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DAK-Gesundheitsreport Hotline für Schlaflose

Die Krankenkasse hat entdeckt, dass immer mehr Hessen nachts nicht zur Ruhe kommen. Außerdem legt sie neue Zahlen zum Krankenstand vor.

Schlafender
Es muss nicht immer Federkern sein. Manchmal reicht auch eine steinerne Treppe als Schlafunterlage. Foto: rtr

Jeder zehnte Arbeitnehmer in Hessen leidet unter schweren Schlafstörungen. Sie sorgen dafür, dass viele Betroffene tagsüber müde und erschöpft sind. Im jüngsten Gesundheitsreport der DAK, der am Mittwoch vorgestellt wurde, ist von einer „starken Zunahme“ dieses Krankheitsbildes die Rede: „Hessen schläft schlecht“, bilanzierte Gregor Reitz, Chef der DAK Frankfurt. Allerdings werde nur selten ein Arzt aufgesucht, bedauerte Reitz. Hier gebe es viel Aufklärungsbedarf, denn es handele sich um eine „deutliche Einschränkung der Lebensqualität“.

Nicht nur für DAK-Mitglieder, sondern für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger wurde deshalb die „DAK Schlaf-Hotline“ eingerichtet. Sie ist rund um die Uhr erreichbar und hat 22 Sprachen im Angebot.

In dem Report wird auch auf die Ursachen der Schlafstörungen eingegangen. Dabei ist vor allem von den Arbeitsbedingungen die Rede. „Wer zum Beispiel häufig an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit arbeitet, steigert das Risiko, die schwere Schlafstörung Insomnie zu entwickeln.“ Als weitere Risikofaktoren werden Termindruck, Überstunden, Nachtschichten und „ständige Erreichbarkeit“ genannt.

Ganz wichtig ist offenbar auch, was Erwerbstätige vor dem Zubettgehen machen: 80 Prozent verbringen die Zeit vor dem Fernseher, sehen Filme und Serien. Fast ebenso viele beschäftigen sich mit dem Smartphone oder dem Laptop.

Das „blaue Licht“ dieser Displays sei aber gar nicht gut für die Nachtruhe, sagte der Direktor des Chronomedizinischen Instituts der Goethe-Uni, Horst-Werner Korf. Nicht nur für die Erholung des Körpers, auch für das Gedächtnis und die Gefühlswelt sei ausreichender Schlaf von großer Bedeutung. Das Schlafbedürfnis sei allerdings höchst unterschiedlich. Manche Menschen seien schon nach fünf Stunden ausgeschlafen.

Der Gesundheitsreport gibt auch Aufschluss über den Krankenstand in Hessen. Danach liegt der Landesdurchschnitt bei 4,1 Prozent. Das bedeutet, dass an jedem Tag des Jahres 41 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer krankgeschrieben waren. Der niedrigste Krankenstand mit 3,3 Prozent wurde in den Landkreisen Hochtaunus und Main-Taunus registriert, gefolgt von Frankfurt mit 3,4 Prozent. Im Landkreis Gießen wurde mit 5,0 Prozent der höchste Krankenstand gemessen. Wie schon in den Vorjahren waren Rückenschmerzen und andere Muskel-Skelett-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen wie Bronchitis sowie psychische Erkrankungen die häufigsten Gründe für die Krankschreibung.

DAK Schlaf-Hotline: 040/325 325 805

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