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Brandstiftung Atzelbergturm schon zweimal abgebrannt

Auch der Atzelbergturm in Kelkheim wird mehrfach Opfer von Flammen. Der Turm soll wieder aufgebaut werden.

Atzelbergturm
Nach der jüngsten Brandstiftung am Kelkheimer Atzelbergturm untersuchen Einsatzkräfte der Feuerwehr die Holzkonstruktion. Foto: Renate Hoyer

Schon zweimal haben Brandstifter am Kelkheimer Atzelbergturm gewütet. Zuletzt brannte die 30 Meter hohe Holzkonstruktion auf der Taunushöhe im Stadtteil Eppenhain in der Nacht zum 3. Juli dieses Jahres. Zwei Stockwerke inklusive der Aussichtsplattform wurden damals zerstört, den Schaden bezifferte die Polizei mit 200 000 Euro. Schnell stand fest, dass das Feuer gelegt worden war – ob fahrlässig oder vorsätzlich, ließ sich im Nachhinein nicht mehr mit Sicherheit feststellen.

Bereits im August 2008 hatten Unbekannte auf mehreren Etagen der Holzkonstruktion Feuer gelegt. Die verkohlten Überreste des Turms, von dem aus man eine grandiose Rundumsicht zur Frankfurter Skyline und in den Taunus hat, und der schon Schauplatz eines Nele-Neuhaus-Krimis war, mussten danach komplett abgerissen werden. Für 330 000 Euro wurde der Atzelbergturm 2012 nach langen Verhandlungen mit der Versicherung wieder aufgebaut. Nun ist erneut die Versicherung am Zug. Durch das Feuer Anfang Juli wurde diesmal nicht die gesamte Holzkonstruktion, sondern nur ein Drittel davon zerstört. Die Gutachter hätten in der Angelegenheit das letzte Wort, sagte Kelkheims Bürgermeister Albrecht Kündiger (UKW) der FR. Der Aussichtsturm sei versichert. Für die Stadt hielten sich die Kosten für die Reparatur deshalb wohl in Grenzen.

Bis geklärt ist, wie es weitergeht, bleibt der Atzelbergturm für Besucher gesperrt. Nachtstreifen der Polizei hätten den im Wald gelegenen Holzturm im Blick, teilte Bürgermeister Kündiger mit.

Den ersten Atzelbergturm hat die Stadt Kelkheim 1980 errichten lassen, als Holzkonstruktion mit dreieckigem Grundriss. Von 1913 bis 1976 hatte an gleicher Stelle schon einmal ein Aussichtsturm gestanden. Der sogenannte Luisenturm bestand aus Stahlfachwerk und musste wegen Baufälligkeit abgerissen werden.

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