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CDU in Hessen Virtueller Verband der CDU

Die CDU in Hessen macht ein neues Angebot für Weltbürger. Es handelt sich um einen virtuellen Verband, in dem auch Senioren willkommen sind, die nicht mehr mobil sind.

Im „Virtuellen Netzwerk“ (www.virnet.de) der Christdemokraten finden sich diejenigen zusammen, die keine Gelegenheit, keine Zeit oder keine Lust zur klassischen Parteiarbeit haben. Foto: dpa

Für Weltbürger wie Martin Heipertz gab es bisher wenig Möglichkeiten, sich in Parteien zu engagieren. Der 39-jährige Hesse ist zwar Mitglied der CDU, seit er 19 Jahre alt war. Doch die ständigen Umzüge ins In- und Ausland haben es dem Politologen unmöglich gemacht, an den Versammlungen seines CDU-Stadtbezirksverbands Frankfurt-Dornbusch teilzunehmen.

Seit wenigen Tagen gibt es einen neuen Verband der Hessen-CDU, der für Menschen wie Martin Heipertz geschaffen wurde. Im „Virtuellen Netzwerk“ (www.virnet.de) der Christdemokraten finden sich diejenigen zusammen, die keine Gelegenheit, keine Zeit oder keine Lust zur klassischen Parteiarbeit haben. Heipertz ist der Vorsitzende.

Auch bisher gab es Online-Plattformen in den Parteien. Das „Virtuelle Netzwerk“ der Hessen-CDU besitzt aber eine neue Qualität. Der Verband verfügt über die gleichen Rechte wie jeder normale Kreisverband. Er kann Anträge stellen und Kandidaten für Wahlen vorschlagen. Das gab es bisher in keiner Bundestags-Partei, sondern nur bei den Piraten.

Beim Landesparteitag der Christdemokraten am Wochenende in Darmstadt nahm erstmals ein Delegierter des „Virtuellen Netzwerks“ teil: Martin Heipertz. Derzeit verfügt die neue Gruppierung nach seinen Worten über rund 30 Mitglieder. Sein Ziel ist es, bis Ende des Jahres eine dreistellige Zahl zu erreichen.

Auch für Senioren

Der Hesse rechnet damit, dass Studierende und junge Berufstätige interessiert sein könnten, die wie er den Studien- und Arbeitsort wechseln. Auch für betagte Menschen könne der Internet-Verband die Chance zur Beteiligung bieten, wenn sie nicht mehr mobil genug seien, das Haus für Versammlungen zu verlassen.

Heipertz hat Politologie, Philosophie und Volkswirtschaft in Oxford und in Brügge studiert. Für die Europäische Zentralbank arbeitete er in Luxemburg und im Kosovo. Seit 2010 ist der gebürtige Frankfurter für Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) tätig. Er arbeitet in dessen Europaabteilung in Berlin.

Vor acht Jahren hatte Heipertz der Partei erstmals seine Idee vorgestellt. Jahrelang hat er mit den jeweiligen Generalsekretären der Hessen-CDU die rechtlichen und technischen Voraussetzungen geklärt, um den Internet-Verband zu ermöglichen.

Das „Virtuelle Netzwerk“ biete „die ganze Bandbreite der politischen Willensbildung“, kommentierte CDU-Generalsekretär Manfred Pentz.

Heipertz freute sich aber auch, seine Parteifreunde in Darmstadt leibhaftig zu treffen und beim „Parteiabend“ zu feiern. „Eine so geile Party gibt’s im Internet nicht“, stellte er fest.

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