Lade Inhalte...

Bad Nauheim Neue Therme soll vor Juli 2020 eröffnen

Das Parlament beschließt den Bau eines neuen Thermalbads. Es wird an das Badehaus 2 angebunden. Die Zukunft des Theaters ist noch offen.

Das Stadtparlament von Bad Nauheim hat den Neubau einer Therme beschlossen, die an das Badehaus 2 des Sprudelhofs angebunden werden soll. Dafür stimmten am Donnerstag 32 Stadtverordnete. Zehn stimmten mit Nein, es gab eine Enthaltung. Neben der Koalition von CDU und Freien Wählern, die den Antrag eingebracht hatten, stimmte auch die SPD-Fraktion bis auf eine Enthaltung für die Anbindung an das Badehaus.

Die soll laut dem Beschluss aber erst erfolgen, wenn das neue Thermalbad den Betrieb aufgenommen hat; angestrebt wird, die zunächst „autarke Therme“ bis zum dritten Quartal 2020 zu eröffnen. Im Badehaus 2, in dem zurzeit das Theater Alte Feuerwache (TAF) und die städtische Spielstätte untergebracht sind, sollen der gesamte Wellnessbereich, zusätzliche Ruheräume und ein Therapieangebot entstehen. Laut dem Antrag soll der autarke Neubau nicht mehr als 18 Millionen Euro kosten.

Diese Obergrenze hatte das Stadtparlament vor rund einem Jahr für eine künftige Therme festgelegt. Der Magistrat hatte sie mit seiner Variante, einem Neubau ohne Anbindung, nicht einhalten können. Auf der Basis einer Prognose der Deutschen Sportstättenbetriebs- und Planungsgesellschaft (DSBG) hatte er eine Investitionssumme von 23,6 Millionen Euro genannt. Welchen Betrag für die Anbindung die Koalition zusätzlich zu den 18 Millionen Euro für verkraftbar hält, geht aus dem Antrag nicht hervor.

Viele Bürger verfolgten die hitzige Sitzung. Sie erlebten, wie sich die CDU einmal mehr gegen ihren Bürgermeister Armin Häuser (CDU) positionierte. Schon im Ortsbeirat der Kernstadt und in den Ausschüssen war die Magistratsvorlage auf deutliche Ablehnung gestoßen. Der Rathauschef äußerte, er glaube nicht, dass der Koalitionsantrag umsetzbar sei.

Offen ist, wie es mit dem TAF und der städtischen Spielstätte weitergeht. Das TAF hatte sich vor der Abstimmung auf die Seite des Magistrats geschlagen. Der Theaterverein sieht erhebliche Risiken beim Denkmalschutz. Zudem sei die Anbindung an das Badehaus 2 schwierig, weil die Interessen mehrerer Akteure betroffen seien: der Stiftung Sprudelhof als Gebäudeeigentümer, der Stadt als Mieter, des künftigen Therme-Investors und der Denkmalschutzbehörden.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen