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Alsfeld Alsfelder Ex-Bürgermeister bleibt Haft erspart

Der ehemalige Alsfelder Bürgermeister Herbert Diestelmann (SPD) muss doch nicht ins Gefängnis. Das Landgericht Gießen setzt seine Haftstrafe zur Bewährung aus.

10.07.2012 12:57
Der frühere Bürgermeister von Alsfeld, Herbert Diestelmann, steht 2009 wegen Untreue in Millionenhöhe vor Gericht. Foto: dpa

Das Landgericht Gießen habe eine vom Amtsgericht verhängte Haftstrafe zur Bewährung ausgesetzt, sagte ein Gerichtssprecher und bestätigte einen Bericht der „Fuldaer Zeitung“ (Dienstag). Es gebe eine günstige Sozialprognose in dem Fall. Zudem habe auch das Schicksal von Diestelmanns Frau, die sich im Laufe der jahrelangen Verfahren das Leben nahm, eine Rolle gespielt.

Diestelmann, 20 Jahre lang Bürgermeister von Alsfeld, war im November 2011 zu acht Monaten ohne Bewährung verurteilt worden. Er hatte beim Ableisten von Sozialstunden wiederholt Benzin für sein eigenes Auto abgezapft. Die Sozialstunden waren ihm wegen Untreue zulasten der Stadt auferlegt worden. Er hatte mit der Tankkarte eines Grünberger Altenheims auch für sich getankt.

Durch die erste Verurteilung 2009 verlor Diestelmann seine Pension und lebt nun nur noch von einer kleine Rente. Er habe 500.000 Euro Schulden und sei auch nicht mehr krankenversichert, hieß es in dem Zeitungsbericht. Der Tod der Ehefrau, der Ansehens- und Vermögensverlust hätten dem Angeklagten den Boden unter den Füßen weggerissen. Deshalb müsse man das Urteil nicht vollstrecken, sagte die Gießener Oberstaatsanwältin Ute Sehlbach-Schellenberg. (dpa)

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