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Wahlkreis Groß-Gerau Kandidat der Linken schafft es in den Bundestag

Aus dem Wahlkreis Groß-Gerau ziehen zwei Abgeordnete nach Berlin - neben dem CDU-Bürgermeister Stefan Sauer auch der Kandidat der Linken, Jörg Cezanne.

Die Linke
Jörg Cezanne von der Linken aus dem Wahlkreis Groß-Gerau hat es über die Landesliste in den Bundestag geschafft. Foto: dpa

Aus dem Wahlkreis Groß-Gerau kommen auch künftig wieder zwei Bundestagsabgeordnete. Neben dem direkt gewählten Groß-Gerauer Bürgermeister Stefan Sauer (CDU), für den bei der Bundestagswahl am Sonntag 35,1 Prozent der Erststimmen abgegeben wurden, schaffte es auch Jörg Cezanne, der Kandidat der Linken, über die Landesliste in den Bundestag. Cezanne bekam 6,7 Prozent der Erststimmen. 2009 und 2013 hatte Franz-Josef Jung (CDU) das Direktmandat gewonnen. Zudem ist der SPD-Politiker Gerold Reichenbach seit 2002 Bundestagsabgeordneter. Jung und Reichenbach waren am vergangenen Sonntag aber nicht wieder als Direktkandidaten angetreten.

Sauer bedankte sich am Montag bei seinen Wählern für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und postete sogleich auf Facebook ein Foto vom Reichstag mit einer im Wind wehenden schwarz-rot-goldenen Flagge.

SPD-Kandidat Jan Deboy, der im Wahlkampf mit einem eher linken Profil um Stimmen geworben hatte, erreichte mit einem Erststimmenanteil von rund 32,4 Prozent einen Achtungserfolg. „Leider hat das nicht ganz für den erhofften Erfolg gereicht“, teilte Deboy am Montag mit. Dennoch sei er stolz, als „Newcomer“ zwölf Prozentpunkte mehr als das Bundesergebnis der SPD und sieben Prozentpunkte mehr als das Kreisergebnis der SPD bekommen zu haben. In Biebesheim, seiner Heimatstadt Gernsheim sowie in Ginsheim-Gustavsburg, Raunheim und Stockstadt lag Deboy vor Sauer. Sein bestes Ergebnis erreichte er in Stockstadt, wo 39,6 Prozent der Wähler Deboy ihre Erststimme gaben.

Sauer fuhr sein Spitzenergebnis in Groß-Gerau ein, wo 46,3 Prozent der Wähler ihrem Rathauschef ihre Stimme gaben. Auch Nina Eisenhardt, die Kandidatin der Grünen, die 6,8 Prozent der Erststimmen erhielt, gratulierte dem künftigen CDU-Bundestagsabgeordneten zum Wahlsieg. Der Wahlkampf habe ihr vor allem mit der „super motivierten Grünen Jugend viel Spaß gemacht“. Eisenhardt lobte auch Deboy für seinen „engagierten Wahlkampf“. „Wir teilen unseren Einsatz für progressive und linke Politik. Davon brauchen wir mehr, gerade jetzt mit dem Einzug einer offen rechten Partei in den Bundestag“, schrieb die junge Grünen-Politikerin, für die Listenplatz 9 nicht zum Einzug in den Bundestag reichte.

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