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Bundestagswahl 2017 Wahlkreis Frankfurt II: Nachfolger für Erika Steinbach gesucht

Im Norden dörflich, im Süden laut, im Osten teuer – der Wahlkreis 183 in Frankfurt stellt die Kandidaten vor große Herausforderungen.

Nordend
Im Nordend-Viertel mit seinen vielen Altbauwohnungen sind die steigenden Mieten ein besonderes Thema. Foto: Monika Müller

Eine Zäsur steht an im Wahlkreis 183. Erstmals seit 1998 tritt nicht Erika Steinbach als Direktkandidatin für die CDU an. Dreimal hintereinander hatte die Rechtsaußen der Frankfurter Christdemokraten das Mandat geholt, teils mit so deutlichem Vorsprung, dass Omid Nouripour (Grüne) schon vorschlug, SPD und Grüne sollten sich auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen, um eine Chance gegen Steinbach zu haben. Doch die 74-Jährige, die aus Ärger über die Flüchtlingspolitik Anfang des Jahres aus der CDU ausgetreten ist, spielt in diesem Wahlkampf keine Rolle. Fragt sich nur, wer im 183er von den neuen Verhältnissen profitiert.

Vielfältig ist er, der Wahlkreis. Wer hier Politik machen will, muss sich auf vielen Feldern auskennen. Die Probleme der Menschen in Frankfurts Norden, Osten und Süden sind ganz unterschiedlicher Natur.

Der Norden: Stadtteile wie Harheim, Nieder-Erlenbach, Kalbach oder Nieder-Eschbach sind ländlich geprägt, und von Jahr zu Jahr wird die Angst um Ackerflächen und andere Freiräume größer. Die Stadt hat erkannt, dass es fast nur noch im Norden wirklich große Flächen gibt, auf denen neue Stadtteile entstehen können. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) wiederholt mantraartig, die Pläne für eine Bebauung des Pfingstbergs zwischen Nieder-Eschbach und Nieder-Erlenbach seien noch nicht vom Tisch. Auch wenn die SPD dafür im Römer derzeit keine Mehrheit hat.

Dafür hat sich die Koalition auf ein anderes Baugebiet verständigt – ebenfalls auf Freiflächen im Norden. Zwischen Praunheim, Niederursel und Steinbach soll ein neuer Stadtteil gebaut werden. Widerstand regt sich nicht nur in den Taunusgemeinden, auch in den nördlichen Stadtteilen fürchtet man mehr Verkehr und eine zweite Nordweststadt, die als stadtplanerisch misslungen gilt.

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