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CDU Hessen Ministerin Schröder wird nicht CDU-Spitzenkandidatin

Die umstrittene Familienministerin Kristina Schröder wird für die CDU in Hessen nicht als Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl antreten. CDU-Landeschef Volker Bouffier will erneut Ex-Verteidigungsminister Franz Josef Jung dafür vorschlagen.

22.03.2013 10:55
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder tritt bei der Bundestagswahl für die CDU Hessen nicht als Nummer eins an. Foto: dpa

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder wird nach dpa-Informationen nicht Spitzenkandidatin der Hessen-CDU bei der Bundestagswahl. Nach Angaben aus der Partei will Landeschef Volker Bouffier erneut Ex-Verteidigungsminister Franz Josef Jung als Nummer Eins der Landesliste vorschlagen. Bouffier habe die Kandidatur zunächst Schröder angeboten. Der Spitzenplatz hätte ihr als Ministerin zugestanden, doch nach langen Gesprächen habe sie verzichtet.

Eine Rolle soll dabei gespielt haben, dass Schröder für eine Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften eintritt, die Homo-Ehe aber von der CDU in Hessen wie im Bund abgelehnt wird. Sie wolle sich im Wahlkampf nicht verbiegen, hieß es.
Ein Sprecher des hessischen Landesverbandes wollte die Angaben am Freitag in Wiesbaden nicht bestätigen: „Wir beteiligen uns nicht an Spekulationen.“ Die zuständigen Gremien würden dem Parteitag rechtzeitig einen Vorschlag machen. Die Hessen-CDU stellt ihre Bundestagswahlliste am 25. Mai in Alsfeld auf.

Die 35-jährige Schröder ist zwar als Bundesministerin formal das ranghöchste hessische CDU-Mitglied. Doch in dem von Bouffier und früher von Roland Koch beherrschten Landesverband gilt sie als Außenseiterin. Kanzlerin Angela Merkel machte die Wiesbadenerin 2009 an Koch vorbei zur Bundesministerin. Ihre Spitzenkandidatur ist in der hessischen Union seit Monaten umstritten. Dem Vernehmen nach hat sich der Landesvorstand mehrfach mit der Frage beschäftigt.

2009 hatte Jung als damaliger Bundesverteidigungsminister die CDU-Liste angeführt - wenig später musste er wegen des Bombardements bei der afghanischen Stadt Kundus als Minister zurücktreten. Mit dem 64-Jährigen an der Spitze würde die hessische CDU im Wahlkampf einen eher konservativen Kurs einschlagen. Schröder hat ihren Wiesbadener Wahlkreis 2009 direkt gewonnen und gilt auch diesmal als Favoritin. (dpa)

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