserne. Bis Jahresende sollen ein Eckpunktepapier und ein städtebaulicher Vertrag vorliegen, um das 35 Hektar große Areal vom Bund zu kaufen und dort rund 1500 weitere Wohnungen samt Infrastruktur zu schaffen.

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