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Congress-Park Hanau Spielen, schauen, staunen

Bei der Innovative 2010 in Hanau treffen sich Universitäten, Forscher und Erfinder - zu sehen sind unter anderem fußballspielende Roboter und ein Rennwagen aus Carbon, der mit Biosprit läuft.

Ein Besucher testet ein Schwungrad zur Drehimpulserhaltung am Stand der Uni Aschaffenburg. Foto: Rolf Oeser

Der Geldautomat aus Legosteinen regt den Spieltrieb an: Das Förderband, das die schwarze Plastikkarte einzieht, rattert leise. Ein Wagen aus grauen und schwarzen Steinen bewegt sich langsam und stößt Geldstücke an, die über eine Rampe nach außen rutschen. Konstruiert und programmiert haben ihn Schüler der Arbeitsgruppe Roboterbau des Hermann-Staudinger-Gymnasiums Erlenbach, die sich zum ersten Mal bei der Innovative 2010 im Congress-Park Hanau präsentieren. „Wir suchen nette Menschen, die uns als Sponsoren unterstützen“, sagt der 15-jährige Maximilian Kroth.

Spielen, schauen, staunen: Am Stand der Hochschule Aschaffenburg kann die Kraft des Gehirns einen Ball in Bewegung setzen. Um die Versuchspersonen, die mit ihren Gedanken auch Befehle eines Computerspiels auslösen, drängen sich die Zuschauer, fasziniert von den Anwendungsmöglichkeiten der Bioelektronik.

Lustig geht es an der Arena der Bembelbots zu, einem Gemeinschaftsprojekt verschiedener Professuren des Instituts für Informatik der Goethe-Universität in Frankfurt. Die Mitglieder erfinden Software, mit der Roboter möglichst gut Fußball spielen lernen und im Jahr 2050 den amtierenden menschlichen Fußball-Weltmeister besiegen wollen. Daneben geht es um Teamfähigkeit, Spaß und praktische Erfahrung, die beim Studium manchmal zu kurz kommen, sagt Markus Meissner, der das Projekt als wissenschaftlicher Mitarbeiter betreut. Zwischen Laptops, Projektionen und technischen Infos über innovative Projekte gibt es bei einem Rundgang durch die knapp 60 Stände auf zwei Etagen viel Anschauungsmaterial, das die Leistungsfähigkeit der Wissensregion FrankfurtRheinMain auch für Laien anschaulich darstellt.

Ein Rennwagen aus Carbon mit einem modernen Motor für Biosprit beispielsweise, den das Racing-Team der Technischen Universität Darmstadt konstruiert hat, Roboter, die „Vier gewinnt“ spielen, oder Puzzles aus bunten Kreisen und Rauten, an denen Erwachsene und Schüler die effizienten Lösungen von Packproblemen ausprobieren können. Praktischen Nutzen hat die Erfindung, mit der der13-jährige Tim Dedio bei „Jugend forscht“ gewonnen hat: Vorrichtungen, die die die Windgeräusche beim Radfahren mindern.

1000 Schüler angemeldet

Die Innovationsmesse soll zeigen, wie spannend Forschung und Entwicklung sein können. Die Veranstalter wollen nicht nur das Know-how der Region präsentieren, sondern besonders bei Schülern Interesse für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik wecken. Etwa 1000 Schüler haben sich in diesem Jahr angemeldet.

„Das ist ein Schaufenster der Region“, erklärte der Verbandsdirektor des Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main, Heiko Kasseckert. Die Messe solle nach außen sichtbar machen, was Unternehmen, Hochschulen und Forschungsinstitute mit ihren Netzwerken in der Region leisten, so Kasseckert.

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