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Bad Homburg 270 Wohnungen auf ehemaligem Klinikgelände

Bad Homburg hat einen neuen Entwurf für die Bebauung des Areals der alten Kreisklinik vorgelegt.

Es ist ein Filetgrundstück in der Bad Homburger Innenstadt, das Gelände der alten Kreisklinik an der Urseler Straße. Und es bietet die Möglichkeit, dringend benötigten Wohnraum zu schaffen.

Der Magistrat der Stadt hat nun einen neuen Entwurf vorgelegt, in welcher Form das geschehen soll. Demnach ist auf dem rund 33 000 Quadratmeter großen Gelände Platz für insgesamt 270 Wohnungen. Ziel sei eine Mischung aus Geschossbau und Einfamilienhäusern, erläutert Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU). Für beides gebe es in der Kurstadt Bedarf.

Stadt und Hochtaunuskreis hatten bereits in einem öffentlich-rechtlichen Vertrag vereinbart, dass der mögliche Käufer eine Quote von 20 Prozent geförderten und preiswerten Wohnraums erfüllen muss. Außerdem muss er eine Kindertagesstätte mit rund 100 Plätzen bauen.

Der neue Entwurf legt nun erstmals den Standort der Kita im östlichen Bereich des Areals fest. In der Nähe der Kita soll ein Quartiersplatz entstehen. An Urseler und Jacobistraße sind Gebäude mit vier Stockwerken möglich, an der Taunusstraße mit drei Stockwerken. In der Mitte des Geländes können sogenannte Town Houses mit zwei Stockwerken entstehen.

Der neue Entwurf bietet darüber hinaus die Möglichkeit, das Gebiet in zwei Bauabschnitte aufzuteilen und getrennt voneinander zu entwickeln. Das trägt unter anderem der Tatsache Rechnung, dass die Stadt einige der Gebäude derzeit noch als Flüchtlingsunterkünfte nutzt.

Weiterhin in Verhandlungen

Seit dem Umzug des Krankenhauses im Jahr 2014 stehen die Altgebäude weitgehend leer. Für die Verzögerung bei der Entwicklung des Areals hatte vor allem die Absicht der hessischen Landesregierung gesorgt, im Hauptgebäude des alten Krankenhauses eine Erstaufnahmeeinrichtung für bis zu 750 Flüchtlinge einzurichten. Daraus ist jedoch nie etwas geworden.

Der Kreis will das Areal möglichst gewinnbringend veräußern. Auch die Stadt Bad Homburg selbst hatte Interesse bekundet. Man sei weiterhin in Verhandlungen, teilte Oberbürgermeister Hetjes mit.

Ob die Stadt zum Zug kommt, ist allerdings fraglich. Zwar hat der Kreis bislang noch kein offizielles Bieterverfahren begonnen, dennoch liegen im Landratsamt nach Angaben von Kreissprecherin Andrea Nagell bereits 60 Interessenbekundungen von Bauträgern oder Maklern vor. Einige Interessenten hätten auch bereits auf eigene Initiative hin einen Kaufpreis geboten. Dem Vernehmen nach sollen manche Gebote erheblich höher liegen als das der Stadt.

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