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Bundestagswahl Wahlplakate wandern in den Müll

Nach der Bundestagswahl müssen die Parteien in Hessen ihre Wahlplakate entfernen. Die Parteien gehen dabei unterschiedliche Wege.

27.09.2017 08:47
Nach der Bundestagswahl
Nicht alle Wahlplakate landen im Müll. Manche Parteien in Hessen wollen sie recyceln. Foto: dpa

Für die Entsorgung ihrer zahlreichen Wahlplakate nach der Bundestagswahl gehen die Parteien in Hessen unterschiedliche Wege. Die einen Plakate landen klassisch im Altpapier, andere bei einer speziellen Entsorgungsfirma, wie eine Umfrage ergab.

Die Wahlkämpfer sammeln die Plakate derzeit landesweit ein, so etwa auch im SPD-Bezirk Hessen-Nord. Vor allem ehrenamtliche Helfer seien im Einsatz, die mindestens 10.000 Plakate in der Region abzuhängen, sagte Bezirksgeschäftsführer Wilfried Böttner. Die Plakate bestehen demnach aus Papier und Pappe und wandern ins Altpapier.

Eine generelle Linie der Parteien für die Entsorgung gibt es nicht. Zuständig sind die jeweiligen Kreisverbände. Die CDU in Maintal im Main-Kinzig-Kreis etwa will ihre Plakate recyceln.

„Realität ist bisher, dass die meisten verbrannt werden», teilte der Stadtverband vor kurzem mit. „Das ist weder umweltbewusst noch nachhaltig, denn in der Regel bestehen die Plakate aus einem hervorragend zu recycelnden Kunststoff.» Den Posterberg soll eine Firma abholen, die auf die Entsorgung und Wiederverwertung spezialisiert ist.

Nach Angaben eines Sprechers der CDU Hessen können die Kunststoff-Plakate schnell montiert werden, sie seien wetterfest und eben recyclingfähig. Nicht zwingend müssen die Plakate bei einer Entsorgungsfirma landen - viele kommen auch mit dem Gelben Sack zum Wertstoffhof.

Die FDP im Kreis Gießen hat Plakate sowohl aus Pappe und Papier als auch aus Kunststoff verwendet. Nach dem Einsammeln sollen sie zum Wertstoffhof gebracht werden.

Die Linken in Frankfurt haben für die Bundestagswahl 5000 Kunststoff-Plakate montiert. Nun landen sie nach Angaben eines Sprechers Stück für Stück in einem Container, ehe sie recycelt werden. Zuvor müssen die Wahlhelfer die Plakate allerdings noch von den Kabelbindern befreien. Die würden getrennt entsorgt.

Die Grünen setzen auf Pappe und Papier. Die Plakate landen im Altpapier, wie eine Sprecherin der Grünen-Kreisgeschäftsstelle in Wiesbaden berichtete. So viele seien hier allerdings nicht aufgehängt worden - ein großer Teil des Wahlkampfes habe sich in den Sozialen Medien abgespielt. (dpa)

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