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Bad Homburg Brücke zur Uni für Flüchtlinge

Das „Academic Welcome Program“ der Werner-Reimers-Stiftung und des Rotary-Clubs Bad Homburg-Schloss unterstützt junge Syrer und Afghanen, die studieren wollen.

Flüchtlinge in Deutschland
Vor dem Studium müssen die Flüchtlinge Deutsch lernen. (Symbolbild) Foto: dpa

Mit dem „Academic Welcome Program“ haben die Werner-Reimers-Stiftung und der Rotary-Club Bad Homburg-Schloss im vergangenen Jahr 16 Geflüchteten aus Syrien und Afghanistan den Zugang zu einer Hochschule geebnet. Drei weitere werden wohl in Kürze in das Programm aufgenommen, teilte der scheidende Rotarier-Präsident Johannes Seel nun bei einem Pressegespräch mit.

„Ich bin sehr zufrieden“, zog Seel Bilanz. Im Zentrum des „Academic Welcome Programs“ steht ein Deutschkurs auf akademischem Niveau, wie ihn auch andere Studierende aus dem Ausland belegen. Ziel sei, dass die jungen Geflüchteten anschließend ein reguläres Studium aufnehmen könnten. „Wir bilden die Brücke an die Universität“, sagt Seel. Und das habe bislang gut geklappt. Elf Teilnehmer seien inzwischen in universitätseigene Förderprogramme gewechselt, bei anderen sei das Stipendium in Absprache mit der jeweiligen Hochschule um ein Jahr verlängert worden.

Insgesamt haben sich bislang mehr als 30 junge Frauen und Männer für das Programm beworben. Voraussetzung für die Aufnahme ist, dass die Bewerber nicht älter als 26 Jahre sind und aus ihrer Heimat eine akademische Vorbildung mitbringen. Das werde zunächst in einem persönlichen Gespräch überprüft, so Seel. In einem zweiten Schritt müssen die Kandidaten den „Test für Ausländische Studierende“ (TestAS) an der Goethe-Universität bestehen.
Als finanzielle Starthilfe erhalten die Stipendiaten ein monatliches Buchgeld von je 100 Euro. Mindestens genauso wichtig seien aber gemeinsame Freizeitaktivitäten „vom Museumsbesuch bis zum Schlittschuhlaufen“, betont Seel, der im Beruf stellvertretender Leiter einer Gesamtschule ist.

Wichtig ist ihm, dass das Programm auch nach seinem Ausscheiden als Präsident des Rotary-Clubs Bad Homburg-Schloss weitergehe. Dafür sorgen einige Sponsoren, aber auch Seels Nachfolger Karl-Josef Ernst.

Er habe sich kein eigenes großes Projekt vorgenommen, sondern wolle sich auf die Pflege der Projekte seiner Vorgänger konzentrieren, kündigte Ernst an, dem in Bad Homburg ein Maler- und Lackierbetrieb gehört. Dazu zählen neben dem „Academic Welcome Program“ eine Sprachförderung an Grundschulen oder die Initiative „Kulturkinder“, die bedürftigen Kindern die Teilhabe an kulturellen Veranstaltungen ermöglicht. Außerdem will Ernst sich für einen neuen Eingang zur Schlosskirche einsetzen, der 2018 pünktlich zur Verleihung des Hölderlin-Preises fertiggestellt sein soll.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Zuwanderung Rhein-Main

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