Lade Inhalte...

Artenschutz in Hessen Lebensraum für Uhu & Co

Das Land Hessen unterstützt Netzwerke für Artenschutz in drei Landkreisen. Naturschützer, Landwirte, Politik und Verwaltung sollen dabei in den Regionen an einem Strang ziehen.

Tierschutz in Hessen
Sucht man in Agrarwüsten vergeblich: den Uhu, die stattliche Eule mit den Federohren, Foto: Local Caption

Der Uhu lässt sich wieder häufiger im nordhessischen Kreis Waldeck-Frankenberg blicken. Er solle geschützt werden, ebenso wie der Schwarzstorch oder der Rotmilan, sagt Landwirtschaftsdezernent Friedrich Schäfer (CDU).

Hessen unterstützt Waldeck-Frankenberg und zwei andere Landkreise jetzt dabei, den Schutz besser zu organisieren. Naturschützer, Landwirte, Politik und Verwaltung sollen dabei in den Regionen an einem Strang ziehen.

Dafür schließen sie sich in Landschaftspflegeverbänden zusammen oder professionalisieren die Arbeit solcher Netzwerke, wo sie bereits bestehen. Hessen gibt dafür jeweils 200 000 Euro für Waldeck-Frankenberg, den Lahn-Dill-Kreis und den Wetteraukreis. Damit beschreite man „einen neuen Weg im Bereich des Naturschutzes“, sagte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) am Freitag in Wiesbaden. Dort wurden die Vereinbarungen mit den drei Pilotregionen unterzeichnet. Das Land will die Verbände zur Landschaftspflege in ganz Hessen etablieren, aber in den drei Kreisen ausprobieren, wie es am besten funktioniert.

Für die praktische Naturschutzarbeit sollten Mittel aus anderen Töpfen beantragt werden, sagte Hinz. So sprach sich Dezernent Schäfer dafür aus, Geld von den Regierungspräsidien für diese Arbeit zu nutzen, die sogenannten „Kompensationsmittel“, die für den Ausbau von Windrädern gezahlt werden.

In der Wetterau besteht nach den Worten von Landrat Joachim Arnold (SPD) bereits seit Jahrzehnten eine „hervorragende Zusammenarbeit“ zwischen den Interessengruppen. Mit den Mitteln aus Wiesbaden solle die Beratung für Landwirte ausgebaut werden, damit Arten genug Raum finden.

Insbesondere gehe es um die Entwicklung der Auengebiete. Jahrzehntelange Naturschutzarbeit in der Wetterau zahle sich bereits aus – etwa dadurch, dass der Biber wieder heimisch geworden sei und es so viele Weißstörche gebe wie nie zuvor, berichtete Arnold.

Gehölze in Auen sollen auch im Lahn-Dill-Kreis gepflegt werden, wie Landrat Wolfgang Schuster (SPD) sagte. Ein besonderes Augenmerk richtet er auf gute Lebensbedingungen für die seltenen Braunkehlchen. So gebe es in Hohenahr im Lahn-Dill-Kreis ein „Vorkommen, das es zu schützen gilt“. Das Geld der Landesregierung soll dazu beitragen.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen