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Anschläge angekündigt Hessen rüstet sich gegen Terrorgefahr

Nach den jüngsten Terrorwarnungen werden auch in Hessen die Sicherheitsvorkehrungen an zentralen Verkehrsknotenpunkten verschärft. Am Frankfurter Flughafen müssen sich Reisende auf massive Polizeipräsenz einstellen.

17.11.2010 15:26
Polizeipräsenz am Frankfurter Flughafen Foto: Andreas Arnold

Nach den jüngsten Terrorwarnungen werden auch in Hessen die Sicherheitsvorkehrungen an zentralen Verkehrsknotenpunkten verschärft. Am Frankfurter Flughafen müssen sich Reisende auf massive Polizeipräsenz einstellen.

Nach den jüngsten Terrorwarnungen hat sich die Sicherheitslage auch in Hessen nach Ansicht der Landesregierung verschärft. Es gebe zwar zum heutigen Tag keine Hinweise, dass in Hessen ein Anschlag geplant sei, sagte Innenminister Boris Rhein (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden. Außerdem habe es eine ähnliche bundesweite Abwehrbereitschaft auch um die Bundestagswahl 2009 gegeben. Aber „wir hatten zum damaligen Zeitpunkt nicht so weit gehende Quellen und Informationen der Dienste“, erklärte Rhein. Die Polizei in Hessen hat wegen der Terrorwarnungen ihre Sicherheitsmaßnahmen verstärkt.

Sie werde verstärkt dort präsent sein, wo es große Menschenansammlungen gebe, sagte Rhein. Er nannte Bahnhöfe, Flughäfen oder auch Weihnachtsmärkte. „Man muss wachsam sein, man muss präsent sein.“ Es sei entscheidend für die Terrorabwehr, dass sich die Geheimdienste abstimmten, „damit kein Informationsverlust stattfindet“. In einer Mitteilung sprach das Innenministerium von einer „qualitativ neuen Bedrohungssituation“.

Flughafen rüstet auf

Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt rüstet die Bundespolizei indessen auf. Es seien zwar nicht mehr Beamte, dafür aber stärker bewaffnete Streifen im Einsatz, sagte der Präsident der Bundespolizeidirektion, Wolfgang Wurm. Außerdem werde schärfer in den Hallen kontrolliert. Zudem seien zivile Fahnder im Einsatz, um ebenfalls Terrorverdächtige zu erkennen.

Die zusätzlichen Beamten arbeiteten sonst hinter den Sicherheitskontrollen wie etwa im Transitbereich. Rund 400 Mitarbeiter seien permanent im Dienst. Die Kontrollen der Passagiere dauerten aber nur im Einzelfall länger, das Gepäck werde ausreichend kontrolliert.

Die neue Sicherheitslage sei zu vergleichen mit der Situation vor der Bundestagswahl vor rund einem Jahr. „Wir legen Wert darauf, dass aktuell keine Gefahr besteht“, sagte Wurm. „Es gibt keinen konkreten Hinweis für den Flughafen Frankfurt.“

Die Lufthansa erwartet jedoch keine Verzögerungen im Luftverkehr. Für die Kontrollen am Boden seien allerdings die Behörden zuständig, sagte Sprecher Thomas Jachnow in Frankfurt. An Bord der Flugzeuge gebe es bereits seit den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA höchste Sicherheitsvorkehrungen. „Wir tun unser Äußerstes“, sagte Jachnow.

Auch am Frankfurter Hauptbahnhof hat die Bundespolizei ihre Präsenz erhöht. „Wir werden und haben bereits die sichtbare Überwachung verstärkt“, sagte Sprecher Ralf Ströher am Mittwoch in Frankfurt. Beamte tragen Schutzwesten und Maschinenpistolen. Es soll in angemessener Weise auf die aktuelle Lage reagiert werden, sagte Ströher. Urlaubssperren für die Beamten sind derzeit nicht geplant, hieß es weiter.

Zuvor hatte Innenminister Thomas de Maizière (CDU) von konkreten Hinweisen berichtet, dass für Ende November ein Anschlag geplant ist. Zugleich mahnte er die Bevölkerung zu Zurückhaltung: „Es gibt Grund zur Sorge, aber aber keinen Grund zur Hysterie." (dpa)

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