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Bundestagswahl 2017 Wahlkreis Main-Taunus: Riesenhubers Nachfolger gesucht

Die CDU will im traditionell konservativen Wahlkreis 181 zwischen Frankfurt und Wiesbaden wieder das Direktmandat holen.

Hofheim
Idylle im Vordertaunus: Die Fußgängerzone in der Kreisstadt Hofheim. Foto: Renate Hoyer

Wer Heinz Riesenhuber im deutschen Bundestag beerben möchte, muss in große Fußstapfen treten. 40 Jahre lang saß der Christdemokrat, dessen Markenzeichen die Fliege ist, als direkt gewählter Abgeordneter im Hauptstadt-Parlament, war zuletzt Alterspräsident und in den 1980er Jahren Bundesforschungsminister. Beim Urnengang 2013 holte Riesenhuber 52,5 Prozent der Erststimmen für die CDU im Wahlkreis 181 – das machte selbst die in den Taunus-Gemeinden an Erfolg gewöhnten Christdemokraten sprachlos.

Nun aber ist Schluss. Riesenhuber, mittlerweile 81 Jahre alt, tritt zur Bundestagswahl am 24. September nicht mehr an. Als direkt gewählter Abgeordneter nachfolgen soll ihm nach Wunsch der CDU-Führungsriegen aus dem Main-Taunus und dem Hochtaunus der Bad Sodener Bürgermeister Norbert Altenkamp. Dass er aus dem Stand heraus ähnlich gut abschneidet wie sein Vorgänger, erwartet wohl niemand von dem 45-jährigen Kommunalpolitiker. Das Direktmandat mit deutlichem Vorsprung zu gewinnen, ist aber das Ziel.

Ob Altenkamp das gelingt, wird sich in knapp zwei Wochen zeigen. Um die Gunst der konservativen Wählerschaft in den zwölf Main-Taunus- und den drei Hochtaunus-Kommunen buhlt nämlich dieses Mal auch die Alternative für Deutschland mit einem eigenen Direktkandidaten. Gemessen am Kommunalwahlergebnis 2016 hat die AfD in den Speckgürtel-Gemeinden zwischen Frankfurt und Wiesbaden eine durchaus üppige Anhängerschaft. Mit zehn Abgeordneten ist sie im Main-Taunus-Kreistag vertreten, acht AfD-ler sitzen im Kreisparlament des Hochtaunus-Kreises, sechs im Bad Sodener Stadtparlament.

Und dann ist da noch die FDP, die im Main-Taunus-Kreis mit CDU und Grünen zusammen die Regierungskoalition bildet, in Steinbach stärkste Fraktion ist und den Bürgermeister stellt und auch in einigen anderen Stadtparlamenten im Wahlkreis mitregiert. In den Nobelwohngebieten des Vordertaunus machen traditionell mehr Wähler als anderswo in Deutschland ihr Kreuzchen bei den Liberalen. Dass die FDP wie 2013 ins Bodenlose abstürzt und erst gar nicht in den Bundestag einzieht, ist nach allen aktuellen Prognosen nicht zu erwarten.

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