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Darmstadt Alternative Antriebe gefragt

Tausende Besucher sind bei der Mobilitätsausstellung in der Innenstadt unterwegs. E-Mobilität ist ein Schwerpunkt.

Darmstadt mobil
Historische Straßenbahnen verkehrten am Wochenende. Foto: Monika Müller

Für verwunderte Blicke bei Passanten sorgen die beiden beigefarbenen Straßenbahnen am Samstag und Sonntag: Anlässlich der vierten Auflage der Mobilitätsausstellung „Darmstadt mobil“ und des Tags der Elektromobilität am Sonntag hat die Heag-Mobilo zwei historische Straßenbahnwagen aus dem Depot geholt und lässt sie durch die Innenstadt fahren.

Die beiden Wagen aus den Jahren 1926 und 1927 sind die ältesten noch betriebsfähigen Straßenbahnen der Stadt. So mancher Fahrgast nutzt die Chance, ein Selfie von sich vor oder in den Wagen zu machen. „Seit 1897 wird in Darmstadt elektrisch gefahren“, sagt Anke Jansen vom City-Marketing, „das passt doch gut zum Tag der Elektromobilität.“

Rund um den Marktplatz, die Wilhelminenstraße und den Ernst-Ludwig-Platz dreht sich alles um die Fortbewegung, ob mit dem Fahrrad, per Segway oder Auto. Dabei sind gerade alternative Antriebsarten gefragt, das ausrichtende City-Marketing fördert die Ausstellung von Hybrid- oder Brennstoffzellen-Fahrzeugen. „Seit dem Abgasskandal ist die Nachfrage nach Hybridantrieben deutlich gestiegen“, sagt André Schmidt von Lexus Frankfurt.

Auch am Wochenende nutzen viele Besucher die Möglichkeit, sich mit einem Hybridauto vertraut zu machen. „Eine gewisse Hemmschwelle ist noch da“, sagt Schmidt. Am häufigsten habe er die Frage zu beantworten, wo denn der Stecker an den Autos sei. „Den gibt’s nicht“, sagt er und lacht. Nebenan berät Hubert Breunig vom Autohaus Nix die Besucher. „Es ist erstaunlich, wie wenig die Hybridfahrzeuge in Deutschland im Vergleich zum restlichen Europa bekannt sind“, sagt er.

Der Abgasskandal war für ihn Gelegenheit, seine Arbeit zu überdenken. „Ich arbeite seit 38 Jahren in der Autobranche – vergangenes Jahr überlegte ich mir, wie ich guten Gewissens noch in der Branche arbeiten kann“, sagt er. Bewusst habe er sich nun für Hersteller von alternativen Antrieben entschieden, ein Paar, das Breunig zuhört, nickt. „Aufs Auto können wir beruflich nicht verzichten, aber wir wollen umweltbewusst fahren“, sagt er.

Ums Fahrrad dreht sich am Sonntag alles auf dem Marktplatz: Es gibt Radshows, dazu werden Stadtführungen per Rad angeboten. Wer nicht auf vier Räder verzichten kann, findet bei der Oldtimer-Ausstellung so manches „Schätzchen“.

„Die Mobilitätsausstellung ist inzwischen fest etabliert“, sagt Jansen. Seit 2014 wird sie vom City-Marketing anstelle des Ostermarkts ausgerichtet, rund 35 000 Besucher finden stets den Weg in die Innenstadt. „Gerne hätten wir noch den Friedensplatz bespielt, aber es war unklar, ob dort die Bauarbeiten nicht früher beginnen“, sagt sie. Im kommenden Jahr soll sich die Ausstellung aber auch über den neu gestalteten Friedensplatz erstrecken.

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