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Ausbau der S6-Strecke Freie Fahrt nach Vilbel

Von 2015/2016 an können zahlreiche Pendler und Ausflügler im Regionalverkehr viel einfacher als bislang in den Wetteraukreis fahren. Die S-Bahnstrecke 6 wird auf 13 Kilometers ausgebaut. Von J. Schultheis

07.07.2009 00:07
Jürgen Schultheis
Weniger Zuege und hoehere Preise
Die S-Bahn 6 soll 2015/16 ausgebaut werden, damit die Frankfurter leichter nach Bad Vilbel kommen. Foto: ddp

Pünktlichere Züge, kürzerer Takt und ein entzerrter Bahnverkehr: Von 2015/2016 an soll mit der Inbetriebnahme der knapp 13 Kilometer langen, viergleisigen Strecke von Frankfurt nach Bad Vilbel für zahlreiche Pendler und Ausflügler im Regionalverkehr manches einfacher und besser werden auf der S-Bahnstrecke 6. Den notwendigen und geänderten Planfeststellungsbeschluss als Grundlage für den lange geplanten und umstrittenen Ausbau der Main-Weser- Strecke haben Staatssekretär Klaus-Peter Güttler vom Wirtschaftsministerium und der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Hessen, Klaus Vornhusen, am Dienstag in Frankfurt präsentiert.

"Das ist ein Meilenstein in der Infrastrukturentwicklung der Region", sagt Vornhusen. Die Bahn arbeitet bereits an der detaillierten Planung des Baus und der Ausschreibung des 201 Millionen Euro teuren Auftrages. Mit dem Ausbau der Strecke wird die Bahn auch den Bahnhof in Bad Vilbel und die Haltestellen in Bad Vilbel-Süd, in Frankfurt Berkersheim, Frankfurter Berg und Eschersheim umbauen und barrierefrei gestalten. Je nach Örtlichkeit werden die neuen behindertengerechten Bahnsteige an den Haltepunkten als Außen- oder Mittelbahnsteige erstellt. Darüber hinaus werden drei Bahnübergänge ersetzt und einer wird gänzlich beseitigt werden.

Der alte Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau der Main-Weser-Strecke war 2004 mehrfach beklagt worden. Zudem hatten sich die Rechtsgrundlagen für die Erweiterung der Strecke geändert, etwa im Bereich Natur- und Artenschutz. Ferner fahren die neuen S-Bahnen statt bislang 120 nun 140 Kilometer pro Stunde. Der Planänderungsbeschluss berücksichtigt nach Angaben von Bahn und der genehmigenden Behörde, dem Eisenbahnbundesamt, die veränderten Rahmenbedingungen. So werden Eidechsen umgesiedelt, bevor mit dem Ausbau begonnen wird. Entlang der gesamten Strecke wird die Bahn eine zwei bis sechs Meter hohe Lärmschutzwand aus Aluminium errichten, um den Krach lauter Güterzüge in der Nacht (bis zu 70 Dezibel) um zehn Dezibel zu reduzieren was einer Halbierung der Lautstärke entspricht. Staatssekretär Güttler spricht deshalb von "wesentlichen Verbesserungen" für die Anwohner, sagt aber auch, dass mit dem Betrieb der vierspurigen Strecke Belastungen für die Anwohner verbunden sein würden.

Wegen der langen Planungsphase und der Bedeutung der Strecke für den Regionalverkehr fordert Güttler die Bahn auf, mit dem Bau der Strecke unverzüglich zu beginnen, sobald der Sofortvollzug des Planänderungsbeschlusses festgestellt worden sei. Die Strecke Frankfurt-West nach Bad Vilbel ist die Erste Baustufe im zweistufigen Projekt. Ende des Jahres will die Bahn die Unterlagen für die Planfeststellung beisammen haben, mit dem der Ausbau von Bad Vilbel nach Friedberg genehmigt werden soll. Wann diese zweite Baustufe abgeschlossen sein wird, ist noch offen.

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