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Bad Vilbel Engpässe in Bad Vilbel

Die Sportstättenanalyse zeigt in Bad Vilbel Engpässe am Nachmittag. Ein Platzproblem gibt es zudem beim SC Dortelweil.

Die Stadt wird in den kommenden Jahren allein wegen des Baugebiets Quellenpark um mehrere Tausend Neubürger wachsen. Dort sollen nach Vorstellung der Stadt zudem Tausende Arbeitsplätze entstehen. Die künftigen Bewohner wie auch Arbeitnehmer sind potenzielle Nutzer der Sportvereine in der Stadt.

Die Stadt sieht jedoch derzeit keinen Handlungsbedarf, neue Hallen oder Spielflächen zu planen oder gar jetzt zu bauen. „Wegen des Quellenparks benötigen wir keine neuen Sportanlagen. Es gibt noch genug freie Kapazitäten in Bad Vilbel“, sagt Stadtpressesprecher Yannick Schwander auf Anfrage der FR. Die auf Stichproben basierende Sportstättenanalyse 2017 kommt hingegen zu dem Ergebnis, dass vor allem zu den typischen Vereinszeiten ab dem späten Nachmittag schon jetzt die Kapazitäten knapp werden.

Auch der SC Dortelweil soll Bedarf angemeldet haben, allerdings nicht für einen vierten Fußballplatz. „Unser Wunsch lautet, dass einer der drei Plätze einen Kunststoffrasen erhält“, sagt SC-Vorsitzender Martin Gunkel der FR. Um die Kosten in Höhe von voraussichtlich mehreren Hunderttausend Euro gering zu halten, will der Verein nur das kleine Spielfeld, das vor allem die Kinder- und Jugendmannschaft nutzen, mit dem neuen Belag ausstatten lassen. Laut Gunkel entsteht damit eine Kapazitätsverbesserung bei schlechtem Wetter, wenn auf dem Naturrasenfeld wegen Nässe nicht mehr gespielt werden kann. Der Verein sei mit seinem Wunsch noch nicht an die Stadt herangetreten, so Gunkel. Der SC wird hierzu Ortsvorsteher Herbert Anders (CDU) schriftlich beauftragen.

Über Mitglieder kann sich der SC Dortelweil nicht beklagen. Lediglich bei den älteren Jugendliche sehe es im Fußball dünn aus, möglicherweise wegen altersbedingtem Interessenwechsel, so Gunkel. Von den 500 aktiven Mitgliedern sind allein 350 Fußballer. „Vor zwei Jahren haben wir eine Damenmannschaft eröffnet, nach den Sommerferien kommt eine zweite hinzu“, sagt Gunkel.

Er rechnet mittelfristig mit mehr Mitgliedern. Bad Vilbel werde nicht nur mit dem Quellenpark an Einwohnern zunehmen. „Die Stadt wird für Menschen, die in Frankfurt arbeiten, immer attraktiver. Da müssen die Vereine vorbereitet sein und die Stadt mit Weitsicht planen“, sagt er. Der SC Dortelweil könne sich jedoch auf seinem Gelände am Nidda-Bogen gegenüber dem alten Ortsteil kaum vergrößern, so Gunkel. Außerdem sei der Bau neuer Sportgelände teuer. Er setzt auf das Vorhaben der Stadt, die bestehenden Kapazitäten besser zu verteilen. „Bad Vilbel ist nicht so groß, dass der Weg zu einem anderen Trainingsort zu lang ist.“

Zwischen Grünen und CDU kam es in Sachen Sportstätten dieser Tage zum Krach. Die Grünen nahmen im Bauausschuss ihren Antrag für mehr und erweiterte Spielfelder zurück, weil CDU und andere Fraktionen mutmaßlich keinen Bedarf sahen. Nach einem Bericht in einer Lokalzeitung über den Kunstrasen-Wunsch des SC Dortelweil zeigen sich die Grünen nun über die Aussage der CDU „sehr verärgert“.

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